EEG / Anlage splitten

  • Einzig eine Wiederholung dessen, was wir hier immer predigen. Der „PV Anwalt“ nimmt es aber mit seiner Wahl der Begriffe auch nicht so genau (oderweiß nicht wirklich, wie der Markt geordnet ist):

    Mit Inkrafttreten des Messstellenbetriebsgesetzes ist die Verantwortung für die Zähler also von den Anlagenbetreibern auf die Netzbetreiber übergegangen.

    Es ist aber tatsächlich der Messstellenbetreiber, in dessen Verantwortung die Messung liegt. Deshalb heißt er ja so.

  • Wenn man feststellt, dass bestimmte rechtliche Bedingungen nicht eingehalten werden, dann muss dies abgestellt und auch nachträglich korrigiert werden. Das ist übliche Praxis und vermutlich auch irgendwo in den Untiefen der Gesetze festgehalten (kein Anwalt).

    Der VNB selbst ist ja auch gegenüber dem ÜNB und dann letztendlich allen Stromkunden (die bezahlen in den Topf der EEG Vergütung mittels Umlage ein) für die korrekte Abrechnung verantwortlich.


    Es ist, entgegen oft gehörtem Glaube, nicht so, dass die VNB die EEG Vergütung selbst bezahlen, sondern sie übernehmen nur die Abrechnung. Ebenso stecken sie solche Rückforderungen nicht ein, sondern diese fließen zurück in den großen Topf und kommen damit letztendlich uns allen zu Gute.


    Bemerkenswert finde ich auch noch den folgenden Satz in verlinkten Artikel:

    Ich wusste bislang gar nicht, dass es eine weitere PV-Anlage auf dem Grundstück gibt.“

    Tja, wie hätte man das nur feststellen können. Die Natur hat uns schließlich keinen PV-Sinn gegeben und mit den anderen Sinnen kann solch eine Anlage im Freien ja nicht erkannt werden. Die schmeckt nicht, riecht nicht, macht keine Geräusche und anfassen kann ich sie oben auf dem Dach auch nicht ohne weiteres…vielleicht fehlt uns Menschen da einfach was.

  • Ich halte den Bericht ohne näher Informationen zu den Fällen für sehr kryptisch:


    1. Anlagenbetreiber können mehrere Anlagen sehrwohl über eine gemeinsame Messeinrichtung abrechnen:

    Zitat von § 24 Abs. 3 EEG 2021

    (3) Anlagenbetreiber können Strom aus mehreren Anlagen, die gleichartige erneuerbare Energien oder Grubengas einsetzen, über eine gemeinsame Messeinrichtung abrechnen. I


    2. Jeder VNB weiß, über welchen Zähler eine PV-Anlage einspeist. Daher weiß er auch, wo mehrere PV-Anlagen über einen Zähler einspeisen. Und da er für jede Anlage das IBN-Datum kennt, weiß er auch, ob diese Anlagen vergütungstechnisch zusammen gefasst werden müssen oder nicht.

    Ich wüsste jetzt nicht, was das Marktstammdatenregister damit zu tun hat? Selbst wenn man dort als Anlagenbetreiber - warum auch immer - abweichende IBN-Daten stehen hat, wird man vom VNB gedrängt, dessen Wert zu akzeptieren.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)