Hilfe!!! Umfrage: Energetische Sanierung

  • Hallo zusammen,
    ich schreibe derzeit an meiner Masterarbeit zum Thema "Energetische Sanierung" und brauche dringend Leute, die an meiner Umfrage dazu teilnehmen!


    Leider kann nicht jeder daran teilnehmen - Voraussetzung für die Teilnahme an meiner Umfrage ist, dass man ein Haus/Wohngebäude besitzt und auch bewohnt und entweder bereits energetische Sanierungsmaßnahmen daran vorgenommen hat, oder es sich für die Zukunft vorstellen könnte.


    Falls ihr also selber in Frage kommt oder Leute kennt, auf die das zutrifft, wäre ich euch wirklich sehr dankbar, wenn ihr euch kurz die Zeit nehmen würdet, um an der Umfrage teilzunehmen oder den Link zur Umfrage an eure Eltern/Freunde/Bekannte/Verwandte/Arbeitskollegen weiterleiten könntet! Jede Teilnahme zählt!


    Tausend Dank im Voraus! :)



    https://www.nutzerakzeptanz.de/umfragen/cj23/login.html

  • Hallo,


    habe ebenfalls mitgemacht.


    Was ist denn das genaue Ziel der Arbeit?


    Gruß und viel Erfolg
    Kristian

    08/18 - 14,4kWp, SMA STP-12000 & SHM 2.0 an 48x BenQ bei 9° DN und +115° W, PVGis-Prognose - 794kWh/kWp


  • Super, tausend Dank auch an dich!! :-)


    Das Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, nach welchen Kriterien oder Eigenschaften Sanierer oder potentielle Sanierer Handwerker/Architekten/Energieberater etc. auswählen und welchen Einfluss diese auf die Entscheidung zur energetischen Sanierung eigentlich haben. Es ist bewiesen, dass diese einen erheblichen Einfluss auf die Entscheidung haben und da die energetische Sanierungsrate in Deutschland, von privaten Wohngebäudebesitzern, sehr niedrig ist, gilt es nun herauszufinden, wie man Experten für zukünftige Beratungsgespräche bestmöglich ausbilden und vorbereiten kann, damit mehr saniert wird. Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich :D

  • Ich habe die Umfrage auch gemacht.
    Doch halte ich den Begriff "Energetische Sanierung" hierfür viel zu allgemein.


    Wir haben, als wir 1991 den Anbau an den Altbau von 1959 gemacht haben (sowas sieht die Umfrage leider nicht vor), neue Fenster eingebaut. Alte Einscheiben-Dinger raus, Doppelverglasung rein. Im Anbau waren natürlich gleich Doppelverglasungen drin. Fenster, die halt damals uptodate waren.


    Letztes Jahr haben wir die Fassade neu machen lassen und haben dabei auch über eine Dämmung nachgedacht.
    Die Budget-Angebote lagen alle bei um die 60000 Euro. Haus ist halt verwinkelt, jede Menge Fenster, viele Ecken und Kanten usw. usf.
    Nicht enthalten war darin:
    - 22 neue Fensterbretter in Längen von 100-280cm und deren Montage
    - Anpassung des Dachüberstandes an 3 Giebeln.
    - hätte ich eine Förderung haben wollen, hätten auch gleich neue Fenster und eine neue Heizung rein müssen


    So alles in allem wären dann mit den sicherlich aufgetretetenen unerwarteten notwendigen Arbeiten 100000 Euro fällig gewesen (ohne neue Fensteer und ohne neue Heizung).
    Dazu noch die Folgekosten, um die Einfahrt wieder so hinzubekommen, daß ich mit dem Auto auch zur und in die Garage komme. Bei 15cm Dämmung wäre das zu eng geworden, habe aktuell an der engsten Stelle rechts und links zusammengerechnet keine 20cm Platz.


    Nachdem wir im langjährigen Mittel für 357m² beheizte Wohnfläche jährlich rund 3000l Heizöl für Warmwasser und Heizung benötigen, der Energieberater (kein Heizungsbauer, völlig unabhängig) uns eine jährliche Ersparnis von ca. 1000-1500l Öl in Aussicht gestellt hat, kann man sich ausrechnen, wie lange das gedauert hätte, bis sich die energetische Sanierung bezahlt gemacht hätte. (Und da jammert macnh einer hier über mögliche 30 Jahre Amortisation eines Solarakkus im Keller. Naja.)


    Nichts destotrotz, die Ölheizung fliegt über kurz oder lang raus. Gasbrennwerttherme, erweiterungsfähig auf BHKW-Betrieb und tauchsiederfähig, soll es dann werden. Dann wäre die Ersparnis noch geringer als bei der Ölheizung, als anstatt "nur" 100 Jahre Amortisation, vielleicht 150 Jahre oder noch mehr.


    Ich stehe energetischen Sanierungen daher etwas skeptisch gegenüber.
    Wenn die Hütte so alt ist, daß sich eine Komplettentkernung lohnt und man während der Zeit im Hotel wohnen kann, ja, ok.
    Ansonsten muß sich eine energetische Sanierung, wie es auch bei EE-Erzeugungsanlagen der Fall ist, nach 20 Jahren bezahlt gemacht haben.
    Und derjenige, der energetisch saniert, sollte noch mindestens 20 Jahre bis zum Renteneintritt haben ... später ist es uninteressant - oder es sollen die Kinder machen, wenn sie das Haus behalten wollen.

  • Ich frage mich...wieso sollten Architekten und Ingenieure in diese Richtung beraten. Ich bin selbst Wirtschaftsingenieur Bau mit Master und ich frage mich ganz ehrlich: Wieso? Wieso sollte jemand so viel Geld in die Hand nehmen. Wenn er mit Holz heizt lohnt sich das nie. Dann die üblichen Wärmedämmungsproblematiken. Graue/grüne Wände, Specht etc.
    Nehmen wir an, jemand saniert das ohne Gerüstkosten für 70€/m2 netto. Altbau mit 10x10x6m macht Sanierungskosten von ca. 20000€ brutto. Wie gesagt ohne Gerüst.
    Was ist in dem Haus in dem ich wohne das Problem: Garagendecke niedrig, Dämmung nicht ohne weiteres möglich(oder sehr flache). Seitliche Treppe zu den Garagen rel. schmal. 20cm für die Dämmung wären hier gar nicht möglich ohne tägliche Behinderung. Vakkumdämmung viel zu teuer.
    Das Beispiel ist jetzt ohne Fenster. Ich will nur sagen. Wer sich schonmal mit einem (evtl. denkmalgeschützen) Bau herumschlagen musste, wird das nicht alle so easy sehen. Es gibt einfach bauliche Gegebenheiten, die das alles sehr teuer machen können. Und wenn es sich erst in 30 Jahren lohnt, wie erklärst du einem 40 oder 50 Jährigen, er möge sich das jetzt bitte noch antun. Obwohl er von der Ersparnis nichts mehr hat?

  • So richtig interessant (ich spreche nicht von sinvoll) ist energetische Modernisierung auf jeden Fall im Vermietbereich. Da kann ich die Kosten direkt umlegen, 11% :shock: auf die Jahresmiete, evtl sogar noch mehr wenn ich Altmieter los bin und Neuvermieten kann. Nach ca. 10 Jahren also pari und ab da Gewinn. Höhere Miete und besserer Zustand erhöhen dazu noch den Wiederkausfwert. Also win-win, allerdings einseitig nur auf der Vermieterseite.