unentgeldliche Wertabgabe - Umsatzsteuer

  • Hallo,


    nur eine kurze Frage: Muss der Satz für die unentgeltliche Wertabgabe (fiktiver Strompreis) für den Direktverbrauch jedes Jahr neu bestimmt werden?
    Theoretisch ändert sich der Satz ja mit jeder Strompreisänderung, bzw. mit auslaufendem Boni.


    Gruß
    Hanomax

  • Da gibt es viele Meinungen (und die Suchfunktion um sie zu finden).


    Ich persönlich wage es die UWA mit dem Preis der Einspeisevergütung anzusetzrn. Als Unternehmer hätte ich unter keinen Umständen mehr Geld damit verdienen können als 12,31 Cent je kwh.

    5,04 kwp / 16xLG315er Neon2 m.SolarEdgeSE4000, 2 Himmelsrichtungen (-25/65) & 3 Neigungen (60, 42, 20) bei teilw. Wandmontage.


    Soll PVGIS Clim.SAF = 912 kwh/kwp
    Soll SE Prognose = 992 kwh/kwp

  • Zitat von PV-Starter1343x

    Da gibt es viele Meinungen (und die Suchfunktion um sie zu finden).


    Deine Antwoprt geht zwar nicht auf meine Frage ein, aber wenn du den Wert deiner Einspeisevergütung ansetzt, würde mich mal interessieren wie lange du das schon sao machst und ob dein FA das jemals beanstandet hat.

  • Vermutlich macht das sein Finanzamt schon so lange mit, wie die Anlage besteht.
    Die Taktik ist hier "Versuch macht kluch". Und die ist ja durchaus legitim - so lange man hinterher nicht weint, wenns schief geht.
    (Persönlich (!!) halte ich davon in dieser Situation nichts. Die Chance reicht nicht mal für ne warme Mahlzeit; das Risiko besteht darin, dass dies der Anstoß ist, sich - wenn man denn schon dazu genötigt wird - sich mit der gesamten Erklärung mal intensiver zu beschäftigen. Wer da für sich ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis erkennt... bitte... immer gerne. Absolut professionell.)


    Objektiv ist es schlichtweg falsch. (Ob "Einspeisevergütung" oder direkt "ganz vergessen" macht keinen praktischen Unterschied mehr). Die Denke dahinter ist auch völlig logisch und zulässig: Wegen den paar Euro kann ein gesund denkender Mitarbeiter beim FA keinen Aufgriff wagen.
    Und genau in der Überlegung steckt das Risiko: Die "gesund denkenden" Mitarbeiter beim FA werden sich in vielen Fällen lieber den anspruchsvolleren Aufgaben widmen - statt den auf den Teilbezirken ungeliebtem Kleinkram in Form von PV-Anlagen. An den Veranlagungen der Marke "Arbeitnehmerveranlagung PLUS" sitzen halt häufig mal die Anfänger und Angsthasen.


    Auch die Begründung "weil ich niemals mehr hätte verdienen können als die Einspeisevergütung" ist zwar ein ertragsteuerlicher Volltreffer (mit dem man das FA richtig blamieren kann, wenn die mal wieder in Richtung "Marktpreis" rudern)..... unseligerweise blamiert man sich auf umsatzsteuerlicher Ebene damit allerdings selbst. Und zwar bis auf die Knochen. Schlimmer gehts echt nimmer. (Sorry.)
    Es geht in der UST nicht darum, was jemand verdient - sondern um Warenverkehr und - verbrauch. Die UST ist eine Verkehrssteuer... wird aber zunehmend als Verbrauchssteuer interpretiert. Für sein Unternehmen hat der Unternehmer den DV ja gerade nicht verbraucht; würde er ihn für sein Unternehmen verbraucht haben - wäre ja gerade keine USt fällig).


    Bei der UST geht es darum den Unternehmer so zu stellen, als habe er sich selbst fremd versorgt.
    Und das ist dann nun mal der tatsächliche Strompreis, zu dem er selbst Strom einkauft.
    (Der BMF ist den PV-Betreibern hier ein wenig entgegengekommen.... und hat das ein wenig anders interpretiert: Der Strompreis, den der PV-Betreiber gezahlt hätte, wenn er seinen gesamten Strombedarf selbst eingekauft hätte.)


    Die USt ist eine Jahressteuer. Somit ist die Bewertung auf jeden Fall für jedes Jahr neu vorzunehmen.
    Sofern im Jahr ein Wechsel des Stromtarifs erfolgt, ist das eben einzubeziehen.
    Wenn hierfür die erforderlichen Messdaten fehlen..... dann wird halt geschätzt.
    Dabei wird man wohl einen linearen Direktverbrauch während eines Jahres unterstellen dürfen.


    Nur am Rande: Wie lange das ein FA schon mitmacht, ist eigentlich egal. Jede Jahreserklärung muss in sich stimmen. Es gibt keine Stetigkeitsvorschriften, die dazu zwingen, den gleichen Fehler zweimal zu machen ;-)
    Aber auch: Es geht hier letztlich um nix. Was soll schon passieren?

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung