"Speicherhasser vs. Speicherfanatiker"

  • Hier wird übrigens nix in in die Hölle verdammt. Es ist nur die übliche Konfrontation, wenn Typ 1 auf Typ 5 stößt - das ist dann wie bei zwei magnetischen Nordpolen, die einfach nicht zusammengehen wollen :lol:

    :P

    Damit meinte ich auch eher nicht dich.


    Mit "riesige PV" meine ich 40 kWp und mehr, denn mit einem normalen Dach mit 10-15 kWp bekommt man die 10-13 kWh Speicher, um die es hier normalerweise so geht, im dunklen Halbjahr selten bis gar nicht voll --> nix da mit 200+ Vollzyklen.


    Ich habe ein kWp:kWh Verhältnis von 1,2. Nach einem Jahr warens dann 260 Zyklen.

    (Alle Zahlen hier: 9,28 kWp QCells + 7,7 kWh BYD - Kostal nahe Freiburg)

    Gerne kann ich dich auch für meine Anlage im Kostal Portal freischalten, wenn du dir die Daten im Detail anschauen willst.

    Das sind dann 3400 netto, dazu kommt Installation. Sicher ein guter Preis! Aber selbst deine Netto-Rechnung geht doch für die meisten nicht auf - wenn sie nicht gerade neu bauen inkl. Speicher und das Glück haben, dass ihr Finanzamt es durchwinkt.

    Der Aufwand bei einem Hybrid hält sich in Grenzen:

    Speicher auf den Hänger, abladen, zusammenstecken und Müll entsorgen: 1h

    3 Kabel zwischen Speicher und Hybrid legen: 0,5 h

    Konfigurieren: meinetwegen auch noch mal 0,5h

    Beim SBS kanns auch nicht viel mehr Aufwand sein.


    Die meisten die hier Aufschlagen sind doch Neuanlagen.

    Bei Altanlagen, wenn nicht aus der Förderung raus, ist doch schon vorher klar, dass aufgrund der hohen Einspeisevergütung nur tiefrote Zahlen rauskommen können.

    11/2016 Ioniq electric - 07/2018 29 x 320Wp QCells Duo - Kostal Piko BA - BYD 7,7 kWh

  • Wer rechnen möchte, der möchte doch zuerst mal eine einheitliche Basis dazu schaffen.

    Also bitte alles ohne Umsatzsteuer aufschreiben.

    Und bitte jeden Gewinn, Entnahme mit dem persönlichen Spitzensteuersatz überschlagen.


    30 Cent je kWh?

    Bei ca. 10.000 kWh ist das schlicht unmöglich, selbst für Oma Erna nicht, die immer noch bei den Stadtwerken ist.(Kundennummer 00001)


    Also bitte Strompreis Netto ohne Grundgebühr u.ä. ansetzen.


    Welcher Strompreis wird fiktiv vom Finanzamt angenommen?

    Den persönlichen Steuersatz nicht vergessen.

    Die Umsatzsteuer wird ja voll auf den Betrag gerechnet. Oder wird der Betrag gleich inkl. U-St angesetzt?


    Auf der anderen Seite mindert man seine Einnahmen (EÜR)


    Also wir (Standort Berlin) verbrauchen 9.500 kWh ! Wie wir dann aus einem Stromspeicher, der sich vor allem bei Sonne befüllen lässt, dann 2.000 KWh entnehmen sollen, entzieht sich meinen Kenntnissen der Mathematik.


    Wenn man den Kühlschrank nicht aufmacht, dann muss der nur selten nachkühlen ( Ab ca. 24:00 Uhr)


    Also die Lastaufnahme von im Sommer nach 18:00 bis 19:00 Uhr bis 07:00 Uhr (Bei einer nur 10 kWp Anlage kommt dann schon einiges raus, wenn das Wetter nicht total mies ist.) sollte man mal individuell messen lassen.


    Mir geht es jetzt nicht darum, die ganze Diskussion zu wiederholen, sondern nur darum, sorgfältiger zu werden, wenn man überschlägige Berechnungen anstellt, um zu entschieden was man macht.


    Denn was ich überhaupt nicht kapieren kann ist:


    Das so viele extrem kleine PV Anlagen gebaut werden und offensichtlich viele bewusst < 10 kWp / > 10 MWh bleiben.

    Wenn jemand z.B. 40 kWp baut, einen Tesla hat und dann sich einen Stromspeicher in den Schuppen stellt, wäre das für mich irgenwie noch nachvollziehbar.


    Selbstverständlich würde die Anlage niemals mir (uns) persönlich gehören und die Pacht exakt 1,00 € auf 20 Jahre + betragen. So wie es keinen Eigenverbrauch gibt und auch keinen Stromspeicher! 8)


    Wer mehr als eine Anlage im Jahr errichtet, darf auch heute noch voll ins Klo greifen. Also 2010 habe ich es geschafft, eine PV Anlage zu errichten, die ca. 4.000 € je kWp gekostet hat (Pacht auf 20 Jahre fix 1,00 €) Die liefert auch nicht viel Strom, warum auch immer! *Nur ca. 800 kWh je kWp


    Also wenn es mal schief läuft, dann aber richtig!


    Das Wort Eigenverbrauch auf Dächern von selbst genutzten Wohnhäusern ist bei Uns als No Go/ Unwort etc. bewertet.

    Wenn ein Stromspeicher im Keller stehen würde, wäre der zu 100% niemals aktiviert vom Nutzer!


    *hab ich mich deutlich genug ausgedrückt?

  • Da es Dir nur ums Geld geht, solltest Du es lassen. Bei mir kommt 20,8 Cent pro kWh raus. Also habe ich alles richtig gemacht. QED


    Du willst es nicht kapieren ... bist halt ein typischer Typ 5 :lol: mit einer Prise 4b!

  • Nun hier die richtige Entscheidung zu treffen,ist wirklich nicht einfach,es spielen viele Faktoren hier mit (s.PV-Berlin)

    Je kleiner der Speicher sein kann,um mindestens 99% Eigenerzeugung zu schaffen,desto rentabler ist die Sache.

    Im Sommer brauche ich über Nacht vielleicht 2-3kwh Strom (also kleiner Speicher).Im Winter dürften es schon eher 10-15kwh werden( Nächte länger und Heizung mit LWWP.

    Es sind auch im Winter selten Tage wo die PV weniger wie 20kwh schafft.Das E-Auto kann ich laden wenn genug Strom vom Dach kommt(meistens).

    Also viele (noch) offene Fragen ?


    Viele Grüsse

  • Zahlen, vereinfachtes Beispiel:

    Eine große Anlage mit 29,76 kWp, der Vergleich rechnet einmal mit und einmal ohne Batterie, für die eine AK-Differenz von 6.000 € angenommen wird.




    Eigenverbrauch 3.800 kWh wird mit Autarkie% multipliziert = Eigenverbrauch.

    Einspeisung Jahresertrag wird als kWp * 800 gerechnet; ein vorsichter Wert. Abgezogen von der Einspeisung wird der Eigenverbrauch + 10% Leistungsverlust wegen Laden der Batterie.

    Reparatur/Ersatz der Batterie ist hier nicht eingerechnet.


    Ergebnis: Geht die Batterie nicht kaputt in den 20 Jahren, ist bei einer großen Anlage ein Batteriespeicher wirtschaftlich darstellbar. Es gibt ausführlichere und präzisere Kalkulation von DroRal hier im Forum, der auch eine entsprechende Anlage hat, die das bislang in der Praxis auch bestätigt. Er hat in seiner Kalkulation auch 5.000 € Reparatur für Batterie drin.


    Angeblich soll analog zu den Erfahrungen der Tesla-Besitzer eine Batterie länger halten, wenn der Ladezustand nach Möglichkeit zwischen 20 und 80% gehalten wird. Dazu gibt es hier im Forum einen Thread zu einer Rasperry-Pi basierten Steuerung, die einerseits Überschüsse für 70% Regelung in die Batterie steuern soll, andererseits besagten Ladeszustand optimieren soll.

  • Rechnest du mit WP oder warum nur 30% Autarkie ohne Speicher? Bei 29,76 kWp dürfen gut und gerne 40-45% angesetzt werden. Wie sieht die Rechnung dann aus?

  • Wärmepumpe kann nicht sein, da ja 95 % nur 3.610 kWh darstellen. Also 3.800 kWh Jahresverbrauch.


    Dann kosten aber die letzten 5% keine 27 Cent, sondern eher ???


    12 * 15 € Grundgebühr/ 190 kWh = 95 Cent je kWh! + Arbeitspreis von 27 Cent > 1,00 € je kWh


    Ich mag das!

  • Mit meinen "nur" 10 kWp und vergleichbarem Jahresverbrauch (inkl. Wärmepumpe für Warmwasser und Heizung) komme ich bereits auf 35 % Autarkie - mit 30 kWp wären das sicher über 50 % :thumbup: