Heute Morgen im SWR1: Hitzestress für Photovoltaik

  • Heute Morgen bin ich fast gestorben. Mir ist das Brötchen im Hals steckengeblieben. Da meldet doch der SWR1 in den Morgennachrichten, daß die Photovoltaikanlagen derzeit im Hitzestress stehen und daher bis zu 15% weniger Leistung abgeben als an kalten Tagen. Nein! Habt Ihr das gewußt? Ich bin also spontan durch die Nachbarschaft gezogen, um eine Lichterkette zu organisieren. Jetzt halten mich alle für blöd.


    Beste Grüße
    s-s

  • Es wird eben immer nur das Negative gesehen.
    Warum wird denn zb. nicht darüber berichtet, das Betreiber einer Solarthermieanlage mindestens seit Anfang Mai diesen Jahres täglich mehrfach heiß duschen oder baden können?

  • Aktuell: 1600l WW mit 75°C, da kannste lange duschen :lol: und die PV schafft gerade mal 70% ihrer Nennleistung, da braucht es auch auf der Südseite keine Begrenzung :lol::lol:

  • Zitat von Soli-Sola

    Heute Morgen bin ich fast gestorben. Mir ist das Brötchen im Hals steckengeblieben. Da meldet doch der SWR1 in den Morgennachrichten, daß die Photovoltaikanlagen derzeit im Hitzestress stehen und daher bis zu 15% weniger Leistung abgeben als an kalten Tagen.


    Der SWR 1 sollte lieber darüber berichten, welche Erträge die PV in diesen Tagen erwirtschaftet :D

  • Zitat von sirrocool

    Zur Abwechslung mal ein Link zur positiven Berichterstattung:


    https://www.solarserver.de/sol…rzeit-stromerzeugung.html


    Code
    1. „Solaranlagen brauchen keine Kühlung, die derzeitige Hitzewelle macht ihnen nichts aus. Damit sind sie zu einer unverzichtbaren Stromquelle geworden, ohne die unser Netz nur schwer stabil zu halten wäre“, erklärt Prof. Bruno Burger, der am Fraunhofer ISE die Energiedaten-Plattform Energy-Charts betreut.


    Irgendeiner lügt hier, oder hat der Professor heute den SWR noch nicht gehört? Von einem Honorarprofessor am KIT mit einem Kurs in Leistungselektronik würde ich mir schon etwas mehr technische Präzision auch bei öffentlichen Aussagen wünschen. Er sollte auch noch einmal nachschlagen, was eine Stromquelle ist und was unser Netz (noch) stabilisiert. Vielleicht bin ich auch nur zu pingelig, mit meinem Ostzonenstudium der Energietechnik.

  • Wie gesagt, auf der einen Seite stehen die Verluste durch die hohen Temperaturen, auf der anderen Seite der höhere Ertrag durch die vielen Sonnenstunden.
    Natürlich würde der Ertrag noch mal steigen, wenn die PV Module mit Wasser gekühlt würden.
    Das würde jedoch einen exorbitant steigenden Wasserverbrauch bedeuten, verbunden mit hohen Kosten.
    PV Module sind so konstruiert und gefertigt um ohne zusätzliche Kühlung lange Jahre zu funktionieren.
    Die Module sind für Temperaturen ausgelegt, die noch einiges über dem liegen, was bisher auftritt.
    In einer Hinsicht muss man dem Prof wiedersprechen - alle Gegenstände, die solcher Einstrahlung ausgesetzt sind, werden auch negativ beeinflußt. Bei PV wird das Glas, die EVA, die Zellen selbst und Tedlar Folie schneller altern, ebenso die der Sonne direkt ausgesetzten Verbindungskabel. Das ist alles im Thema Degradation enthalten.