EEG / Anlage splitten

  • Hallo Forum,


    ich habe eine kurze Frage zum Thema EEG Abgabe.
    Alles unter 10 kwp ist befreit von der EEG Abgabe.
    Was passiert wenn ich zum 01.01.19 eine Anlage mit 9,9 kwp in Betrieb nehme und die Anlage am 01.01.20 um 6 kwp erweitere?
    Bin ich dann Abgabepflichtig oder muss ich weiterhin keine EEG bezahlen?
    Danke für die Rückmeldungen.

  • wenn 12 Monate zwischen den Inbetriebnahmen liegen, dann sind das zwei eigenständige Anlagen, und für beide fällt keine EEG Umlage an.
    Du musst dir halt ausrechnen ob sich das lohnt. Das "auf zwei Mal" bauen bringt ja auch Mehrkosten mit sich gegenüber wenn du die 16 kWp jetzt auf einmal bauen lässt.

  • Danke! Lasse mir gerade beide Varianten anbieten. Es soll so geplant werden das alle Anschlüsse verlegt werden und nach 13 Monaten "nur" noch die Platten aufs Dach geschmissen werden müssen.


    Habe die Antwort auch gerade schön beschrieben im Netzt gefunden:
    •Auch § 24 Abs. 1 Satz 1 EEG 2017, der über § 61a Nr. 4 3. HS EEG 2017 Anwendung findet, steht der Befreiung von der Umlage nicht entgegen. Denn die beiden Photovoltaik-Anlagen müssten nur dann zusammengefasst werden, wenn sie innerhalb von 12 aufeinanderfolgenden Kalendermonaten in Betrieb genommen werden. Dies ist hier nicht der Fall.
    •Damit lautet die Antwort: Für den selbst verbrauchten Solarstrom aus der 9-kWp-Anlage, die 2017 ans Netz angeschlossen wird, ist keine EEG-Umlage nach dem erneuerbare Energien Gesetz fällig.

  • die Platten kannst du auch gleich alle aufs Dach montieren, nur meldest du die Inbetriebnahme der 2. Anlage erst nach 13 Monaten. Steuerlich dürfte das auch Vorteile bringen, da man das erste Jahr die zweite Anlage schon abschreiben kann. Steuerlich zählt die Betriebsbereitschaft der Anlage, nach EEG ist der Zeitpunkt der Inbetriebnahme entscheidend.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Du solltest das Thema "anteilige EEG Umlage" mal verfolgen, ev. fällt die Umlage bald (EU Vorgabe)


    Wenn du trotzdem splitten willst, solltest du alles in einem Rutsch montieren lassen und den zweiten String nicht an den Wechselrichter abklemmen. Dann sparst du massiv Geld und kannst die zweite Anlage sogar selbst "montieren" (also das Kabel anstecken)

  • Und bitte auch noch beachten für die Erweiterung:

    • voraussichtlich eine dauerhaft geringere Einspeisevergütung
    • die ersten 12 Monate gar keine Einspeisevergütung

    63 x Heckert NeMo 300-60M an Fronius SYMO 17.5-3-M seit 04/2018 - Ausrichtung SSW, DN 28°

  • Zitat von Kaneu

    Und bitte auch noch beachten für die Erweiterung:

    • voraussichtlich eine dauerhaft geringere Einspeisevergütung

    • richtig. wie viel geringer? wahrscheinlich ungefähr ein My.



    • Zitat von Kaneu

      die ersten 12 Monate gar keine Einspeisevergütung

    Zitat von Kaneu


    richtig. dafür aber dann 12 Monate länger. Bleibt sich also gleich.

  • Ziel sollte im Endausbau vor allem ein WR sein.


    Gesendet von meinem GT-I9301I mit Tapatalk

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter

    Ziel sollte im Endausbau vor allem ein WR sein.


    richtig, damit wenn dieser mal defekt ist, gar nix mehr funktioniert.
    Ich würde zwei Wechselrichter einbauen. Sind ja zwei getrennte Anlagen.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    richtig, damit wenn dieser mal defekt ist, gar nix mehr funktioniert.
    Ich würde zwei Wechselrichter einbauen. Sind ja zwei getrennte Anlagen.


    aber noch besser wären vier Wechselrichter, zwei je Anlage.
    :juggle: