Kaneka T-EC120 Module mit EEG Förderung übernehmen?

  • Hallo zusammen,


    Mein ARbeitgeber hat ein Teil seiner PV Anlage abbauen müssen, wegen eines Neubaues.
    Jetzt habe ich die PV Anlage Teilweise erworben. Vorhanden waren über 100 Module ich habe 50 erworben.
    Montieren kann ich um die 44 auf einem SO Dach 23Grad Dachneigung. Den Rest der Module wird der AG verschrotten.
    Jetzt wäre meine Frage ob ich die EEG Förderung, glaube sind um die 43ct/kWh erhalte wenn ich die Gebrauchte Anlage von
    2009 bei mir montiere. Ich glaube mein AG sagte es laufe noch 7-8Jahre der Vertrag.


    Wie ist da der Ablauf wenn ich dies übernehmen möchte? Geht das Einspeisen ohne Eingwnverbrauch?


    Grüße


    trutankdogg

  • Willkommen im Forum,


    die Vergütung hängt fest an den Modulen. Die anderen Module zu verschrotten, ist ja schon fast frevelhaft...


    Du solltest dir auf jeden Fall alle Unterlagen geben lassen, die das Inbetriebnahmedatum 2009 deiner Module belegen. Denn davon hängt die Vergütung ab.


    Einen Vertrag (mit dem Netzbetreiber) braucht es nicht. Das EEG regelt alles. Natürlich musst du die Anlage trotzdem beim Netzbetreiber anmelden (vorher Netzverträglichkeitsprüfung) und bei der BNetzA mal nachschauen, wie du das dort melden musst.

  • Vielen Dank für die Antwort. Muss der Arbeitgeber in irgendeiner weise dass freigeben,
    Oder mir den Vertrag übertragen? Es ist so, verschrottet wird nur, da nei. AG keine Möglichkeit mehr hat die Module zu montieren
    Per Zufall bin ich da dran gekommen. WR waren Kaco 4501xi im Einsatz diese könnte ich auch verwenden, falls möglich?
    Wenn das mit der Vergüntung klappt, kann ich dann nur Einspeisen, ohne Eigenverbrauch?

  • Wie gesagt, Vertrag brauchst du nicht übernehmen, weil man keinen Vertrag braucht.


    Die WR kannst du prinzipiell weiter verwenden, wenn es mit den Strings passt.


    Bei 43ct/kWh macht Eigenverbrauch keinen Sinn. Da lohnt nur Volleinspeisung.

  • Auch wenn die Module die damalige hohe Vergütung haben, würd ich davon abraten diese zu installieren:


    -einige der Kanekas sind degradiert, d.h. haben bereits deutlich an Leistung verloren -> hast du dazu Informationen?


    -überproportionaler Montageaufwand durch geringen Modul-Wirkungsgrad


    -aSi-Dünnschicht benötigt teure Trafo-WR mit negativer Erdung (war wohl bislang der Fall mit den Kaco 4501xi), sonst zügige Degradation


    -die Kaco 4501xi darfst du nichtmehr verwenden, es gehen bei Neu-Anschluss (also jetzt an deinem Hausanschluss) nur WR die der AR4105 entsprechen -> da bleibt wohl nur Fronius Galvo


    -und das wichtigste Argument: Ein SO-Dach bietet sich für eine rentable Neuanlage mit kristallinen Modulen und ca. dreimal so hoher Leistung an! Also erstens mehr Ertrag, zweitens mehr günstigen Eigenverbrauch, drittens noch lange Vergütungslaufzeit -> hat alles nur Vorteile für dich.

  • Ich verstehe hier alles, außer drittens. Noch lange Vergütungslaufzeit?
    Ich bekomme die Anlage zu einem Aufandspreis der gegen 0€ läuft. Ich weiß das DS Module vom Erteag her
    Miserabel sind aber umsonst? Montage wird selbst durchgeführt, Montagematerial wurde günstig
    Erworben.

  • Bei den Kanekas kriegst du nur noch ca. 10 Jahre Einspeisevergütung, dann nichtsmehr. Bei einer Neuanlage dagegen eine Rendite durch 20 Jahre Vergütung -> rechne dir das mal ehrlich durch, mit WR-Kosten!
    Die geschenkten Kaneka-Module sind meist "teurer", als eine gekaufte kristalline Anlage, einfach weil bei letzterer deutlich mehr Geld reinkommt. Mit Kaneka verzichtest du auf Gewinne, nur um die Kankeka-Module nicht zu "verlieren"...

  • Wenn bei der Kaneka-Anlage insgesamt ein Reingewinn von 100€ rauskäme (nur mal Beispielwerte), und bei einer kristallinen Neuanlage ein Reingewinn von 5000€ rauskäme, dann lohnt sich freilich auch die Kaneka-Anlage. Trotzdem würd ich sie nicht bauen.