Überkapazität bei Stromzähler mit Rücklaufsperre

  • Hey und hallo,


    ich bin ziemlich neu in dem Thema und ich glaub hier weiß sicher jemand mehr als ich :)


    Ich habe folgende Idee: Eine Anlage zur Eigenverbrauch Optimierung, insgesamt 1,5 KWp mit dem Sunny Boy 1,5 von SMA.


    Jetzt ist die Frage was passiert wenn die Anlage mehr Strom produziert als im Haus verbraucht wird und ich einen Stromzähler mit Rücklaufsperre habe?


    Ich konnte daher leider bisher nichts finden und wäre für eine Antwort sehr Dankbar.


    Grüße

  • Zitat von nedien

    Ok das hört sich irgendwie Problematisch für mich an... Ist es das denn?


    Erst mal nicht, das macht ja jede Überschussanlage genauso und sogar noch in größerer Menge. Grundsätzlich bräuchtest du aber eine Zustimmung des Netzbetreibers, dass du das auch machen darfst, auch wenn du keine Vergütung willst.

  • Zitat von nedien

    Ok das hört sich irgendwie Problematisch für mich an... Ist es das denn?


    Ja.


    Wenn Du die Anlage an Dein Stromnetz anschließt, dann musst Du sie anmelden. Sowohl beim Stromnetzbetreiber als auch bei der Bundesnetzagentur (BNA).


    Anschließen darf sie nur ein vom Netzbetreiber zugelassener Elektriker. Dein Zähler wird gegen einen Zweirichtungszähler ausgetauscht.


    Weiterhin wirst Du gewerbetreibender Unternehmer mit allen unternehmerischen Pflichten: Umsatzsteuer-, EÜR-Rechnung, Einkommensteuererklärung, Gewerbesteuererklärung.


    Alternativen zu vorgenanntem: nicht wirklich!

  • Na ja, ich weiß sicher von einer 40kWp-Anlage bei uns in der Nähe, die NUR beim Stromnetzbetreiber angemeldet ist, aber nicht bei der BNA. Der Besitzer verzichtet halt auf die Einspeisevergütung, der Überschuss geht einfach so ins Netz. Wenn der Stromnetzbetreiber (VNB) da mitspielt, geht das schon. Muss man halt vorher Fragen.

  • Auch wenn es derzeit niemand ahndet, beibt es eine Ordnungswidrigkeit nicht bei der BNA anzumelden. Mich hat bisher auch niemand erwischt, wenn ich mal zu schnell war, das sagt noch lang nicht, daß das so bleibt.


    Mit noch mehr (nicht ganz billiger) Technik, kann man den SB aber wohl auch dazu bringen nicht einzuspeisen. Aber auch das ändert nichts an den Meldepflichten, aber mit sonstigen Stellen hat man dann nichts zu tun.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Ohne Einspeisevergütung wird es schon schwer das sich die Anlage amortisiert. Wenn Du jetzt noch den offiziellen Weg gehst kommen zusätzliche Kosten auf Dich zu, Du legst am Ende also noch drauf. Mit Rücklaufsperre bist Du eigentlich auf der sicheren Seite. Musst Du jetzt wissen was Du machst.

  • @ nedien,


    Wenn du einen Stromzähler mit Rücklaufsperre hast dann ist das so wie wenn du einen "Haustank" dein Hausnetz mit Flüssigkeit über einen höheren Behälter (Ausgleichbehälter) versorgst. Wenn jetzt oben Flüssigkeit drin ist unten aber nichts weg geht dann bleibt es oben und "Verpufft" oder wird in Wärme im WR umgewandelt.


    Wenn du keine Rücklaufsperre hättest wäre das so als wenn von deinem " Haustank" eine Leitung/Ventil ins öffentliche Netz vorhanden wäre und dann würde dein "Überschuss" ins allgemeine Netz fließen. dies verhindert aber deine Rücklaufsperre.


    Django

    Luschenpraktikant L 2
    1000er Jäger
    JK 8 , D 1