Renault Zoe speziell und allgemeine Fragen

  • Habe soeben eine Probefahrt mit dem Fahrzeug gemacht und ein paar Fragen sind noch offen die man mir nicht zufriedenstellend erklären konnte.


    Habe ein Wochenendhaus und würde dort gerne bidirektional gehen. Wenn ich ne Woche da Urlaub mache kann ich langsam laden, an nebeligen Tagen oder bei schweren Gartenarbeiten müsste er dann zusteuern. Wo 11kW reingehen sollten meiner Meinung nach auch mal 3kW rauskommen um nen Festmeter Holz zu sägen oder der Holden das Haar zu trocknen. Das perfekte Handwerker oder Camperauto für mich. Den ungläubigen Blicken der Verkäuferin folgend, ein ungewöhnliches Ansinnen...
    Bidirektional scheint es noch nicht von Renault zu geben?


    Das Schuko Ladegerät zum laden hätte wiederum zuviel Leistung, das bringt meine Solaranlage nicht und die meisten Steckdosen aufm Campingplatz wo ich ansonsten gerne hinfahre auch nicht. Mein Victron Energy Ladegerät ist einstellbar wieviel Leistung von der Steckdose abgenommen wird um kleine Generatoren zu benutzen oder niedrig abgesicherte Steckdosen. Gibt es da eine Möglichkeit die Leistung zu reduzieren? Im Autohaus verstand man nichtmal was das Problem ist.


    Fährt ein Elektroauto eigentlich während es geladen wird? Als einen "Rangeextender" könnte ich mir die zweimal die ich im Jahr durch die Republik fahre ein 20 kW Dieselaggregat im Anhänger vorstellen, da ich den dann eh dabei habe. Idealerweise läuft es einfach durch während der Fahrt, aber wegen mir auch nur während der Pause. Da ich ja speziell während dem parken "nur" Strom mache, kann ich da Heizöl nehmen um Geld zu sparen? Wenn ich es zuhause am BHKW der Stadt lade passiert das Gleiche weniger offensichtlich und mich interessiert da die generelle rechtliche Einschätzung.


    Wird beim Ladevorgang auch die 12V Autobatterie geladen? Ich bin regelmässig länger nicht da. So bescheuert wie ich es finde, wenn die 12V Batterie leer ist fährt das Elektroauto mit voller Traktionsbatterie nicht los. Ich würde daher so parken, dass ich schnell an eine Steckdose komme, aber lädt es diese Batterie überhaupt? Der Taxifahrer hat nicht immer Lust fremdzustarten.


    Zugegeben, alles eher ungewöhnliche Situationen, jedoch mein Alltag

  • Da hast Du anscheinend einen unfähigen Verkäufer (Elektroauto) gefragt!


    Geh mal ins "Going Electric Forum" dort kannst Du Dich genau über E-Autos informieren!


    Viele Grüsse

  • Autos, die Strom abgeben, gibt es bislang noch nicht. Schau dich dazu mal beim Sono Sion um. Der kommt vllt. 2019 auf den Markt. Range Extender hat der BMW i3.

    12,06 kWp 32x IBC Polysol 270 gx5 + 12x IBC Polysol 285 + SMA Tripower 10.0 + LG Chem Resu 10H + SMA Storage 2.5 + SHM 2.0 - Ost-West Flachdach 10° - -65° / 115° - Renault Zoe Q210 Erst- und Einzig-KFZ - NRGKick an CEE-Kombi-Dose mit wahlweise 2,3/3,0/3,7/6,9/9/11 kW - Heizung noch Gasbrennwerttherme BJ 2004 - was kommt danach?

  • Hallo Ripper,


    bidirektional gibt es leider noch nicht in dem Umfang, wie Du dir das wünschst. Ladegeräte sind leider nicht von Haus aus bidirektional und meines Halbwissens nach sind aktuell nur der Mitsubishi Outlander und der Nissan Leaf dafür vorbereitet, allerdings auch nur beim DC-Laden. (bitte korrigiert mich)


    Kann ich verstehen, im Moment versucht eher noch jeder so schnell wie möglich zu Laden, das braucht noch etwas bis es in der Breite angekommen ist, dass das gar nicht nötig (oder sinnvoll) ist. Bei der Zoe wäre es aber schon sinnvoll auf 11 oder 22 kW zu gehen, hier ist der Wirkungsgrad am Besten. Schau dich mal nach "mobilen Ladestationen" um, z.B. so was wie der Juice Booster, da kann man meist den Stecker austauschen und die Leistung einstellen.


    Nein, laden und fahren geht über den Ladeanschluss nicht, das geht nur bergab per Rekuperation oder REX.
    (wobei, ich hatte da mal jemanden getroffen, der die HV-Kabel bei seinem Prius freigekratzt hat und sich ein Windrad aufs dach montiert hat. Wollte nicht auf das Thema Gesamtwirkungsgrad eingehen und hat mich als Sympathisant der Solarlobby abgestempelt, die ja mit seinem Windrad-Projekt um die Fläche auf dem Autodach konkurriert :mrgreen: )
    Bei der Zoe geht es auch rein technisch nicht, da sie den Motorumrichter ziemlich clever auch als Ladegerät nutzt, zusammen mit den Motorwicklungen als Drosseln. Das ist auch der Grund für den schlechten Wirkungsgrad bei kleinen Leistungen, der Umrichter langweilt sich da im Teillastbereich. Dafür kann sie onboard 22kW dreiphasig ohne schweres und teures extra-Ladegerät - dass dieses Leben auch immer voll von Entscheidungen und Kompromissen sein muss... :wink:
    Heizöl-Generator --> Geasmtwirkungsgrad


    Ja die 12V-Batterie wird meines Wissens mit geladen, die wird über einen kleinen DCDC-Wandler aus HV versorgt solange die Zoe nicht schläft. Kleiner Hinweis: die Zoe kann keinen Verbrenner fremdstarten. Man sollte sich aus eigener Erfahrung also immer mit den Nachbarn gut stellen, damit man seinen vermeintlichen Erstwagen das eine Mal im Jahr auch zum Fahren bekommt... :lol:


    Schöne Grüße
    Mechatroniker

  • Es gibt für den Leaf ein xtausend Euro teures AC-out Modul. Damit hast du dann Netzspannung aus der Batterie. Ob Zu/Einspeisen damit auch geht weiss ich nicht.


    Die Zoe kanns nicht, ebensowenig wie Laden beim Fahren - sähe auch lustig aus mit dem Kabel vorn drin...


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  • Zitat von Schneemann88

    Autos, die Strom abgeben, gibt es bislang noch nicht. Schau dich dazu mal beim Sono Sion um. Der kommt vllt. 2019 auf den Markt. Range Extender hat der BMW i3.


    Falsch, der Outlander kann es!

  • Die Zoe hat einen relativ Leistungsfähigen DC-DC Wandler, mit dem sie das 12V Netz vom 400V Akku speist.
    Ich glaube es waren über 3kW die du dann auch mit einem 12V auf 230V Auto-Wechselrichter abzapfen könntest. Für welche Dauerbelastung der DC-DC aber geeignet ist, ist nicht bekannt.
    Ansonsten leg ich dir das GoingElectric-Forum ans Herz, da tummeln sich die Zoe-Profis und Halbprofis.
    EDIT: Ds sind tatsächlich 3kW Peak und 1kW getestet Dauerlast -> https://www.goingelectric.de/f…c-dc-wandlers-t23387.html



    Den Ladestrom/Ladeleistung kannst du, je nach Modell, bei Zoe Q-Modellen zwischen 10A und 63A und bei R-Modellen zwischen 6A und 32A variieren. Ein-oder Dreiphasig wie es dir beliebt.
    Das wird über die Wallbox oder das Ladekabel eingestellt, sofern diese das unterstützen

    Einmal editiert, zuletzt von DiLeGreen ()

  • Das Problem mit dem Tender ist dass die Zoe serienmäßig keinen externen Hochvolt DC-Anschluss hat, schon gar nicht hinten. Das geht also nur mit Spezial-Umbau.


    Die Anhängerkupplung gibts offiziell von Renault auch nicht, zum Glück aber von einem Nachrüst-Anbieter.