Modul trüb - Hanwha Q-Cells Q.PEAK-G4.1 300-310

  • Hallo liebe Foren-Gemeinde,


    vor Anschaffung meiner PV-Anlage habe ich mich hier schon ein bisschen eingelesen, nun habe ich jedoch eine spezielle Frage.
    Meine 5,4 KWp mit 18 x Hanwha Q-Cells Q.PEAK-G4.1 300-310 Modulen läuft nun seit ca. 50 Tagen prima - schon über 1000 kW produziert.


    Seit beginn ist mir an feuchten bzw. Regentagen aufgefallen dass ein Modul gegenüber die anderen trüb/milchig ist.
    Auffällig ist, dass dort die Regentropfen nicht abperlen, sondern das Modul eher vollflächig nass ist. (5° Neigung)


    Taunässe kann ich ausschließen, das sieht anders aus.
    Bei Sonnenschein und Schönwetter kann man auch keinen Unterschied erkennen.


    Mein Verkäufer informiert sich bereits beim Hersteller - das dauert mir nun aber schon etwas zu lange, deshalb bitte ich hier um Rat was das sein könnte.
    Modul sofort austauschen, abwarten? oder kommt das öfter vor?


    Vielen Dank im Voraus.

  • Mal was Grundsätzliches:
    Ob der Verkäufer beim Hersteller was erreicht, kann Dir hintenrum vorbeigehen. Dein Ansprechpartner für Mängelhaftung (jedenfalls innerhalb der ersten 6 Monate) ist dein Verkäufer als ausliefernder Händler.
    Nicht abwarten, nicht vertrösten lassen, Mängelmahnung, Nacherfüllung fordern, Frist setzen, bei Verstreichen hast Du Anrecht auf Rücktritt vom Kaufvertrag oder kannst jemand anderen mit der Nachbesserung beauftragen.
    Wo Dein Verkäufer sein Geld wiederbekommt, ist sein Bier und geht Dich nix an. Das ist keine Garantieangelegenheit sondern ein Sachmangel. Europäisches Verbraucherrecht.
    Selbst wenn der Mangel nur optisch wäre, kannste vom Verkäufer Ersatz verlangen.
    Und glaub mit: Jeder, der sich beruflich mit Verkauf beschäftigt, weiß, daß die Rechtslage genau so aussieht, aber man versucht es halt, Kunden sind ja doof.

    Gruß Thomas


    ST Vaillant Vacuum 2,5m² seit 2003
    19,8kWp, SO / NW 330 Kaneka K60, 3 x SMA MC 6000 seit 08 / 2010
    15,8Kwp S/O/W, 52 X Heckert NeMo 2.0 305, 2X Kostal Plenticoreplus 5,5 ab 11 / 2018

  • Zitat von zooom

    Mal was Grundsätzliches:
    Ob der Verkäufer beim Hersteller was erreicht, kann Dir hintenrum vorbeigehen. Dein Ansprechpartner für Mängelhaftung (jedenfalls innerhalb der ersten 6 Monate) ist dein Verkäufer als ausliefernder Händler.
    Nicht abwarten, nicht vertrösten lassen, Mängelmahnung, Nacherfüllung fordern, Frist setzen, bei Verstreichen hast Du Anrecht auf Rücktritt vom Kaufvertrag oder kannst jemand anderen mit der Nachbesserung beauftragen.
    Wo Dein Verkäufer sein Geld wiederbekommt, ist sein Bier und geht Dich nix an. Das ist keine Garantieangelegenheit sondern ein Sachmangel. Europäisches Verbraucherrecht.
    Selbst wenn der Mangel nur optisch wäre, kannste vom Verkäufer Ersatz verlangen.
    Und glaub mit: Jeder, der sich beruflich mit Verkauf beschäftigt, weiß, daß die Rechtslage genau so aussieht, aber man versucht es halt, Kunden sind ja doof.



    Bei der Beschreibung des Kunden wird es wohl kein Sachmangel sein !
    Man sollte auch mit seinem Installateur nicht so umgehen wie du schreibst !!!!!
    Ich denke das ist nach nem halben Jahr gegessen und es sieht aus wie die anderen.
    Allerdings habe ich das bei Q cells schon öfter gehört das optische Abweichungen da sind.
    Für 1Fam.Häuser und Kleinanlagen nicht unsere 1.Wahl.
    Für Grossanlagen völlig OK.
    Gruß Jochen

    2010: 134 kwp CSI,SMA
    2011: 5,00 kwp CSI,SMA
    2012: 54,5 kwp Eging,SMA
    2012: 30,0 kwp CSI,SMA
    2014: 60,0 kwp Schott,Fronius
    2014: 7,65 kwp Eging,SMA
    2016: 88kwp Qcells,SMA
    2017: 12 kwp SW,SMA
    2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2
    2018: 750 kwp

  • Sieht so aus, als wäre hier die (Antireflex?-)Beschichtung des Glases "irgendwie anders" (vielleicht eine Beschichtung im Herstellungsprozess vergessen?). Sowas hat man als Flecken öfter, wenn z.B. das Glas mit Fettfingern angefasst wurde, oder dort wo die Sauger im Herstellprozess angesetzt haben...


    Die Beschichtungen sind oft nicht ganz gleichmäßig (siehst du ja auch an den anderen Modulen, bei denen die Hälfte der oberen Zell-Reihe bei Nässe teils ebenfalls "grauer" aussieht).


    Ein Mangel wärs, wenn die Leistung dadurch beeinträchtigt wäre, aber das ist ja anscheinend nicht der Fall. Ein anderes optisches Verhalten durch schlechter abperlendes Wasser würd ich nicht als Mangel sehen (denn das optische Verhalten bei Nässe wird wohl kaum im Kaufvertrag definiert sein?). Falls Q-cells das Modul austauscht, wärs reine Kulanz.
    Freu dich, dass es bei Sonne gut aussieht (das ist auch nicht selbstverständlich, da gibts öfter mal Unterschiede in den Farbtönen).


    Ich würd mir da keinen Kopf machen, solang die Module Leistung bringen.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Ihr dürft da 2 Sachen nicht durcheinanderbringen:
    Ob das Modul technisch i.O ist, spielt bei einem optischen Mangel keine Rolle, der TE hat nicht mit Falschgeld bezahlt, ich würde ein Modulfeld so auch nicht akzeptieren. Und die Klärung dieser Frage ist auch Sache des Solarteurs. (Man nennt das: Er ist in der Beweispflicht). Ob das nach einem Jahr sich vielleicht ausgewachsen hat, darauf kann sich der TE nicht verlassen, dann wäre aber der Solateur u.U.aus der Nummer raus und der TE müßte sich darauf verlassen, daß der Modullieferant seinen Garantieverpflichtungen nachkommt. Wir wissen, daß da öfter Probleme auftreten.
    Das, was ich beschrieben habe, ist nicht respektloser Umgang mit dem Solateur, sondern umgekehrt, der Solateur ist in der Pflicht zur Nachbesserung.
    Klingt zwar vielleicht unfreundlich, ist aber europäisches Verbraucherrecht, und das ist auch gut so. Warumsollte ein Kunde eines Solateurs andere Rechte haben und geltend machen als ein Autokäufer? Als Kunde muß ich einfach wissen, daß ich mich bei Sachmängeln nicht vertrösten lassen muß und daß der Lieferant nachbessern muß, ohne Wenn und Aber.
    Wer es nicht glaubt, fragt seinen Anwalt, das gilt für Kunde oder Solarteur.

    Gruß Thomas


    ST Vaillant Vacuum 2,5m² seit 2003
    19,8kWp, SO / NW 330 Kaneka K60, 3 x SMA MC 6000 seit 08 / 2010
    15,8Kwp S/O/W, 52 X Heckert NeMo 2.0 305, 2X Kostal Plenticoreplus 5,5 ab 11 / 2018

    Einmal editiert, zuletzt von zooom ()

  • Zoom
    Das mag sein das der Solateur dafür gerade steht....das Modul wird auch kostenfrei ersetzt werden können aber wenn du so vorgehst mit deinen Richtlinien bekommst du ne dicke Rechnung über den Austausch im Stundenlohn.
    Der Solateur hat einwandfreie Arbeit geleistet ...wenn es ein Herrstellerfehler ist wird nur das Produkt getauscht, nicht der Arbeitseinsatz.

    2010: 134 kwp CSI,SMA
    2011: 5,00 kwp CSI,SMA
    2012: 54,5 kwp Eging,SMA
    2012: 30,0 kwp CSI,SMA
    2014: 60,0 kwp Schott,Fronius
    2014: 7,65 kwp Eging,SMA
    2016: 88kwp Qcells,SMA
    2017: 12 kwp SW,SMA
    2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2
    2018: 750 kwp

  • Sorry, aber Du bist im Irrtum, vielleicht kann ein hier angemeldeter Anwalt mal kurz skizzieren, wie das mit der Mängelhaftung ist. Der Solarteur hat dem Kunden geliefert und berechnet, der ist vorne in der Haftungsreihe. Wenn er schlechtes Material bekommen hat, ist nicht Kunde verantwortlich. Genau deshalb gibts das Verbraucherrecht ja. Nicht er stellt dem Kunden ne Rechnung, der Kunde hat sogar Anspruch auf Ersatzfür die entgangene Einspeisevergütung.
    Erst informieren, dann argumentieren. Genau mit dem fehlenden Wissensstand werden Kunden immer noch abgebürstet und hingehalten: "Der Hersteller erkennt das nicht als Garantiefall an..." Bullshit!

    Gruß Thomas


    ST Vaillant Vacuum 2,5m² seit 2003
    19,8kWp, SO / NW 330 Kaneka K60, 3 x SMA MC 6000 seit 08 / 2010
    15,8Kwp S/O/W, 52 X Heckert NeMo 2.0 305, 2X Kostal Plenticoreplus 5,5 ab 11 / 2018

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  • Was soll er da nachbessern? Wie das Wasser abperlt? Das wird bei einem anderen Modul nicht besser sein.
    Das sieht meist so aus, das kommt auch bei Heckert und LG vor.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Zitat von zooom

    Sorry, aber Du bist im Irrtum, vielleicht kann ein hier angemeldeter Anwalt mal kurz skizzieren, wie das mit der Mängelhaftung ist. Der Solarteur hat dem Kunden geliefert und berechnet, der ist vorne in der Haftungsreihe. Wenn er schlechtes Material bekommen hat, ist nicht Kunde verantwortlich. Genau deshalb gibts das Verbraucherrecht ja. Nicht er stellt dem Kunden ne Rechnung, der Kunde hat sogar Anspruch auf Ersatzfür die entgangene Einspeisevergütung.
    Erst informieren, dann argumentieren. Genau mit dem fehlenden Wissensstand werden Kunden immer noch abgebürstet und hingehalten: "Der Hersteller erkennt das nicht als Garantiefall an..." Bullshit!


    Gib dich mal mit Namen zu erkennen....
    Nicht das ich dich noch als Kunden bekomme.....
    !!!!!!!!!!!@@@ :juggle:

    2010: 134 kwp CSI,SMA
    2011: 5,00 kwp CSI,SMA
    2012: 54,5 kwp Eging,SMA
    2012: 30,0 kwp CSI,SMA
    2014: 60,0 kwp Schott,Fronius
    2014: 7,65 kwp Eging,SMA
    2016: 88kwp Qcells,SMA
    2017: 12 kwp SW,SMA
    2018: 9.8 kwp LG,SMA/ Tesla Powerwall 2
    2018: 750 kwp

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  • Zitat von zooom

    Warum sollte ein Kunde eines Solateurs andere Rechte haben und geltend machen als ein Autokäufer?


    Ist es beim Autokauf ein Sachmangel, wenn der Regen abperlt oder nicht abperlt? Hat man dann das Recht auf neue Scheiben?

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-