Zwei 9,9kWp Anlagen, VNB fordert zweiten Zähler

  • Hallo an alle,


    wir haben 2 Photovoltaikanlagen, bzw. die zweite ist montiert, wir dürfen sie aber nicht einschalten:


    1. Anlage aus 03/2013 9,9kWp
    2. Anlage aus Sommer 2018, 9,9kWp


    beide Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung auf dem gleichen Grundstück.
    Es gibt einen Zweirichtungszähler für das Haus, über den auch die Überschusseinspeissung erfasst wird.


    Geplant war, dass der eingespeisste Überschuss von beiden Anlagen zusammengefasst wird und es eine Mischvergütung für den Eingespeissten Strom gibt, nach dem Prinzip:


    1. Anlage: ~13Cent,
    2. Anlage: ~12Cent
    = ~12,5Cent für den eingespeissten Überschuss.
    Alles läuft nach wie vor über den gleichen Zweirichtungszähler, beide 70% Regelung.


    Unser VNB weigert sich aber das zu akzeptieren. Er will, dass wir einen zweiten Zweirichtungszähler einbauen! Für was genau kann er nicht sagen. Auch nicht welchen Sinn dies haben soll.


    Ich weiss absolut nicht, wie wir da jetzt weiterkommen. Die Anlage ist seit Juni fertig installiert aber darf nicht einspeissen.


    Habt ihr Tipps? Wie seht ihr die Lage?


    Mit verzweifelten Grüßen
    Michael

  • An welche Stelle soll denn der Zweirichtungszähler?
    ggf. wäre das sogar vorteilhaft für Dich, denn Du könntest dann primär den Strom der neueren Anlage selbst verbrauchen (ok, in Euro nicht der Rede wert).
    Ein Zählerschema dazu gibt es im Netz in Bezug auf eine PV zusammen mit einem BHKW.


    Aber der VNB soll doch einfach mal das Zählerkonzept gesamthaft beschreiben....
    Sein Antrieb ist im Zweifelsfall wenigstens eine zweite Zählergebühr zu vereinnahmen. Ich würde diese Frage aber erst nach Beginn der Einspeisung klären und jetzt erstmal alles tun, damit eingespeist werden kann.

    2005: 8,91 kWp BP Module an Fronius Symo 8.2
    2018: 9,3 kWp Ost-West an Fronius Symo
    2019: 9,7 kWp Nord-Süd an Fronius Symo mit Victron ESS an 24kWh-BleiGel
    2019: 7 kWp Süd an Fronius Symo (geplant)

  • Zitat von bash_m

    wir haben 2 Photovoltaikanlagen, bzw. die zweite ist montiert, wir dürfen sie aber nicht einschalten:
    ...
    Ich weiss absolut nicht, wie wir da jetzt weiterkommen. Die Anlage ist seit Juni fertig installiert aber darf nicht einspeissen.


    Habt ihr Tipps? Wie seht ihr die Lage?


    aber natürlich darf die neue Anlage einspeisen.
    und ebenso natürlich darfst du sie auch einschalten.


    wie du da jetzt weiterkommst?
    den Netzbetreiber alles mitteilen was er wissen muß
    (ich gehe davon aus daß du bzw. dein Installationsbetrieb das ganze Anmeldezeugs schon erledigt hat)


    dann kommt jetzt der entscheidende Schritt:
    die neue Anlage einsichern, die Zählerstände festhalten und diese dem Netzbetreiber mitteilen.
    Und schon läuft sie und speist auch ein.
    Fertig.


    gegen Bedenken: was soll dir denn passieren? einen Zähler hast du, der dreht sich, alles gut.

  • Ein zweiter Zähler ist Quatsch.
    Habe auch nur einen Zähler für meine beiden Anlagen.


    Ich meine, es steht sogar im EEG, daß die Vergütung einfach anteilig ausgerechnet wird.
    Da beide Anlagen bei dir gleich groß sind:
    (Satz PV1 + Satz PV2) / 2


    Bei der Clearingstelle habe ich was auf die Schnelle gefunden:
    https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/beitrag/2411

    SunPower: 30x E20-327, 27x X22-360, 57x Optimierer P500-5RM4MFM
    SE5000, SE5K, SE7K
    Tesla PW1 & PW2
    Opel Ampera, Mitsubishi i-MiEV
    Brennstoffzellen-BHKW + weitere PW2 in langfristiger Planung

  • Zitat von doppeldecker1678

    An welche Stelle soll denn der Zweirichtungszähler?


    warum sollte das denn irgendjemanden interessieren ?


    Zitat von doppeldecker1678

    Aber der VNB soll doch einfach mal das Zählerkonzept gesamthaft beschreiben....


    interessiert auch niemanden.
    das Messkonzept bestimmt der Anlagenbetreiber.


    noch ein Tipp bzgl. der Forderung des Netzbetreibers:
    "Diskutiere nicht mit Idioten, denn sie ziehen dich auf ihr Niveau und schlagen dich dort mit Erfahrung!"

  • Zitat von PV tut Not


    Ich meine, es steht sogar im EEG, daß die Vergütung einfach anteilig ausgerechnet wird.
    Da beide Anlagen bei dir gleich groß sind:
    (Satz PV1 + Satz PV2) / 2


    auch wenn das Ergebnis das gleiche ist, ist der Ansatz falsch.
    es wird nicht der Vergütungssatz ausgerechnet, sondern der Gesamtertrag wird im Verhältnis der Anlagen-Nennleistungen aufgeteilt und dann mit dem jeweiligen Vergütungssatz multipliziert

  • Hinterfrage mal welches Messkonzept der Installateur angegeben hat


    Nicht dass da ein falsches Kreuz gesetzt wurde ( war bei meiner dritten Anlage so passiert...)


    nach ner handvoll Telefonate mit Installateur und VNB wurde das korrigiert

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Das wird der Klassiker sein, da liest jemand 2013, denkt an MIM und fordert getrennte Messung...
    Ich würde ja auch einfahc machen und gut, wenn die andere Seite shcon nicht Begründen kann warum. Sonst lautet die Antwort 1. bis 10kWp gab es kein MIM und 2. EEG-Umlage-Pflicht bezieht sich auf die einzelne Anlage, nicht auf die installierte Leistung am Anschluß, falls der Wind daher wehen sollte.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.