Netzausbau ohne Kapazitäten in angrenzenden Ländern

  • https://www.iwr.de/news.php?id=35142
    <<Stromkunden zahlen weiter zu viel für die Stromnetze
    Erlenbach - Die Netzentgelte für Strom in Deutschland sind nach Ansicht der DEG Deutsche Energie GmbH viel zu hoch. Die Politik soll den Kurs der Bundesnetzagentur (BNetzA) nach Absenkung der Renditen für Netzbetreiber stützen, lautet die Forderung.>>

  • Es gibt dazu nur eine Antwort:


    Aus den Zeiten, als die CDU noch von "Kommunisten" und anderen "Weltverbesserern" geführt wurde und nicht von einer Tante, die frei von irgendwelchen volkswirtschaftlichen Ansätzen/Überlegungen/ Fragen ist, die Beschlußlage umzusetzen:


    Deutsche Netzgesellschaft AG (100% im Besitz des Bundes und der Länder*)


    Heute würde man eine Europäische Netz SE aufstellen, die 100% den Staaten (Europäischer Investitionsbank) gehört und die mit frischen Mittel in Höhe von 100 Mrd. € (Die Jumbo Netz_Anleihe mit z.B. 100 Jahren Laufzeit) ausgestattet wird und den Auftrag hat, das Netz mit anderen Netzen zu verbinden.


    Wie man das macht? Kann man sich demnächst von einem kleinen Königreich abschauen (Singapur) .
    Aber die haben das mit den Netzen ja auch erfunden! *Ironie

  • Zitat


    Eigenkapitalverzinsung von 9,05 Prozent für die Investition in neue Netze (Strom, Gas) sowie jene von 7,14 Prozent auf bestehende Anlagen deutlich gesenkt werden.


    im übrigen gilt: wenn man von etwas nicht mal einen blassen Schimmer hat, einfach mal fragen und keine Scheiße labern.
    Die Verzinsung des EK ist ok! Was nicht okay ist, wie viel EK die Netzbetreiber meinen einsetzen zu müssen.


    wenn 5 von 10 mittleren Investoren (EE) mit sagenhaften 95% bis 102% Fremdkapital arbeiten, sollte das ein Netzbetreiber auch können. Daher ist mehr als 10% EK in der Bilanz nur Geldmacherei.


    Alternativ, könnten auch Anleihen erzwungen werden. Deren "hohen" Kosten dürfen umgelegt werden. Es würde mich sehr erstaunen, wenn diese deutlich mehr als 2,000% Rendite einfahren, da sie mit AAA ausgestattet sind und Allianz & Co. gar nicht genug von dem "Plunder" bekommen können.

    • Offizieller Beitrag

    Nun, da braucht es wohl eine Deutsche Netz AG, in Bundeseigentum, die den Ausbau und den Betrieb des Netzes ausschreibt, um die Kosten für den Ausbau und Erhalt des Netzes den Marktkräften zu unterwerfen.
    Aber wie man natürliche Monopole für die Marktkräfte öffnet ist bei den Pseudomarktwirtschaftlern in CDU FDP und SPD noch nicht wirklich angekommen, wenn man sich die Regulierungsversuche im Bereich der natürlichen Monopole so ansieht.
    Ansonsten: volle Zustimmung für PV Berlin. Die Anleihe würde ich ggf. noch aufstocken, oder ein paar mal durchführen. Da ist so viel Geld zu holen für die Volkswirtschaft, so viel kann man gar nicht bauen...

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Dazu kann ich nichts anfügen.


    Desertec hat noch nicht das Vertrauen der europäischen Investoren:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
    Die Dii GmbH veröffentlichte im Juni 2012 eine weitere Studie unter dem Titel „Desert Power 2050“, in der vom Fraunhofer ISI weitere Szenarien untersucht wurden. Nach den Ergebnissen der Studie kann die MENA-Region ihren Strombedarf durch erneuerbare Energien decken und zusätzlich eine Exportindustrie mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro aufbauen. Europa könnte durch den Import von Wüstenstrom jährlich etwa 30 Milliarden Euro sparen.


    Am 14. Oktober 2014 wurde die Verkleinerung der DII-Initiative bekannt gemacht. Die 17 Gesellschafter beschlossen, die Planungsgesellschaft aufzulösen und die Zentrale von München nach Dubai zu verlegen, um durch die räumliche Nähe eine optimale Förderung der initiierten Projekte zu gewährleisten. Ein kleiner Teil der Gesellschaft wird in eine Beratungsfirma umgewandelt, die von drei Gesellschaftern unterstützt wird.


    Die politische Situation in der Region ist sehr fragil. Der arabische Frühling machte bewusst, wie angreifbar solche großflächigen Anlagen sind, wie auch Desertec eine wäre.


    Am 22. Mai 2015 begann die Desertec Foundation gemeinsam mit ihrem neuen Kuratoriumsvorsitzenden Roland B. die nächste Phase der Realisierung der globalen Vision. Nachdem die Dii GmbH die Machbarkeit der Vision aus Industrieperspektive in mehreren Reports bestätigte, sieht die Stiftung die Vision nun in der Implementierungsphase. B. schloss hierfür am 22. Mai 2015 einen Generationenvertrag mit Jugendlichen aus aller Welt mit der Zielsetzung einerseits Wüstenstrom für den lokalen Verbrauch zu produzieren, andererseits dafür Bewusstsein zu schaffen, dass Wüstenstrom auch Industrienationen helfen kann, deren nationale Energiewende zu beschleunigen.

  • Ich muss mir diese Grütze nicht antun!


    Der ganze Ansatz ist volkswirtschaftlicher Dünnschiss!


    Nordafrika kann überhaupt nur Strom exportieren , bzw. handeln, wenn Europa die Finanzierung komplett stemmt! Deshalb kann es nur einen Ansatz geben, der auf den handel hinausläuft. Es mag schon sein, das Nordafrika in TWh gerechnet, einen positiven Saldo einfährt! Das bedeutet aber eben nicht, das man das auch bei den Zahlungsströmen sehen wird.


    Wieso?


    Ganz simpel! in großen Teilen Europas, kann ich z.B. real PV Strom für eine reale Verzinsung von < 0,00% produzieren!
    Was nun mal weltweit fast einmalig ist in dieser Breite!


    Woran liegt das?
    an der relativ hohen Sparquote, an vielen Menschen mit guten Einkommen, im EFH u.ä.
    an den wenigen Kindern pro Familie#
    an der Tatsache, das man in D. als junger Mensch ein Spitzeneinkommen (> 75 K p.A. )erzielen kann, ohne dass die Eltern 50.000 bis 80.000 $ je Semester auf den Tisch legen mussten (Leistungsprinzip, welches den "Konservativen" in den USA und UK fremd ist und sie deshalb echte 'Leistung' importieren müssen)
    Und noch einigem mehr


    In Nordafrika muss ich eine Gesamtkapitalrendite von weit > 10% einfahren ( in US $) , damit ich überhaupt Investoren finden.


    750 kWh je kWp in Finnland, sind deshalb halb so teuer, wie 1.750 kWh in Marokko (je kWh) .


    In Kenia baut niemand < 1.000 $ je kWp und das obwohl man nur 10 $ für zwei Hände am Tag zahlen muss (schon gut bezahlt) . Aber warum sich mit verfügbaren Wissen belasten, wenn es Steuergeld (Subventionen) richtet?

  • Dazu kann ich nichts anfügen.


    Eine zusätzliche Schwierigkeit für den beschleunigten Netzausbau ausreichend Akzeptanz in der Bevölkerung herzustellen, liegt auch in der Mittelverwendung durch die Eigentümer vor der Entflechtung der Stromnetze begründet.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Anreizregulierung#Hintergrund
    Die gesetzliche Regulierungsgestaltung für den Netzausbau baut darauf auf.
    Druck dafür kam aus der europäischen Legislative.
    Die journalistische Aufklärung dazu könnte detaillierter sein.

    • Offizieller Beitrag

    Er geht ja auch hoch.
    Was die NEtze angeht - die Netzbetreiber verdienen halt auch gut an Engpässen denke ich. Da kann man jeden Protest gegen Leitungsausbau vor Gericht in aller Gemütlichkeit bis zur letzten Instanz auskosten.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)