PV Anlage melden oder nicht?

  • Hallo,


    Ich befasse mich in letzter Zeit mit der Sonne und wollte fragen. Wenn ich mir eine Pv Anlage anschaffe und dies mit ca. 1 Kwp, diese speißt in mein Gartenhaus Strom ein direkt auf die Steckdosen und Lichter sowie eine kleine Batterie würd gespießt.
    Müsste ich solche eine Anlage anmelden beim Netzbetreiber?


    Mit freundlichen Grüßen

  • Danke schon mal ;)


    Aber was ist dann wenn ich die Anlage vergrößere um ca 4-5Kwp und sie direkt parallel ins eigne Hausnetz einspeise auf einer Phase um mir die Stromkosten zu spare? Müsste ich sie anmelden und wie mache ich das? Kommen da noch irgend welche umschlag steuern oder sowas auf mich zu?


    Mit freundlichen Grüßen

  • Zitat von AimLess

    Danke schon mal ;)


    Aber was ist dann wenn ich die Anlage vergrößere um ca 4-5Kwp und sie direkt parallel ins eigne Hausnetz einspeise auf einer Phase um mir die Stromkosten zu spare? Müsste ich sie anmelden und wie mache ich das? Kommen da noch irgend welche umschlag steuern oder sowas auf mich zu?


    Mit freundlichen Grüßen


    Jetzt kommen wir der Sache näher, mach die Anlage so groß es geht, Klemme sie Netzparallel an und freue dich über jede verbrauchte kWh Strom, denn die ist preiswerter wie die aus dem Netz bezogene.
    So groß wie möglich schreibe ich weil die Anlage dann preiswerter und damit dein Strom preiswerter wird.
    Zudem bleiben die sonstigen Kosten und der Aufwand drumherum identisch, egal wie groß die Anlage wird.
    Du machst eine Steuererklärung, ob du da eine drei oder vierstellige Zahl einträgst macht weder für dich noch den Steuerberater einen Unterschied, du überwachst die Anlage, ob sie 1kwp oder 10 oder 100 KWp hat macht fast keinen Unterschied.
    Nur bei einer großen Anlage besteht die Chance wirklich noch ein paar € zu verdienen oder durch steuerliche Möglichkeiten nutzen zu ziehen die bei 1kwp nicht lohnen oder möglich sind.


    Hol dir Angebote ein, stell diese in den Bereich des Forums und lass diese bewerten ob die Angebote gut oder mies sind.
    Netzanmeldung usw macht der Anbieter der Anlage, Anmeldung bei der Bundesnetzagentur machst du, das dauert ein paar Minuten über die Homepage.


    Gruß

  • Nch der momentanen Gesetzes- und Vorschriftenlage ist es egal, ob du 300W oder 10kW baust, sobald du die Anlage an dein Hausnetz anklemmst, musst du sie anmelden mit allen daraus folgenden Aufwendungen. Meldest du nicht an, nennt man das landläufig "Guerilla-Anlage".
    Den Rest hat GAST eh gesagt.

  • Zitat von AimLess

    Aber was ist dann wenn ich die Anlage vergrößere um ca 4-5Kwp und sie direkt parallel ins eigne Hausnetz einspeise auf einer Phase um mir die Stromkosten zu spare? Müsste ich sie anmelden .......


    Abgesehen davon, dass es aus meiner Sicht keinen Sinn macht, erst eine Insel zu bauen und dann zusätzlich eine Einspeiseanlage, wurde die Antwort auf deine Frage schon von GAST im zweiten Beitrag gegeben.


    Zitat von AimLess

    ....... und wie mache ich das?


    Dein Solarteur oder - wenn du selbst montieren willst -.dein Elektriker melden die Anlage beim Netzbetreiber an. Streng genommen müsstest du einen Antrag auf Netzanschluss stellen, was sich die Meisten jedoch m.W. bei derart kleinen Anlagen knicken, da der Strom ohnehin lt. EEG am Hausanschluss abgenommen werden muss.
    Wichtig für dich wäre noch, die Anlage dann zur Inbetriebnahme bei der Bundesnetzagentu anzumelden. Das geht online über das entsprechende Formular im Netz.


    Zitat von AimLess

    Kommen da noch irgend welche umschlag steuern oder sowas auf mich zu?


    "umschlag steuern"? :mrgreen:
    Du meintest bestimmt "Umsatzsteuer"!? :wink: Den Verbrauern ist das eher als "Mehrwertsteuer" geläufig, ist aber das Gleiche.


    Einkommenssteuer:
    Du speist deinen Strom - zumindest anteilig - ins Stromnetz ein und bekommst dafür eine Vergütung nach EEG. Du verkaufst also Strom und wirst dadurch zum steuerlichen Unternehmer. Damit erzielst du Einnahmen aus Gewerbebetrieb und musst alles, was du erzeugst, versteuern (Einkommenssteuer).


    Umsatzsteuer:
    Bzgl. der Umsatzsteuer bist du regulär aufgrund deines wohl eher geringen Jahresumsatzes Kleinunternehmer, mit der Konsequenz, dass du nicht vorsteuerabzugsberechtigt bist, dir also die USt. aus den Anschaffungen nicht vom Finanzamt (FA) zurück holen kannst. Dafür wird dir dein VNB auch keine USt. berechnen und du musst diese auch nicht abführen. Es bleibt einzig eine jährliche USt.-Erklärung.
    Die meisten erklären jedoch dem FA gegenüber den Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung, damit sie die USt. aus der Anschaffung (Vorsteuer) vom FA zurückholen können. Der Netzbetreiber wird dann die EEG-Vergütung zzgl. USt. auszahlen und diese musst du dann wiederum ans FA abführen. Das Ganze ist dann mit dem nachteiligen Aufwand verbunden, dass du zusätzlich monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen im Errichtungsjahr und im Folgejahr abgeben musst.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Bento :


    Als Unternehmer (auch nur mit PV) ist man nicht regulär Kleinunternehmer, sondern bist erst mal standardmaßig umsatzsteuerpflichtig. Deshalb heißt das ja auch Regelversteuerung. Ist der Umsatz kleiner 17500€, hat man die Möglichkeit, zur KUR (Kleinunternehmerregelung) zu optieren.
    Also: Die KUR ist die Sonderegelung, nicht der Standard. :wink: Wird zwar immer wieder verdreht, ist aber nicht richtig.

  • nö, bis 17500€ Umsatz bist du erstmal Kleinunternehmer ohne Umsatzsteuer.
    siehe §19 ustG

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!