Smart Meter Pflicht bei 2 EEG-Anlagen jeweils <7kWp?

  • Hallo zusammen,


    gemäß §29 des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende ist der Smart Meter "bei Anlagenbetreibern mit einer installierten Leistung über 7 Kilowatt" einzubauen.


    Wenn aber aktuell mehrere Anlagen am Netzanschlusspunkt installiert sind, wie ist das dann? Per EEG-Definition sind es getrennte Anlagen. Im Gespräch mit einem Mitarbeiter beim Netzbetreiber meinte er aber, dass die beiden EEG-Anlagen zusammengefasst werden und deshalb evtl. bald ein Smart-Meter kommt.


    Was ist jetzt richtig?


    Viele Grüße
    Tobi

  • Nach meiner Meinung (!) kann das ein Fall für die Clearing Stelle werden, aber ich bin eher bei Deinem Netzbetreiber... Warum?
    Wenn Du zwei Anlagen zwischen 7 und 15 kWp betreibst - eine in der Volleinspeisung und eine als Überschusseinspeisung dann darf Dir der VNB hier nicht 2*100 Euro in Rechnung stellen, sondern 1*100 Euro und für die zusätzliche mME nochmals 20 Euro... Für die Bewertung ist es also auch der Anlagenbegriff des EEG, sondern die Marktlokation relevant und ich könnte mir vorstellen, dass diese Logik auch für den Rollout gilt...


    Aber bin gespannt wie das die anderen sehen... Wenn es hier im Forum keine klare Antwort geben sollte können wir hier auch mal einen Juristen fragen

  • Habe ich verstanden was nach meiner Meinung nichts ändert. Für das MsbG ist die Marktlokation relevant und eher nicht der Anlagenbegriff des EEG. Anlage im Sinn des §31 MsbG ist also nicht der EEG-Anlagenbegriff, sondern imho die Marktlokation, aber ganz eindeutiig ist das nicht...


    Tendenz: Du wirst für die 18 kWp 130 Euro zahlen und für jede moderne Messeinrichtung 20 Euro (wobe in den 130 Euro eine moderne Messeinrichtung schon drin ist)...

  • Was auch beachtet werden muss:
    "Sind bei einem Anschlussnutzer mehrere Messstellen innerhalb eines Gebäudes mit intelligenten Messsystemen auszustatten"
    Die Zusammenfassung muss EIN Anschlussnutzer und EIN Gebäude sein, sonst in JEDEM Gebäude oder bei JEDEM Anschlussnutzer die Kosten.

  • Da jedes Modul eine Anlage ist, würde die Auslegung, nicht alle Anlagen am Zählpunkt zusammenzuzählen, imo der Intention des Gesetzes zuwiderlaufen. Spätestens wenn man in die Gesetzesbegründung schaut, ist das klar.


    OT: die meisten TAB erlauben doch gar nicht die Meßstellen beliebig zu positionieren; aber sicher spannend, wenn man eine Zählersäule außerhalb hat, das ist ja kein Gebäude :D

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Ich bin mit meinem VNB übereingekommen, daß ich vorerst auf einen sog. Smartmeter verzichten kann.
    Ich habe 2x <10kWp und demnächst noch weitere 5kWp an einem anderen Hauseinspeisepunkt, dessen WR aber als Slave läuft.


    Begründung: Der VNB würde mit dem Smartmeter die meiste Zeit ohnehin nichts anderes sehen als Einspeisung oder 0-Bezug. Wenn der VNB was genaueres wissen will, würde ich ihm die Daten des SE-Portals zur Verfügung stellen.

    SunPower: 30x E20-327, 27x X22-360, 57x Optimierer P500-5RM4MFM
    SE5000, SE5K, SE7K
    Tesla PW1 & PW2
    Opel Ampera, Mitsubishi i-MiEV
    Brennstoffzellen-BHKW + weitere PW2 in langfristiger Planung

  • Genau die Frage habe ich mir auch vor dem Bau der 3 Anlage gestellt!


    1. Anlage 6kWp,
    2. Anlage 6,96KWp (Zubau nach mehr als 12 Monaten nach Anlage 1),
    3. Anlage 9,86 kWp (Zubau wiederum mehr als 12 Monate nach Anlage 2),


    Hatte eigentlich vor die 3 Anlage ebenfalls kleiner 7kWp zu bauen um somit die Smartmeter Pflicht
    vorerst zu umgehen.


    Mein Energieversorger,(Westnetz), ist jedoch der Meinung, dass beim Smartmeter die gesamte installierte PV Leistung am Einspeisepunkt ausschlaggebend ist. Daraufhin habe ich halt die kompletten 9,86kWp installiert!

    24 Module SW 250 MB an SMA SB 5000 TL21, Azimut 30 Grad Neigung 30 Grad,
    24 Module SW 290 MB an SMA SB5.0 1AV-40, Azimut -150 Grad Neigung 30 Grad,
    24 Module SW 290 MB an SMA SB5.0 1AV-40, Azimut -180 Grad Neigung 30 Grad,

    12 Module SW 290 MB an SMA SB2.5 1VL-40, Azimut -180 Grad Neigung 30 Grad,

    BYD HV 8.96kWh SMA Storage SB2.5

  • Zitat von PV tut Not

    Ich bin mit meinem VNB übereingekommen, daß ich vorerst auf einen sog. Smartmeter verzichten kann.
    Ich habe 2x <10kWp und demnächst noch weitere 5kWp an einem anderen Hauseinspeisepunkt, dessen WR aber als Slave läuft.


    Schön, wenn es so ist... würde ich mir mal schriftlich geben lassen :-). Das kann ja sein, dass der VNB ein Rollout-Stratgie verfolgt, die die kleinen Anlagen erst mal raus lässt, aber aus meiner Sicht kann der gMSB Dich mir zwei Anlagen unter zwischen 7 kWp und 10kWp nach Zertifizierung jederzeit ausrollen.

  • Zitat von smooth20

    Mein Energieversorger,(Westnetz), ist jedoch der Meinung, dass beim Smartmeter die gesamte installierte PV Leistung am Einspeisepunkt ausschlaggebend ist. Daraufhin habe ich halt die kompletten 9,86kWp installiert!


    in dem Fall: Alles richtig gemacht :-) denn ich würde sagen, dass die Einschätzung der Westnetz stimmt.


    Zitat

    Hatte eigentlich vor die 3 Anlage ebenfalls kleiner 7kWp zu bauen um somit die Smartmeter Pflicht
    vorerst zu umgehen


    Bin aber noch ein bisschen hin und hergerissen, ob es Sinn macht die Anlagen bewusst klein zu dimensionieren um die Einbaupflicht zum umgehen... Erstens können intelligente Messsystem auch bei kleineren Anlagen verpflichtend werden (POG halt bei 60 Euro) andererseits wird hier einfach Dachfläche "verschenkt"... Ich verstehe die Vorbehalte gegen den Rollout, aber https://www.photovoltaikforum.…genverbrauch-t123412.html