„Bedingt geeignete“ Dachfläche noch ok?

  • Also ich würde beide Dachseiten voll machen. Nen bisschen Gehirnschmalz in den Stringplan investieren und dann wird das schon. Wird keine astronomisch hohe Rendite, sollte sich aber bei den aktuellen Preisen rechnen. Such dir doch einfach mal nen kompetenten Solarteur und lass dir die Anlage mal anbieten.

  • Zitat von McQ

    Also ich würde beide Dachseiten voll machen. Nen bisschen Gehirnschmalz in den Stringplan investieren und dann wird das schon. Wird keine astronomisch hohe Rendite, sollte sich aber bei den aktuellen Preisen rechnen. Such dir doch einfach mal nen kompetenten Solarteur und lass dir die Anlage mal anbieten.


    Bevor ich Angebote einhole wollte ich erst mal für mich festlegen was es für eine Anlage werden soll. Ich würde schon gerne einen hohen Eigenverbrauch anstreben. Wenn irgndwann die Preise fallen, auch gerne einen Speicher nutzen. Das Dach ist nicht einfach, wäre denn da "voll machen" der richtige Weg? Von dem was ich bisher gelesen habe wäre scheint eine Anlage < 10 kWp optimaler zu sein. Die Idee mit 2x 16 Modulen finde ich ganz gut, durch die Belegung beider Seiten produziert die Anlage doch mehr Stunden Strom am Tag, oder? Wenn ich dann 32x 310er Module nehme, komme ich auf 9,92 kWp.


    Ich bin schon auf der Suche nach einem kompetenten Solarteur, nur die Kopmetenz zu erkennen ist nicht so einfach.

  • Mal gerechnet mit 700 kWh/kWp (ob auch das verschattete Ostdach das bringt, würd ich aber auf den ersten Blick bezweifeln):


    Dann kommt bei Anlagen-Kosten von 1200€/kWp und jährlich 20€/kWp kosten (gilt auch nur ab ca. 15kWp, sonst noch etwas höher) bei Volleinspeisung gerade die schwarze Null raus (0% Verzinsung). Inflation macht weniger draus, und Eigenverbrauch mehr -> in Summe etwa eine (knappe) schwarze Null. Erst bei massiven künftigen Strompreis-Steigerungen (ungewiss) könnte ein kleiner Gewinn rauskommen.


    Bei einer sehr günstigen (großen) PV-Anlage für 1000€/kWp kommen immerhin 2% Verzinsung raus, oder besser gesagt Inflationsausgleich.


    Dein Dach ist also nur was für echte PV-Freaks ;-), am besten noch mit Selbstmontage, und einen Kredit würd ich dafür nicht aufnehmen.
    Wenn dich das soweit interessiert, dann als nächsten Schritt die Verschattung durch den Hang abschätzen z.B. mit PVSol-Testversion (braucht aber einige Stunden rumspielen), oder mit übertriebener Horizontdatei in PVGIS, siehe auch hier als Einstieg: http://www.photovoltaikforum.c…-pv-sol-bei--t104958.html

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Zitat von ChristianM82

    Nordwest-Seite (-72°): Em = 811 kWh
    Südost-Seite (108°): Em = 695 kWh


    Du hast die Winkel vertauscht: Südost ist -72 Grad, Nordwest ist 108. Also sind die berechneten Erträge genau anders herum, was angesichts der Ausrichtung auch mehr Sinn macht.

  • Ich hab grad mal auf die schnelle eine Simulation in PVsol gemacht:


    Ost: 16 Module 285 Wp (60 Zeller, Standard)
    West: 16 Module 285 Wp
    Wechselrichter: SMA Tripower 7.000TL


    Ertrag ca. 775 kWh/kWp*a


    unterstellter Verbrauch: 2.500 kWh Wärmepumpe + 2.500 kWh Rest


    Gesamterzeugung: 7.072 kWh / a
    Eigenverbrauch: 1.692 kWh / a
    Netzeinspeisung: 5.379 kWh / a


    Strombezugskosten 28 Cent netto
    Kosten für die Anlage: 1.200 € / kWp


    Finanzierung: 70 % Fremdkapital zu 2,8% Zinsen ergibt eine Eigenkapitalrendite von 16,4%

  • Ich sehe das ähnlich wie Bastel ... das OSO Dach wird trotz Schatten das besser Dach ein.
    Ich würde aber mit beiden Dachseiten planen und 10KWp bauen.


    Je nachdem wie stark der Schatten auf OSO ist, rund 20 Module auf OSO setzen und den Rest bis 10KWp auf WNW.
    Da Platz bei Dir kein limitierender Faktor sein wird, kannst Du auch mit schwächeren Modulen im Bereich von 275Wp bis 300Wp planen ... je nachdem was Dir halt gerade günstig angeboten wird.


    Das ganze dann 70-hart an einen Fronius Symo mit 8,2KVA hängen ... den zusätzlichen S0-Zähler für die Verbrauchsvisualisierung würde ich mir trotzdem gönnen und dann einfach laufen lassen.


    PS.: Bei 285Wp Modulen natürlich insgesamt 35 Module legen für 9,975KWp


    PPS.: Hängt die WP bei euch auf Haushaltsstrom?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Hallo Zusammen und Danke für die Hilfe. Am Dienstag habe ich einen Termin mit einem Solarteur, mal sehen was der anbieten würde.


    Die Wärmepumpe hängt am Haushaltsstrom und hat im letzten Jahr 1887 kWh verbraucht. Die nächsten Jahre steigt der Verbrauch vermutlich auf 2000-2300 kWh wegen den Kindern.


    Zu den schwächeren Modulen: Wenn in 10-15 Jahre die Speicherpreise hoffentlich stark gesunken sind, würde es vielleicht Sinn machen eine höhere Leistung zu installieren. Sollte man daher nicht schon jetzt so wenig Platz wie möglich belegen um in Zukunft weitere Module zu installieren? Also schon jetzt Module mit min. 300W?