Ost/West Dach 70% Regelung - DN 45°

  • Zitat von Weidemann


    Beispiel: MPP-Spannung wäre 500V, der verschattete String liefert noch 400V. Also wird auch der unverschattete String mit 400V betrieben (bei etwas höherem Strom als dem MPP-Strom), dort wird also fast 1/5 der String-Leistung nicht abgenommen.


    Hmmm.... Leider auch nicht ganz richtig :?
    In einem anderen Thema hattest du folgendes geschrieben :

    Zitat

    Du hast noch nicht verstanden dass ein WR keinen "MPP" besitzt! Nur die Module haben einen MPP.


    Das ist richtig und deshalb wird der Wechselrichter weder den MPP des verschatteten Strings noch den Mpp des unverschatteten Strings anfahren.
    Die MPP-Spannung des aus 2 parallel geschalteten Strings bestehenden Generators liegt zwischen 400 und 500 Volt, der MPP-Tracker wird genau den Punkt zwischen diesen beiden Spannungen anfahren bei dem das Produkt aus der gemeinsamen Stringspannung und den addieren Strömen die größte Leistung ergibt.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Kleine Korrektur da ich meinen letzten Beitrag leider nicht mehr editieren kann :
    Die Mpp - Spannung liegt bei der Parallelschaltung der Strings natürlich nicht zwischen 400 und 500 Volt da sich bei Parallelschaltung ein Innenwiderstand ergibt, der geringer ist als die Einzelwiderstände.
    Fakt ist aber, daß beide Teilgeneratoren in deinem Beispiel bei Parallelschaltung außerhalb ihres Mpp betrieben werden.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von laguna120

    SunnyDesignWeb sagt, dass der STP 12000TL mit jeweils 32 (O/W) 300er Modulen funktioniert. An jeden Tracker jeweils einen 16er Ost und 16er West String.
    Das Nennleistungsverhältnis gibt er mit 61% an. Der Ertrag ist dann bei 846 kWh/kWp


    Nein! Das ist Unsinn.
    Du hast 4 Strings. Zwei Ost und zwei West. Der Wechselrichter hat zwei MPP-Tracker. Warum solltest du dann auf eine Polystring-Verschaltung gehen?
    Eingang A: Zwei Strings mit je 16 Modulen Ost
    Eingang B: Zwei Strings mit je 16 Modulen West

  • Zitat von McQ

    Du hast 4 Strings. Zwei Ost und zwei West. Der Wechselrichter hat zwei MPP-Tracker. Warum solltest du dann auf eine Polystring-Verschaltung gehen?


    Steht doch alles lang und breit weiter oben: Weil bei Parallelverschaltung die Verluste durch die Strombegrenzung deutlich höher sind.


    Zitat von smoker59

    Fakt ist aber, daß beide Teilgeneratoren in deinem Beispiel bei Parallelschaltung außerhalb ihres Mpp betrieben werden.


    Ja, richtig, aber worauf willst du hinaus? Auf die Benennungen?
    Der Satz "wenn im einen String 2 Module verschattet sind, werden auch im parallelen String 2 Module ausgeblendet" ist elektrotechnisch falsch sein, aber er beschreibt verständlich die Wirkung auf den Ertrag. Oder hast du eine bessere Methode, das in einem Satz zu beschreiben?


    Man könnte sagen: "Wenn im einen String 20% der Module verschattet sind, dann gehen gleichzeitig auch im parallelen unverschatteten String fast 20% von dessen Leistung verloren." Einverstanden?


    Aber wie man es auch nennt: Wenn die Westseite gegen Abend bei praller Sonne über mehr als 30min teilverschattet ist, und man es nicht schafft die beiden Weststrings so anzuordnen dass jeweils gleichzeitig ähnlich viele Module verschattet sind, dann rechne ich bei einer Überkreuz-Belegung mit einem Ertragsvorteil.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Zitat von Weidemann


    Ja, richtig, aber worauf willst du hinaus? Auf die Benennungen?


    Nein, da hab ich deinen Beitrag dazu schlichtweg falsch interpretiert.

    Zitat


    Man könnte sagen: "Wenn im einen String 20% der Module verschattet sind, dann gehen gleichzeitig auch im parallelen unverschatteten String fast 20% von dessen Leistung verloren." Einverstanden?


    Da stimme ich zu.

    Zitat


    Aber wie man es auch nennt: Wenn die Westseite gegen Abend bei praller Sonne über mehr als 30min teilverschattet ist, und man es nicht schafft die beiden Weststrings so anzuordnen dass jeweils gleichzeitig ähnlich viele Module verschattet sind, dann rechne ich bei einer Überkreuz-Belegung mit einem Ertragsvorteil.


    Das schätze ich anders ein aber ich würde die beiden Strings natürlich auch so legen, dass zum Verschattungszeitpunkt nach Möglichkeit immer gleich viele Module (bzw. Substrings) aus beiden Strings verschattet werden. Das wird nie zu 100% gelingen aber ist m. E. immer noch besser als Überkreuz zu verstringen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Nur mal so zur Info, da neine Bedingungen ähnlich sind...
    45°DN, aber nicht 90° Ost/West sondern nur -60° Ost.
    Bei 14,535 kWp auf dem dach hab ich oft also von März bis September >12.5kW auf dem WR. Rekord 13,7kW.


    Mir hat das Sunny Tool von SMA ausgerechnet dass es wirtschaftlich ist kein 70% zu machen.


    Aber es ist sicherlich knapp.
    Mein WR hatte eher den Grund dass ich Leistungsmäßig nicht an der Grenze laufen wollte.

    14,54 kWp | 57x Saint Gobain Luxra PV 60S/SI 255W | 1x SMA STP15000TL | 45°DN -60°A 17xxx
    L:18 D:4 T:1 - Meister Lusche