Satteldach: Statik berechnen?

  • Hallo,


    eigentlich ist bereits alles in Planung, auch mein Solateur sagte mir das ich mir bzgl. Statik keine Gedanken machen muss... Nur unser Bauamt empfehlte mir die Statik vorher prüfen zu lassen.


    Ein paar Details zum Haus:
    Baujahr 1977
    Fertighaus aus Beton (Keller, Erdgeschoss)
    Satteldach mit 45 Grad Neigung (Obergeschoß Holzständerwerk)
    Dachziegel aus Beton


    Süddach soll voll belegt werden (36 Module, kein Glas in Glas).


    Die Meinungen gehen hier im Forum soweit ich es sehen kann auseinander: Einige sagen das durch die Lastverteilung und schnelleren Schneebfall kaum Mehrlast entsteht, andere wiederrum befürchten Probleme mit der Versicherung.


    Kennt hier jemand evtl. einen erfahrenen Statiker welchen man beauftragen könnte? Oder haltet ihr sowas für weggeschmissenes Geld?


    Der letzte Statiker den ich für einen Wanddurchbruch beauftragt hatte, hatte sich dermaßen abgesichert das ich nun rundum Stahlträger habe... Selbst die Baufirma war darüber überrascht.


    Gesendet von meinem SM-G965F mit Tapatalk

  • Hier im Forum wird Dir keiner die Statik liefern.
    Wenn Du die haben willst, dann musst Du die beauftragen und auch bezahlen.


    Was bedeutet "Obergeschoß Holzständerwerk" ... ist die oberste Decke bereits aus Holz oder meinst Du den Aufbau des Satteldaches, welches natürlich aus Holz ist?


    Kannst Du Maße zu den Sparren liefern?
    In welchem Abstand liegen die Sparren?
    Gibt es eine Mittelpfette? Wenn ja das Maß davon.
    Weitere Besonderheiten im Dach?


    Für rausgeschmissenes Geld halte ich es nicht. Es ist vielleicht etwas übertrieben, aber wenn man es ganz genau wissen will oder wenn der Solarteur ohne Statik seine Arbeit nicht beginnt, wirst Du nicht drumherum kommen.


    Ich habe keine Statik prüfen lassen.
    Haus aus 2005, Sparren 6*20 oder 8*20 in 70cm Abstand, je Dachseite eine dicke Mittelpfette mit 20*30cm.
    Zwischensparrendämmung und normale Braas Doppel-S Eindeckung.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von fahim


    eigentlich ist bereits alles in Planung, auch mein Solateur sagte mir das ich mir bzgl. Statik keine Gedanken machen muss...


    googel mal nach "Dunning Kruger"


    um so eine Aussage eines Solateurs bewerten zu können, müsste man wissen welche Kenntnisse er auf dem Gebiet Statik hat.
    oftt relativiert sich vor diesem Hintergrund dann so eine Aussage.


    Ich würde, wenn ich das nicht selbst beurteilen kann, einen Statiker kommen lassen. Unter "normalen / günstigen" Umständen muß der dann keine umfangreichen Berechnungen anstellen, sondern kann nach einer Begutachtung grob sagen ob es geht oder nicht.

  • Ein Kunde wollte das auch mal wissen. Habe dann bei Zimmermann/ Holzbauer angfragt. Die rechnen bei uns in der Schweiz 3 Mal Sicherheit ein (Exkl Schneelast).


    Bei einer Schneelast von 0.9kN/m2 sind das 180kg/m2 Reserve, wenn Schnee drauf liegt. Mit den Modulen und UK ind wir bei ca 20kg. Bei mehr Schneelast am Standort, habe ich auch mehr Reserve.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Zitat von michi_k

    Ein Kunde wollte das auch mal wissen. Habe dann bei Zimmermann/ Holzbauer angfragt. Die rechnen bei uns in der Schweiz 3 Mal Sicherheit ein (Exkl Schneelast).


    Bei einer Schneelast von 0.9kN/m2 sind das 180kg/m2 Reserve, wenn Schnee drauf liegt. Mit den Modulen und UK ind wir bei ca 20kg. Bei mehr Schneelast am Standort, habe ich auch mehr Reserve.


    Zusätzlich muss das Dach noch die Windlasten abkönnen, evtl viel größere Kräfte (Druck und Sog).
    Da spielen dann die "paar" kg/m² der PV vielleicht nur eine untergeordnete Rolle.

  • Zitat von kalle bond

    Zusätzlich muss das Dach noch die Windlasten abkönnen, evtl viel größere Kräfte (Druck und Sog).
    Da spielen dann die "paar" kg/m² der PV vielleicht nur eine untergeordnete Rolle.


    Wind- und Schneelast sind von den Werten etwa gleich, da entscheiden dann eher die Faktoren wie Standort und Form. Die Windlast nimmt aber mit einer PV Anlage auf dem Schrägdach nicht wirklich zu.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Zitat von michi_k


    Wind- und Schneelast sind von den Werten etwa gleich, da entscheiden dann eher die Faktoren wie Standort und Form. Die Windlast nimmt aber mit einer PV Anlage auf dem Schrägdach nicht wirklich zu.


    Natürlich spielt der Standort eine große Rolle, siehe WLZ 4 an der Nordseeküste.
    Das die Werte "gleich" sein sollen, würde ich so nicht unterschreiben, ebenfalls standortbedingt.
    https://www.loebbeshop.de/weis…s/wind-und-schneelast.pdf

  • Zitat von kalle bond

    Natürlich spielt der Standort eine große Rolle, siehe WLZ 4 an der Nordseeküste.
    Das die Werte "gleich" sein sollen, würde ich so nicht unterschreiben, ebenfalls standortbedingt.
    https://www.loebbeshop.de/weis…s/wind-und-schneelast.pdf


    Ja, sorry: Bei mir sind die Werte etwa gleich, Norschweiz bei ca 400-450müm.

    Sonnige Grüsse
    Michi
    14 x Schott Poly 235/ Solarmax 4000P/ Sonnenbatterie eco 4.5
    9x XTH 8000-48/ 16kWp PV- 3x VS120/ 260kWh Saft/ 35kW CAT, so sieht eine Insel aus:-)

  • Wenn du Zweifel hast, lass einfach mal einen Zimmerer einen Blick in den Dachstuhl werfen.


    Der kann dir wahrscheinlich sofort sagen, ob das in seinen Augen kritisch ist (dann kannst du eine Berechnung beauftragen), oder ob man sich da keine Sorgen machen muss. Im Normalfall ist das kein Problem.