PV Anlage für Eigenverbrauch

  • Hallo,


    auf meinem Neubau möchte ich nun auch eine PV Anlage setzen um den Eigenverbrauch vornehmlich selbst erzeugen zu können. Eine Einspeisevergütung möchte ich nicht bzw. sind die notwendigen Dachflächen gar nicht vorhanden, um eine entsprechende Anlage zu Betreiben. Daher ist mein Ziel, möglicht "kostengünstig" den Eigenbedarf zu produzieren - mit folgenden Eckdaten:


    Rahmenbedingungen:
    Dachform: Flachdach, Nutzfläche ca. 44 qm (überdachter Teil des Staffelgeschosses)
    Ausrichtung: alles ist möglich
    Beschattung: keine - das Dach ist so ziemlich am Höchsten in der Nachbarschaft
    Solarkabel sind bereits vom Dach bis in den Technikraum gelegt
    Zähler: Ferraris - Neuer Zähler wird beim EV beantragt


    Eigenverbrauch:
    Eine genaue Grundlastmessung habe ich leider noch nicht, es gibt aber schon genug Geräte mit einem kontinuierlichem Strombedarf:


    - Lüftungsanlage
    - Erdwärmepumpe
    - KNX Geräte
    - Homeserver
    - Serveranlage/Switch
    - Kühl-/Gefrierschrank


    Künftig ist noch ein Pool und ein bis zwei Klimageräte geplant. Überschüssige Energie könnte somit genutzt werden. Notfalls wird alles in die Poolheizung "verbraten" :D


    Vorhaben:
    Um mein Ziel "möglichst kostengünstig" den Eigenverbrauch zu decken habe ich folgende Installation vor


    Solarpanele: 6 x 270 wp Trina TSM PD05 für 115 € pro Modul
    Wechselrichter: Growatt 1500s für 355 € aus den Niederlanden
    Aufständerung: 6 x Valkbox 3 für 33 € pro Stück (10 Grad Neigung)
    Ausrichtung: Süd/Süd-West


    Somit hätte ich für knapp 1400 € eine Anlage für den Eigenbedarf zusammengestellt. Seht ihr an der Stelle noch Optimierungsbedarf oder gar ganz andere Ansätze?


    Bei den PV Panelen habe ich schon mal bei Ebay Kleinanzeigen nach Alternativen oder gebrauchten Modulen in der Gegend geschaut, aber nichts brauchbares gefunden. Einzig Sunpower Module mit 225 wp werden in der Nachbarschaft angeboten für 90 Euro das Stück, was eine Alternative sein könnte (den Link habe ich jetzt mal bewusst nicht eingefügt). Weiterhin wäre es auch möglich, den Growatt 2000s Wechselrichter zu nehmen, um ggf. Module erweitern zu können, das sind aber gleich fast 100 Euro mehr. Wäre das eine sinnvolle Investition?
    Danke für eure Anregungen.


    Grüße

  • Hallo,


    Sind die Trina neu oder gebraucht?


    Rest passt, wenn die neu sind nehme die.


    Mit dem größeren WR Must du selber wissen,
    die Module sollten bei der evtl.
    Erweiterung den gleichen Mpp Strom haben,
    Am besten mit den gleichen Modulen erweitern.


    Gruß Verona

    7,995 kWp - 37 IBC 215TS - Solarmax + Mastervolt
    2,160 kWp - 12 Day4 180 - Solarmax
    2,250 kWp - 10 Sanyo HIP225 - Solarmax
    1,890 kWp - 06 Sunpower 315 - Mastervolt
    6,000 kWp - 24 Yingli 250 - 2 Steca
    12 kW ESS Peus-Testing
    http://www.solarlog-heckmann.de

  • Hallo,


    danke für die Rückmeldung. Die Trina Module wären neu von einem größerem Onlineshop. Dann wäre das mein Favorit. Beim WR tendiere ich aktuell noch zum s 1500, da ich noch nicht weiß, ob ich überhaupt erweitern werde. Für die 6 Module sollte der WR ausreichen.

  • Hallo!


    Du schreibst "Neuer Zähler wird beim EV beantragt"? Du hast also noch keinen Rücklauf-gesicherten und auch keine Zusage für einen solchen? Der VNB will aber ganz sicher wissen wozu. Was sagst du dann? 8)


    Bei der geschilderten Grundlast ist 1,5 kWp ewas viel "Eigenbedarf", die WP wird ja auch nur im Winter richtig genutzt.. Selbst mit der künftigen Pool-Pumpe ist das von April bis August m.E. viel zu viel - Der Zähler dreht da praktisch nur rückwärts :?


    Grüße

  • Auf 44 Quadratmeter kann man sicher 6-7KWp legen. Das baut man dann selbstverständlich mit EEG Überschusseinspeisung und ohne Speicher und freut sich auch in den Übergangszeiten noch an nennenswert PV Ertrag für WP und Co.


    Deine 6 Module liefern dann nämlich nahezu nix mehr. Schmeiß mal PVGIS an und schau dir die Monatserträge an.


    Was Hunderttausende in DE sinnvoll und wirtschaftlich umgesetzt haben, gilt zum Glück auch für dich.


    Gesendet von meinem GT-I9301I mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5


  • Hallo,


    korrekt, ich habe noch einen alten Ferraris Zähler. Mit dem örtlichen Energieversorger habe ich schon telefoniert, ein neuer Zähler ist kein Problem - da sowieso die Umstellung auf Digitalzähler begonnen hat.


    Dass die 1,5 kWp für den reinen Eigenbedarf etwas viel sind ist mir fast klar. Eine Poolheizung kann aber auch im Sommer viel Strom verbrauchen. Wenn dann noch eine Klimaanlage läuft will ich auf Nummer Sicher gehen ;) Die Mehrkosten für drei weitere Module sind ja nicht mehr linear.


    seppelpeter


    Danke für den Denkanstoß. Ich hatte im vergangenem Jahr mal einen örtlichen Solarteur bzgl. der möglichen Module gefragt. Die Antwort war, dass er max. 4,5 KWP auf dem Dach sehen würde. Damit war das Thema für mich schnell erledigt - ich hatte es auch nicht mehr hinterfragt.


    Ich starte erst mal mit einer Eigenverbrauchslösung und prüfe parallel noch mal die Maximalbelegung. Die Anlage könnte ich ja dann erweitern und den Wechselrichter tauschen.


    Grüße

  • Das haben wir früher auch mal gedacht und eigentlich ist es Quatsch.
    Die Einspeisevergütung sinkt monatlich und wenn du ne Investition machen willst, dann am besten ganz. Wir haben zwei Mal den Fehler gemacht. Ja, nicht so viel Geld erst mal sehen was passiert usw.
    Erst 2015 haben wir ne Mini-Anlage für Eigenverbrauch installiert, 2,5 kWp. Die hat zwar etwas gebracht (ca 50% Eigenverbrauch). Anfang 2018 dann die Erweiterung um knapp 7 kWp. Beides Mal haben wir die "Grundgebühr" vom Solarteur bezahlt, aber erst jetzt ist die Einsparung des Netzbezugs signifikant groß und es wird ne Menge eingespeist. Die bekommt man schön was ausgezahlt sodass die Anlage nach 12 Jahren bezahlt ist und hat zudem noch die Einsparung beim Bezug.


    Ich bin ja von SMA Komponenten überzeugt aufgrund der Qualität, Überwachung, Visualisierung und dem Service (deutscher Hersteller mit deutscher Produktion). Die 200€ Aufpreis zu einem SMA Sunny Boy 1.5 würde ich mir schon überlegen. Einfache Inbetriebnahme über ein Webinterface.

  • Zitat von onfire


    korrekt, ich habe noch einen alten Ferraris Zähler. Mit dem örtlichen Energieversorger habe ich schon telefoniert, ein neuer Zähler ist kein Problem - da sowieso die Umstellung auf Digitalzähler begonnen hat.


    Da möchte ich nochmal nachhaken..


    Du hast also deinem NB mitgeteilt, dass du eine 1,5 kWp Anlage an deinen Endstromkreis anschließen willst?
    Und der NB nickt das unbürokratisch ab? (Darf man fragen welcher das ist?)


    Zitat von onfire


    Dass die 1,5 kWp für den reinen Eigenbedarf etwas viel sind ist mir fast klar. Eine Poolheizung kann aber auch im Sommer viel Strom verbrauchen. Wenn dann noch eine Klimaanlage läuft will ich auf Nummer Sicher gehen ;)


    Na ja - zur Zeit würde der Pool wohl schon kochen ;-) Die Klimaanlage bräuchte man im Normalfall auch eher nachts.
    Und beides hast du zudem ja noch nicht ;-)


    Grüße

  • Zitat

    Da möchte ich nochmal nachhaken..


    Du hast also deinem NB mitgeteilt, dass du eine 1,5 kWp Anlage an deinen Endstromkreis anschließen willst?
    Und der NB nickt das unbürokratisch ab? (Darf man fragen welcher das ist?)


    Das ist krass...


    wo ich meinem NB mein Vorhaben von 500Wp mitteilte sagte er sofort nein...wo ich ihm dann sagte dann bau ich das halt als Inselanlage nannte er mich einen KWH Verdränger und denen könnte man den Hausanschluss kündigen.


    Darauf habe ich mir gedacht....okay du hast recht jetzt kriegste Netzparalell 1Kwp