Erfahrungen zu Drehstromspeichersystemen SI Victron E3DC...

  • Da man anhand von den verschiedenen Datenblättern nur theoretisch etwas über die Systeme erfährt, würde mich ein Vergleich eurer Erfahrungen zu on- und offgridfähig PV-Speicher-Systemen interessieren. Optimalerweise sollte es drehstromfähig sein und auch bei Netzausfall die Batterie nutzen und durch die aktuelle PV-Energie nachladen können. Zudem sollten die PV-Wechselrichter abgeregelt werden können, wenn die PV-Leistung zuviel ist.


    Mir fallen hier beispielsweise folgende Systeme dazu ein


    1.Sunny Island 8.0-12 x 3Stk (Inselbetrieb für bis zu 36kVA PV-WR-Leistung)
    ...Eigenverbrauch ca. 25Watt je Gerät! Unter 15% der Nennleistung extrem abfallender Wirkungsgrad
    ...mit BYD 13.8 kWh Niedervoltspeicher angeblicher Gesamtsystemwirkungsgrad 83%
    ...mit Blei-Batterien nur ca. 74%


    2.Sunny Boy Storage 6.0 (kein Drehstrom , sondern L1=L2=L3 durch Enwitec Umschalteinrichtung)
    ...dafür günstig und mehrere Batterien anschließbar


    3.E3DC S10E (oder Pro 912 (max. 4-15kWp , ggf. bis 30kWp mit zusätzlichem AC WR)
    ...im Inselbetrieb max. 3000 Watt (1000W je Phase) aus Batterie + aktuelle PV-Leistung , gesamt also 12kW
    ...Link https://www.e3dc.com/produkte/s10-e/


    4.Fenecon


    5.Energy Depot



    Wichtige Punkte:
    >Sauberkeit der erzeugten Energie (Oberschwingungen usw)
    >Auslegung bzw. Haltbarkeit der Komponenten , z.B. SunnyIsland bis zu 30 Jahren
    >Überlastfähigkeit z.B. für den Anlauf von Motoren
    >Lautstärke z.B. fiepen wie etwa durch Hochsteller in LG Hochvoltbatterien (Quattro Porte)
    >Wirkleistungsoptimierung durch Einstellbarkeit des Mindestverbrauchs (sonst Netzbezug)


    Vorteil mit SMA ist ein offenes System mit einzelnen Komponenten und somit mehr Sicherheit auch aufgrund eines großen dahinter stehenden Hersteller der im Notfall sicher übernommen wird!?


    Schön wäre es, wenn kurz die Eckdaten eurer Anlage beschreiben würdet, den Jahresverbrauch und den Verlust/Wirkungsgrad. Was sind eure Erfahrungen (positiv/negativ) und was würdet ihr anders machen. Wäre super-interessant und bestimmt auch für andere sehr hilfreich!


    Ich habe schon gesehen, dass es einen Bereich gibt, in dem die verschiedenen Anlagen vorgestellt werden. Trotzdem wäre ein kurzes Resume super, an dem man vielleicht auch den Eigenverbrauch erkennen kann...

  • Zitat von sunshineh

    3.E3DC S10E [...]
    ...im Inselbetrieb max. 3000 Watt (1000W je Phase)


    Bist du sicher, bzw. hast du eine Quelle dafür, dass es nur 1000W je Phase sind?


    Ich habe eine mündliche Aussage vom E3DC-Solarteur, dass mehr Leistung pro Phase gezogen werden kann, aber in Summe nicht mehr als 3 kW. Ich denke, dass hier die Batterieentladeleistung der limitierende Faktor ist und nicht der WR.

    Private PV-Anlage (Inbetriebnahme ca. 07/2019):
    19,84 kWp | Heckert NeMo2.0 60M 310W | E3/DC S10 E PRO (13 kWh Speicher) | SMA SB3.6
    Bürgersolaranlage (seit 04/2009):
    25,2 kWp | Sharp NT175E1 | SMA SMC8000TL | SMA WebBox | SunnyPortal

  • Zitat von buergersolar


    Bist du sicher, bzw. hast du eine Quelle dafür, dass es nur 1000W je Phase sind?


    Ich habe eine mündliche Aussage vom E3DC-Solarteur, dass mehr Leistung pro Phase gezogen werden kann, aber in Summe nicht mehr als 3 kW. Ich denke, dass hier die Batterieentladeleistung der limitierende Faktor ist und nicht der WR.


    Limitierend ist der DC/DC Wandler und hier ist es der maximale Strom der fließen kann. D.h. bei abnehmender Batteriespannung ändert sich auch die mögliche Lade-/Endladeleistung.


    Der E3DC pro kann bis zu 6kW DC/DC Leistung. Wem das zu wenig ist, kann noch nachrüsten.


    Der WR kann 12kW AC, d.h. max. 4kW pro Phase, macht sich allerdings nur im Inselbetrieb bemerkbar.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Moin! Das Thema ist zwar schon älter, aber grundsätzlich würden mich Erfahrungen von E3DC Besitzern interessieren. Mir ist auch so ein System angeboten wurden, alternativ ein Speichersystem von senec nebst Cloudtarif. Als Laie versuche ich nun die Unterschiede herauszufinden, mir scheint, als ob das E3DC Hauskraftwerk die bessere KI integriert hat.

  • Ich habe da leider keine eigenen Erfahrungen. Meine Sonnebatterie liefert zwar 3 Phasen aber keine 3 Phasen Notstrom.

    Nach meinen Recherchen hat sich das, was Fenecon (Pro) da bietet, mit Abstand am besten angehört - vor allem was die Themen WR-Leistung (9KW Lade- bzw. Entladeleistung!) und Inselfähigkeit* angeht. Und die haben auch so etwas wie die Sonnen-Community - nennt sich "Freistrom".

    Aber wie gesagt: Ich habe keine eigenen Erfahrungen - nur Werbung, Datenblätter und Hörensagen.


    *) Inselfähigkeit sollte man nicht mit Notstromfähigkeit in einen Topf werfen. Inselfähigkeit geht deutlich weiter - sprich es kann bei Sonne auch ohne Netz Leistung entnommen und die Batterie geladen werden. Das kann z.B. die Notstromoption (wenn es die überhaupt schon gibt?) der Sonnenbatterie nicht. Da läuft einmal die Batterie leer und das war's dann. Bei längerem Stromausfall kann weder Solarstrom genutzt noch die Batterie mit Solarstrom geladen werden.

    9kWp, 38° DN, 30° West
    IBC Solar 300W, Fronius Symo 8.2-3
    12 kWh Sonnenbatterie

  • Mein E3DC liefert 3ph. Notstrom bis 3 kW, der neue E3DC pro kann sogar bis zu 9kW Ersatzstrom liefern.

    Schön, wenn man ein eAuto laden will, das ginge bei voller Batterie (19,5kWh) auch mal ohne Sonne.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Nabend!


    Danke für die ersten Rückmeldungen! Habe soeben mit einem Freund telefoniert um die Unterschiede zur TESLA Powerwall zu ermitteln im Vergleich zum E3DC. Außer der Kapazität mit 13,5 kW fällt mir kein Argument ein, das für TESLA spricht. Außer dem Preis eventl., ihm ist eine Powerwall im Zulauf angeboten worden für 8.000 €.


    ICH würde sie nicht nehmen, da sie m.b.M.n. nur laden/entladen kann.

  • *) Inselfähigkeit sollte man nicht mit Notstromfähigkeit in einen Topf werfen. Inselfähigkeit geht deutlich weiter - sprich es kann bei Sonne auch ohne Netz Leistung entnommen und die Batterie geladen werden. Das kann z.B. die Notstromoption (wenn es die überhaupt schon gibt?) der Sonnenbatterie nicht. Da läuft einmal die Batterie leer und das war's dann. Bei längerem Stromausfall kann weder Solarstrom genutzt noch die Batterie mit Solarstrom geladen werden.

    Laden im Notstrombetrieb kann übrigens der Sunny Boy Storage. Allerdings ist dieser nur einphasig. Trotzdem ein cooles Teil.