Endlich ersten richtigen Steuerbescheid mit PV bekommen

  • So, wie ich es hier schon anderweitig geschrieben habe, hatte ich die EÜR ekeltronisch mit Zertifkat (geht ja nicht mehr anders) und auch meine normale Einkommenssteuererklärung auf die gleich Art und Weise abgegeben. Keine Einreichung von Dokumenten mehr, nur vorhalten.
    Nach 3,5 Monaten habe ich mal nachgehakt, ja, sie wollen doch noch Dokumente sehen ... naja, hätte man ja mal Bescheid geben können. Es war der übliche Kram, den ich sonst auch immer noch abgegeben habe.


    Wie auch immer, endlich ist der Steuerbescheid (Einkommenssteuer und für den Gewerbebetrieb) angekommen. Und die PV bestand auch das ganze Jahr 2017 über.
    Da mein Gewerbebetrieb nur die PV-Anlage ist, ist das auch einfach zuzuordnen:
    -471.- Euro


    Mit den Einkünften, der Eigenentnahme, AWA etc. bin ich auf -92,57 Euro nach EÜR gekommen.
    Ist da jetzt noch ein Freibetrag dabei oder wie wird das gerechnet?


    Jedenfalls wurden die Gesamteinkünfte um diese 471 Euro verringert, also unsere Steuerlast entsprechend verringert.
    Da bin ich jetzt aber gar nicht traurig darüber.


    Jetzt bin ich schon gespannt, wie das 2018 wird.
    PV vergrößert, dadurch mehr Einkünfte, aber auch AWA höher. Eigenentnahme ist auch etwas höher. PV-Versicherungen hatte ich 2017 noch nicht, die kommen erst für 2018 als negative Einkünfte mit rein.

    SunPower: 30x E20-327, 27x X22-360, 57x Optimierer P500-5RM4MFM
    SE5000, SE5K, SE7K
    Tesla PW1 & PW2
    Opel Ampera, Mitsubishi i-MiEV
    Brennstoffzellen-BHKW + weitere PW2 in langfristiger Planung

  • Ist doch ein prima Ergebnis, freue dich einfach. :)
    Ich bin auch gespannt auf den Bescheid für 2018...

    IBN 18.07.2017
    Module 29 x Aleo Solar S59 HE 305
    WR SMA SB 3.6-1-AV-40
    WR SMA SB 4.0-1-AV-40
    Speicher RWE Storage flex 6 kWh

  • Da muss ich schon einmal einhaken:
    Du hast selbst ca. 90 Euro Verlust ausgerechnet und das Finanzamt macht 400 Verlust draus. Gleichzeitig interessiert dich der Grund dafür nicht, Hauptsache Erstattung? Und was ist, wenn sich der Effekt in den nächsten Jahren umdreht? Erst dann wird dir klar, dass das Finanzamt womöglich völlig verkehrt vorgeht, aber das Kind ist dann meist bereits in den Brunnen gefallen.


    Genau aus diesem Grund gibt es steuerliche Beratung.


    So eine Anlage betreibt man doch unter anderem, damit man damit Geld verdient. Dazu gehört, dass man nur das an Steuern zahlt, was gezahlt werden muss. Dann würde ich mindestens im ersten Jahr als völlig Unwissender steuerlichen Rat einholen.
    Die Anlage selbst baut man doch auch nicht selbst aufs Dach, nach dem Motto, "Schau 'mer Mal, wird schon Strom rauskommen". Da wird optimiert, jeder Mini-Schatten analysiert, die Module vier Mal jährlich gereinigt, usw. Und dann wirft man das sauer verdiente Geld dem Finanzamt in den Rachen, weil man zu geizig/stolz/naiv ist sich es am Anfang vom Profi erklären zu lassen.

  • Jetzt weiß ich es.
    Bei der Einreichung der Belege hat der Finanzbeamte einiges Werkzeug noch der PV zugeordnet anstatt bei den privaten Werbungskosten (wobei es unterm Strich egal wäre). Das kommt vom Betrag dann hin.


    Natürlich will ich mit der PV Geld verdienen, aber keine Gewinne damit machen, die ich versteuern müßte.
    Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.


    Eine steuerliche Beratung hatte ich durchaus, aber die Steuererklärung mache ich schon selbst.


    Den letzten Satz hättest du dir sparen können und wenn du meinen Eingangsbeitrag nochmal genau liest, dann fällt dir vielleicht auch die darin gestellte Frage auf.

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  • Zitat von PV tut Not

    Natürlich will ich mit der PV Geld verdienen, aber keine Gewinne damit machen, die ich versteuern müßte.
    Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied.


    Warum du jetzt keine Gewinne machen möchtest, die du natürlich versteuern müsstest, verstehe ich nicht.
    Ich mache lieber Gewinne als Verluste...


    Oder verstehe ich hier etwas Grundsätzliches nicht?


    lg
    citystromer

  • Möglicherweise.
    Gewinn im Sinne von positivem Betriebsergebnis muß versteuert werden.
    "Gewinn" dadurch, daß ich Strombezug spare, der zwar wiederum steuerlich als eine Art geldwerter Vorteil angerechnet wird, wird nicht als positives Betriebsergebnis in diesem Sinne versteuert.


    Auf Grund der in meinem Fall vergleichsweise hohen Differenz von Einspeisevergütung und dem zu bezahlendem Strompreis (eigentlich nicht zu zahlenden, weil man sich den spart bei Eigenverbrauch) und im Zusammenspiel mit den Abschreibungen erreiche ich beim richtigen Verhältnis eine schnellere Amortisation als bei reiner Einspeisung, weil eben ein Effekt daraus ist, daß der für das Finanzamt relevante Gewinn nahe 0 oder eben sogar negativ ist.


    Das klappt bei mir recht gut.
    War die PV günstiger, ist die Abschreibung niedriger, da klappt das wieder weniger gut, genauso, wenn die Differenz zwischen Einspeisevergütung und Strompreis niedriger ist. Ist die Einspeisevegütung sogar höher als der Strompreis (wie bei älteren Anlagen), dann speist man natürlich nur ein.
    Muß man sich halt immer für die eigene Situation austechnen.

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