Wirtschaftlichkeit

  • Guten Tag,


    doofe Frage, ab wann ist eine Anlage wirtschaftlich für euch gut?
    Geht ihr nach Eigenkapitalrendite?
    Ohne den Einsatz dessen, hilft da aber auch nicht.


    Geht ihr nach "abbezahlt in x Jahren"?
    (10 oder 15 Jahre ist aber da schon ein unterschied)
    Und ist auch die Frage ob man trotzdem in den 10-15 Jahren schon Geld damit verdient, oder die Anlage halt so mitlaufen lässt, und dafür in den letzten Jahren voll absahnt?)


    Oder nach eingesetzter Kapitalrendite?
    (welche ist hier anzustreben? Am Kapitalmarkt sind nicht mal 3% zu erreichen.)


    Oder geht man sogar nach dem Richtwert, wie viel €/kwp nach 20 Jahren nun über geblieben sind?
    Zum Vergleich mit anderen Anlagen, Belegungsausrichtungen, oder sonstwas...?


    MEINE Meinung ist, das ne Rendite von 6% sein sollten, die Anlage nach max. 15 Jahren bezahlt, und trotzdem da jedes Jahr etwas Geld mit verdient wurde.

  • mit einer PV Anlage lässt sich der Strom für 6cent/ kwh erzeugen.
    nun kannst du ihn für den doppelten Preis verkaufen,
    oder verbrauchst ihn selbst und hast nur noch 6 cent/kwh statt 30cent Stromkosten.
    Wie wirtschaftlich das dann ist und wieviel % Rendite das sind das kannst du dir selbst ausrechnen.... :juggle:

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Ja, soweit ja logisch.
    Ab wann ist eine Investition für dich den Wirtschaftlich?


    Doofe gesagt kann man ja sogar auf einem Norddach was drauf legen.
    Bei einer Großanlage und kosten von 800-900€ je kwp ist das zumindest machbar, bei geringen Dachneigungen.


    Ist dies aber auch sinnvoll....?!
    Da kommen dann keine 8% Rendite mehr raus, ist aber positiv..also?

  • Also eine Rendite von 6% würde bedeuten das ich heute 1000€ anlege und nach 20 Jahren 3200€ habe. D.h. ich muss das Geld, das die PV Anlage wieder einspielt schon sehr gut wieder Anlegen um mit einer PV Anlage auf 6% Rendite zu kommen.
    Darum immer dran denken das eine verzinste Geldanlage exponentiell wächst, der Ertrag bei einer PV Anlage aber nur Linear.

  • Zitat von PV Ndh


    Darum immer dran denken das eine verzinste Geldanlage exponentiell wächst, der Ertrag bei einer PV Anlage aber nur Linear.

    Das Bild ändert sich sobald die Strompreis weiter steigen, aber ob das passiert kann Dir leider keiner sagen / garantieren.

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO
    an 25000TL-30 mit SHM 2.0
    SBS 3.7 und BYD HV 7,7 kWh
    PVGIS-Prognose 980 kWh/kWp

  • Zitat von traintken


    Da kommen dann keine 8% Rendite mehr raus, ist aber positiv..also?


    8% wären 1000€ nach 20 Jahren 4660€!!!!
    Eine PV Anlage die sich nach 15 Jahren Amortisiert macht aus 1000€ nach 20 Jahren nur 1333€. Das wäre wenn der Ertrag einfach unverzinst über die Jahre herrunmliegen würde gerade mal 1,45% Rendite.
    Der Restwert muss natürlich noch beachtet werden aber wie hoch ist der nach 20 Jahren noch?

  • Zitat von duncan02

    Das Bild ändert sich sobald die Strompreis weiter steigen, aber ob das passiert kann Dir leider keiner sagen / garantieren.


    Ja sicher spielt der Strompreis da auch noch mit rein. Nur ich habe irgendwie das Gefühl, das wir evtl. in einigen Jahren flexible Strompreise für private Endverbraucher bekommen könnten. Und das würde die Wirtschaftlichkeit einer, vor allem auf Eigenverbrauch ausgelegten, PV Anlage eher verschlechtern. Denn PV wird ja schließlich immer günstiger demzufolge würde dann auch gerade zu den Zeiten der Strompreis, den private Endverbraucher zahlen, deutlich niedriger, in denen die eigene PV Anlage auch produziert.

  • Jo, in den Zeit muss dann das E-Auto geladen werden ... das kann man eben nicht planen nur die aktuellen EEG Einnahmen bleiben erst einmal 20 Jahre fix.

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO
    an 25000TL-30 mit SHM 2.0
    SBS 3.7 und BYD HV 7,7 kWh
    PVGIS-Prognose 980 kWh/kWp

  • Moin! :D


    Meine Anlage war nach ca. 8 Jahren amortisiert. Ich hatte aber bei der Planung so schlechte Annahmen (Ertrag, Fremdkapital- und Wartungskosten) getroffen, dass ich mit 12 bis 13 Jahren geplant hatte. Im Kopf hatte ich immer, dass sich das investierte Kapital verdoppelt, was ca. 3,5 % Rendite entspricht. Aufgrund der hohen Investitionskosten sehen die absoluten Gewinne für alte Anlagen sicherlich riesig aus, wenn man dieser aktuellen Investitionskosten gegenüberstellt. Mittlerweile habe ich ein wenig das Gefühl, dass Neuanlagen die selben absoluten Gewinne wie Altanlagen erzielen sollen, obwohl die Investitionskosten nur noch 1/4 betragen. Nicht Wenige sind wohl der Meinung, wenn man 7.000 Euro in eine Hausdachanlage investiert und in 20 Jahren nur 7.000 Euro Gewinn hat, "lohnt sich der Stress nicht". Ich habe mit Unternehmern gesprochen, die mir sagten, dass sie nur in PV investieren würden, wenn sich das Ganze nach 5 Jahren amortisiert. Sonst wäre das nicht wirtschaftlich. *kein Scherz!

  • Die 5 Jahre habe ich aus Industrie kreisen auch schon mal gehört!
    Doch recht unterschiedliche Ansichten hier.
    Also 8 Jahre ist aktuell nur bei einer top Ausrichtung drin, denke ich.


    Der eine ist nach 10 Jahren glücklich, der andere ist mit 15 Jahren zufrieden.
    Aber länger als 15jahre kann man doch echt nicht kalkulieren, oder? Ein bisschen Risiko ist ja schließlich auch dabei...