Versteuerung Eigenverbrauch / Einnahmen

  • Hallo zusammen,


    habe eine neue PV-Anlage auf mein frisch saniertes Dach bekommen und nun stellt sich die Frage der Versteuerung:


    Daten der Anlage:
    Kosten ca. 13000€
    9kw/p
    KEIN Speicher
    Süd-Ost, West-Anlage
    Eigenverbrauch + Überschusseinspeisung


    Wie wäre das nun am sinnvollsten dem FinanzAmt zu melden?
    Was mir vorallem Unklar ist, ist die Sache mit dem Eigenverbrauch.


    Meine Steuerberatung möchte nun folgendes machen:
    1. die 19% MwSt der Anschaffung zurückholen
    2. über 20 Jahre linear abschreiben
    3. nach 5 (oder 6?) Jahren in die Kleinunternehmerregelung wechseln


    Was muss ich dann genau noch versteuern?
    Angenommen es werden 8000kw/h pro Jahr erzeugt von denen grob 30% selbst verbraucht werden.
    Also hätte ich Einnahmen durch Verkauf von 5600 * 12,5 Cent = 700€
    Was passiert mit den restlichen 2400kw/h ?


    Ich habe vom Installateuer lediglich einen Zähler installiert bekommen, welcher meinen Netzbezug sowie die Lieferung ans Netz zählt. Siehe Anhang. Also alles was ich selber verbrauche, wird nicht gezählt. Bräuchte ich dann da noch einen Eigenverbrauchszähler oder wird der Verbrauch geschätzt/pauschalisiert?


    Messkonzepte Westnet:
    https://www.google.com/url?sa=…Vaw27rsY8JKnsQLrM-MxACBlH


    Viele Grüße
    Tobias

  • Dein Wechselrichter zählt doch die Gesamterzeugung, dann kannst du dir deinen Eigenverbauch doch einfach ausrechnen, falls du keinen Datenlogger/SolarLog/HomeManager hast.


    Erzeugung - Einspeisung = Eigenverbrauch

    6,9 kWp Heckert NeMo 2.0 60M, SMA STP7000, SHM 2.0

  • wenn du es ganz genau machen willst, brauchst noch einen Erzeugungszähler, am besten einen mit Tageszählwerk, den kannst du am Jahresende auf Null zurückstellen und erspart dir das Rechnen.
    Du kannst aber auch mit 900-1000Kwh/ kwp pauschale Erzeugung rechnen, falls deine Anlage das schafft.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Ja, wie ich mir das ausrechnen kann weiß ich wohl ;-)


    Ist halt die Frage ob das reicht oder ob ein genormter, geeichter, verplombter Zähler erforderlich ist.

  • Mein Finanzamt akzeptiert für den Eigenverbrauch die Angaben aus dem SE-Portal meiner PV-Anlage.

  • Zitat von SirTobi86

    Ist halt die Frage ob das reicht oder ob ein genormter, geeichter, verplombter Zähler erforderlich ist.


    Nein, ist bis 10 kWp nicht erforderlich (oder siehst du in dem Messkonzept 2 von Westnetz einen Erzeugungszähler Z2?).


    Aber:
    - 1.445 €/kWp ist ein stolzer Preis für eine 9 kWp-Anlage
    - Bei mittlerweile 86 Beiträgen im Forum und vermutlich hunderte von Stunden Lesezeit solltest du dich eigentlich mit den Einheiten auskennen :wink:

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Zitat von SirToby86

    Ist halt die Frage ob das reicht oder ob ein genormter, geeichter, verplombter Zähler erforderlich ist.


    für den Eigenverbrauch ist kein geeichter, verplomter Zähler erforderlich. Den brauchst du erst, wenn du EEG Umlage pflichtig wirst. ( >10Kwp, bzw. nach 20 Jahren )
    Dem Finanzamt genügen plausible Zahlen. :wink:

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat

    1.445 €/kWp ist ein stolzer Preis für eine 9 kWp-Anlage

    - 1440€ Brutto!


    Und es ist nicht eine Fläche, sondern eigentlich fast 3 welche mit Modulen ausgerüstet wurden. Also nicht so einfach von der Installation der Halteschienen.
    Dann alle Module komplett Schwarz,... Wäre vlt schon günstiger gegangen. Aber es zählt manchmal nicht nur der Preis sondern auch das "Gefühl" beim Installateur ;-)


    Dann vielen Dank an alle - ich weiß wie ich das dann handzuhaben habe.


    Viele Grüße
    Tobias