Satteldach: Statik berechnen?

  • Gut wer für alles Belege braucht, der kann ja einen Statiker bemühen und einen 4stelligen Betrag dafür zahlen.
    Aber überlege mal, wenn auf einem Dach z. B. Ton-Dachpfannen sind und gegen Beton-Dachpfannen ausgetauscht werden, dann macht sich auch niemand Gedanken über die Statik. Beton-Pfannen sind wesentlich schwerer. Wenn eine Dachgeschoss ausgebaut wird, Dämmung, Lattung + Gipskarton an die Sparren angebracht werden, macht sich auch niemand Gedanken über die Statik.
    Schon allein, das einige hier im Forum mit "Obergeschoß Holzständerwerk" nix anfangen können spricht Bände.
    Klar wenn man in Behörden fragt bekommt man immer solche kostenintensiven Antworten. Vermutlich wollten die die Statik Prüfen. Eine Statikprüfung hat für mein Wohnhaus 1992 bereits knapp 2000DM gekostet, weil der Statiker nicht prüfungsfrei war.
    Also wenn man so etwas prüfen lassen möchte genau schriftlich nach den Kosten fragen, sonst gibt es Überraschungen.
    Wenn man Angst hat bezgl. Versicherung kann man das dort ja erfragen, bei der Versicherung.

  • Ich hab' einen Statiker angefragt, was eine Prüfung inkl. Doku kosten würde für mein Häuschen und der Betrag liegt unter 500 EUR (vom Bauunternehmen liegt mir über die Hausakte aber auch die ursprüngliche Statik auf einigen Seiten vor und das ist kein Altbau von 1920).

  • Ich habe letztlich auch ein Dach (Flachdach auf Holzständerwerk) vom Statiker Anhand der Statik des Gebäudes (hier ein nachträglicher Anbau) prüfen lassen. Alt Statik + PV Gewicht per Mail gesendet. Statik mit Stempel zurück bekommen. Kostete mich ca 250€ netto.


    Btw: wenn man wirklich Schienen mit erhöhter Traglast nehmen möchte, geht das bestimmt auch. Habe meine Anlage auf Flachdach, wo ich nicht auf die durchängenden Bimsbetonplatten aufladen wollte. Habe daher Alu UK (soweit ich mich erinnere 80mm hoch) die 2.5 m überspannt, von Fachwerkträger zu Fachwerkträger


    erstellt mit taschentelfon

    10,81 Kwp---> 2*23 Emmvee MS235 M60 an Kostal Piko 10.1 (eigener Anlagenteil)
    http://www.tischlermeister-aachen.de/PV/
    9,4 Kwp ------>2*20 Emmvee MS235 M60 an Kostal Piko 8.3 (mit errichteter Anlagenteil)
    Ausrichtung 56° Dachneigung 15°

  • Zitat von Janne

    Ich habe letztlich auch ein Dach (Flachdach auf Holzständerwerk) vom Statiker Anhand der Statik des Gebäudes (hier ein nachträglicher Anbau) prüfen lassen. Alt Statik + PV Gewicht per Mail gesendet. Statik mit Stempel zurück bekommen. Kostete mich ca 250€ netto.


    Btw: wenn man wirklich Schienen mit erhöhter Traglast nehmen möchte, geht das bestimmt auch. Habe meine Anlage auf Flachdach, wo ich nicht auf die durchängenden Bimsbetonplatten aufladen wollte. Habe daher Alu UK (soweit ich mich erinnere 80mm hoch) die 2.5 m überspannt, von Fachwerkträger zu Fachwerkträger


    erstellt mit taschentelfon

    Danke, habe dir eine PN geschickt


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  • Zitat von fahim

    Danke, habe dir eine PN geschickt


    Das ist schön für alle Mitleser :roll:

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Zitat von Bento


    Das ist schön für alle Mitleser :roll:

    Es geht um die Kontaktdaten des Statikers :-)


    Wenn ich weiß wie ich weiter verfahre werde ich es alle wissen lassen :-)


    Gesendet von meinem SM-G965F mit Tapatalk

  • Achtung, bitte meinen Preis nicht als Standart ansehen, war ein Freundschaftspreis, Dipl. Ing. haben einen höheren Stundenverrechnungssatz als ein Tischler ;-). Der TO hat von mir den Kontakt bekommen...


    erstellt mit taschentelfon

    10,81 Kwp---> 2*23 Emmvee MS235 M60 an Kostal Piko 10.1 (eigener Anlagenteil)
    http://www.tischlermeister-aachen.de/PV/
    9,4 Kwp ------>2*20 Emmvee MS235 M60 an Kostal Piko 8.3 (mit errichteter Anlagenteil)
    Ausrichtung 56° Dachneigung 15°

  • Janne : Danke nochmal für den Kontakt! Ich glaube mein PV-Projekt ist damit gerettet :-)


    Ergebnis: Die bisherigen Statiker hatten keine 10 Minuten investiert und anschließend mitgeteilt, dass die Dachlast ausgeschöpft sei (-> keine PV ohne Umbau).


    Herr Stark plant dabei etwas realitätsnäher. Er hat sich vorab schon etwas mehr Zeit genommen und geprüft wie hoch die Überlastung und die Auswirkungen sind und ob diese im tolerierbaren Bereich liegen, zudem kamen ein paar Fragen zum Dachbodenausbau...
    Ergebnis: Tragfähig ist das Ganze, aber es ist mit Verformungen zu rechnen (d.h. konkret evtl. Risse im Gipskarton). Einstürzen wird hier aber gar nichts...


    Ich warte jetzt auf die Papiere und kann dann endlich das Projekt umsetzen lassen...

  • Das ist schön.


    Weise den Solarteur ausdrücklich nochmal auf die dünnen Sparren hin, denn 6cm ist wirklich besonders dünn.
    Am besten vorab vereinbaren dass die Schraubenlöcher vorgebohrt werden, und lass dir vorab den Dachhaken-Plan zeigen (hier kann man nicht nur jeden zweiten Sparren mit Haken versehen, sondern muss das zumindest vergleichmäßigen).


    Wenns mein Dach wäre, würd ich wie gesagt der Einfachheit halber Aufdachhalter (wie Lehmann) verwenden.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Zitat von Weidemann

    Das ist schön.


    Weise den Solarteur ausdrücklich nochmal auf die dünnen Sparren hin, denn 6cm ist wirklich besonders dünn.
    Am besten vorab vereinbaren dass die Schraubenlöcher vorgebohrt werden, und lass dir vorab den Dachhaken-Plan zeigen (hier kann man nicht nur jeden zweiten Sparren mit Haken versehen, sondern muss das zumindest vergleichmäßigen).


    Wenns mein Dach wäre, würd ich wie gesagt der Einfachheit halber Aufdachhalter (wie Lehmann) verwenden.

    Der Dachhakenplan wird zum Teil vom Statiker vorgegeben.
    Mein Solateur sagte bereits das er spezielle Dachhaken verwenden wird...
    Danke!


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