Probleme mit Wärmepupen weil?

  • Ich habe diesen Beitrag aus einer Diskussion entnommen, damit dieses vielen Punkte nicht verloren gehen, Ich kann nur langsam Stück für Stück dies 'bearbeiten' . Es wäre nett, wenn sich auch andere, im Thema befindliche User, einschalten, denn das Schlimmste ist nun mal, das Neues sehr empfindlich auf Negativ reagiert und deshalb viele Bauherren abschrecken, den Weg Wärmepumpe anzugehen.


    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Eine Arbeitszahl von 1,1 hinzubekommen, ist schon eine erstaunliche Glanzleistung. Dafür müsste ich bei mir die Solltemperatur auf 65+ Grad einstellen :-D aber krasse Fehlplanungen gibt es überall, dafür kann die beste Wärmepumpe nix.

  • Hallo PV-Berlin
    Ich greif mal das Zitat auf " ..für ST gibt es viele sinnvolle Anwendungen."


    Dem pflichte ich bei und würde ST nicht per se schlecht reden.
    Ich selbst habe keine ökonomisch sinnvolle Verwendung für ST. Dennoch finde ich es super, wenn sich Menschen eine ST anschaffen um x - Liter dreckiges Heizöl zu sparen. Andere Hobbys wie Städtetrips mit dem Flieger sind sicher nicht besser für die Umwelt..., kosten aber auch.

  • Es geht hier nur um WP, die Diskussion pro Kontra ST führen wir wo anders! Danke.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Wenn Wärmepumpen pupen, hätte ich auch ein Problem. :lol:


    Unterm Strich:
    Da, wo man sie wirklich benötigt, bekommt man den Strom von der PV nicht her, um sie sinnvoll zu betreiben.
    Je nach Typ der WP muß man das wirklich mit spitzer Feder rechnen.
    Bei uns wäre baulich nur eine Luft-WP möglich - indiskutabel.

    SunPower: 30x E20-327, 27x X22-360, 57x Optimierer P500-5RM4MFM
    SE5000, SE5K, SE7K
    Tesla PW1 & PW2
    Opel Ampera, Mitsubishi i-MiEV
    Brennstoffzellen-BHKW + weitere PW2 in langfristiger Planung

  • Die Berechnung, der JAZ (Jahreszahl) von 1,1 möchte ich mal sehen! Das kennt man eigentlich nur wo? Tiefkühlung mit ungeeigneten Anlagen.


    Welche Kältemittel soll 65 ° C nicht hinbekommen? Oder meist du, das man zwei Wasserkreise hat und die Vorlauf Heizung auf 65 ° C kommen soll? Dann müsste man bei 75 bis 85° C verflüssigen, je nach Auslegung!


    Die Auslegung der Anlage ist dann in etwa so sinnvoll, wie eine CO2 Anlage ohne Kaskade zu errichten (Tiefkühlung)

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Was ist denn die Fragestellung in diesem Beitrag? Ich habe seit 12 Jahren eine SW-WP mit Tiefenbohrungen. Obwohl mir der ausführende Installateur empfohlen wurde, hab ich ihn sehr schnell in die wüste gejagt. An Besten konnte er die Rechnungen stellen. Der neue vom Hersteller zugewiesenen Installateur kam einmal zur Besichtigung, hat gefragt was das alles ist und gebetet, das nichts kaputt geht. Die Gebete wurden wohl erhört!


    Letztlich habe ich die Anlage selbst analysiert und festgestellt, dass die Anlage falsch regelt. Nachdem 2X die Installateure des Herstellers die Anlage überprüften, waren sie der Meinung, dass alles i.O. sein. Nachdem der Fehler nicht abgestellt war, habe ich den Hersteller direkt angeschrieben und gebeten, sie mögen 3 Leute und vier Henkel vorbei schicken und das Teil aus meinem Keller entfernen. Erst nach dieser Ansprache wurden die gelehrten Herren wach und schickten erneut 2 Monteure. Und siehe da, es waren zwei Temperaturfühler defekt, bzw. die elektrischen Anschlüsse. Die Steckanschlüsse, die auf Grund der Vibrationen Kontaktprobleme hatten wurden dann verlötet. Seither läuft das Gerät fehlerfrei. Tio-Tio-Tio!


    Letztlich ist es wie mit der PV und meinem Akku. Die meisten Solateure können montieren und dann haben sie eine "Glatze" was die Fehlersuche an geht. Und die Hersteller sind mittlerweile so überheblich, dass Sie mit Endkunden nicht mehr kommunizieren.


    Welcher Betreiber hat so viel Zeit und so viel technisches Allgemeinwissen, um eine Anlage - zu der ja keine technischen Unterlagen mehr übergeben werden - auch verstehen kann.


    Als ich begann, mich für die WP zu interessieren, bin ich in Berlin über die "Bautec" gezogen, habe 15 Installateure über meine Problematik angesprochen und habe 20 unterschiedliche Meinung mit nach Hause genommen. Das ist doch bezeichnend!


    Dann habe ich mir einen Energieberater gesucht. Ich glaube der hatte noch weniger Ahnung als ich. Das sind dann die unabhängigen Fachberater, die auch nur die Theorien kennen, daraus leichtfertig Aussagen treffen und dennoch nichts belegen können.


    Ich habe seit 12 Jahren akribische Aufzeichnungen,
    - WP mit Heizkörper betrieben,
    - WP mit Flächenheizungen betrieben
    - WP gekoppelt mit ST
    - WP mit ST und passiver Gebäudekühlung
    - Auch die Aufladung des Solekreises aus ST-Restenergie habe ich ausprobiert. Damit konnte ich den Vorteil der Solaranlage sogar verdoppeln.


    Aus diesen Daten kann man sehr genau ablesen, welcher Strommehrverbrauch verursacht wird, wenn die Vorlauftemperatur jeweils nur um 1K erhöht wird. Dieses 1K verursacht 5% Mehrverbrauch dynamisch steigend. Daraus kann auch jeder den Sinn einer Temperaturerhöhung über PV erkennen!


    Welche Fragen habt Ihr denn zur WP. Als langjähriger Betreiber und leidenschaftlicher Techniker kenne ich die unterschiedlichsten Anlagen, LWWP, WWWP, SWWP, deren Vorteile und auch deren Nachteile.



    PV tut Not
    Eine Wärmepumpe rechnet wich immer. es stellt sich nur die Frage, welche Seite betrachtet wird. Ich betrachte ausschließlich die Seite, die nicht durch kluge Ingeneure uns Politiker manipuliert werden kann. das ist der Einsatz von Primärenergie. Ich kenne keine Heizanlage, die so wenig Primärenergie verbraucht und das ganze Jahr Haus- und WW beheizt. Nach dem Einsatz der Primärenergie wäre mein Haus ein Niedrigenergiehaus 30kWh/m² einschließlich WW - Aufbereitung. Keine sonstigen Heizungen vorhanden! Außerdem fallen keine sonstigen Kosten an (Schornsteinfeger, Strom, Wartung ....) . Keine CO2, sonstige Abgase...


    Nur leider rechnet sich die Anlage in €+Ct. derzeit nur sehr langfristig und mit viel Idealismus. Nach 10 Jahren sind die Mehrkosten im Säckel und ich spare ca. 50% der Heizkosten (bei mir ca. 1000€ im Jahr). Nutzungsdauer der WP ca. 20 Jahre, geschlossener "Brunnen" dauerhaft!


    Viel Spaß noch in diesem Thema!

  • Gibt es hier eigentlich irgendwo ein Abkürzungsverzeichnis?
    Ich kamn mit LWWP, WWWP, SWWP nix anfangen.
    BWWP habe ich auch schon gelesen. Bundeswehr?
    Wir schreiben hier doch keine Twitterbeiträge.


    Wie sich bei uns eine reine Luft-WP ggü. Gastherme rechnet, konnte mir noch keiner vorrechnen.
    Rund 3000l Heizöl pro Jahr für Warmwasser und Heizung, 357qm beheizte Wohnfläche. Grundstück hat starke Hanglage, also bekommst du keine Tiefenbohrung genehmigt. Erd-WP fällt auch flach, weil man dann ca. 30-40m Zuleitung hat - einfache Strecke. Außerdem schiebt der Hang auch noch nach 50 Jahren so 1cm pro Jahr. Selbst mit der Luft-WP und dem Außengerät wird das mit den Abständen zu den Nachbarn schon grenzwertig. Und dann habe ich das hier stehen und heize den halben Winter doch mit Strom pur, der von extern kommt.

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    Opel Ampera, Mitsubishi i-MiEV
    Brennstoffzellen-BHKW + weitere PW2 in langfristiger Planung

  • Zur JAZ von 1,1:
    Wir haben auch gedacht, wir hätten uns verrechnet, da wir es auch nicht glauben konnten.
    Da aber geeichte WMZ an den Wärmepumpen verbaut sind und wir ausschließen konnten, daß diese falsch gehen, haben wir intensiv nach den Ursachen gesucht.
    Dazu kamen auch Datenlogger mit eigenen Sensoren zum Einsatz.
    Ich sag' mal, wenn man eine 2-stufige WP auf 75°C hochjagt, und dennoch nur auf 55°C WW-temp. kommt, ist das auch für die zu viel.
    Dazu noch der Stromverbrauch der überdimensionierten ungeregelten Grundwasserpumpen.
    Wir hatten auch erst in Verdacht, daß evtl. die Heizstäbe in den Boilern nicht unerheblich an den schlechten Werten beteiligt waren, aber die waren nur zu IBN in Betrieb. Es wurde versichert, daß die Sicherungen der Heizstäbe immer ausgeschaltet waren.
    Sogar an den WP-Stromzählern angeschlossene fremde Verbraucher konnten wir ausschließen.


    Was bei der Anlage3 auf aufstößt ist das vom Hersteller vorgegebene hydraulische Konzept.
    z.B. geht der VL der WP unten in den Puffer rein. :roll: Herstellervorgabe wohlgemerkt.
    Ach ja, hab' grad nochmal nachgesehen: Die einstufe WP hat 55 kWth und die zweistufige 26kWth.


    Was noch dazu kam, sind defekte Armaturen in den HK-Verteilern in den einzelnen Wohnungen, die kaum oder garnicht öffnen.
    Statt das zu reparieren, wurde die Heizkurve immer weiter nach oben getrieben ...
    Das ist leider das Standardvorgehen von Hausverwaltungen, wenn ein Mieter bzw. Eigentümer sagt, es sei zu kalt in der Wohnung.



    Bei einer Kleinanlage, die ich im anderen Thread bereits erwähnt hatte, und bei der der Verdichter durch einen Kältetechniker ersetzt wurde, war die Ursache für den schleichenden Defekt des Verdichters auch schnell gefunden.
    Bei der Anlage gibt es keinen Heizungspuffer.
    Nur Fußbodenheizung als Speichermöglichkeit.
    Alle FB-Kreise haben Raumthermostate.
    Nach der WP sitzt ein Überströmventil.
    Mich haben die sehr kurzen Laufzeiten des Verdichters und das dazu häufige Takten irritiert.
    Aussage vom Eigentümer: die meisten FB-Kreise sind zu und machen selten auf, da es im Haus bereits sehr warm ist. Nur beim Kreis im Bad ist der Antrieb demontiert, da es am Anfang mit der Anlage bereits zu Störungen kam, und es nach dieser Maßnahme duch den damaligen Heizungsbauer besser wurde.


    Das war natürlich ein Alarmzeichen für eine hoffnungslos überhöht eingestellte Heizkurve.
    Nach der WP-Reparatur habe ich ihm die Heizkurve auf das nahezu tiefste Niveau eingestellt, das möglich war.
    Und die Bude war letzten Winter dennoch warm, und die WP lief nicht nur wenige Minuten am Stück, sondern immer deutlich über eine Stunde bis mehrere Stunden.
    Klar, endlich wurde die WP ihre Energie über viel Estrichmasse los.


    Manche Heizungsbauer meinen es gut, und stellen die Heizkurve gerne deutlich höher als notwendig ein.
    Schließlich beschwert sich ein Kunde ja nur, wenn es zu kalt ist. Und ist es zu warm, schließen ja die Thermostate in den Räumen ...
    Und genau das ist falsch. So bemerkt man als Bewohner nicht, ob die Heizkurve falsch eingestellt ist.
    Man legt immer eine etwas zu tiefe Heizkurve fest und tastet sich im Winter langsam auf den richtigen Wert hoch.
    Wenn man eine FBH im Neubau mit deutlich über 30°C fahren muß, stimmt etwas nicht.
    Ist eine FBH richtig ausgelegt, kommt man auch bei -20°C mit max. 30°C Vorlauf zurecht.

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron

  • Zitat von PV tut Not

    Gibt es hier eigentlich irgendwo ein Abkürzungsverzeichnis?


    LWWP = Luft-/Wasser-Wärmepumpe
    WWWP = Luft-/Wasser-Wärmepumpe (i.d.R. Grundwasser)
    SWWP = Sole-/Wasser-Wärmepumpe (Tiefensonden, Erdkollektor, Eisspeicher)
    BWWP = Brauchwasser-Wärmepumpe (WP mit direkter Erwärmung von Trinkwarmwasser, meist als fertige Einheit mit 300L-Speicher)

    Inselnetz mit 3x Victron MultiPlus5000, 38kWh-Akku, Insel-BHKW 16kVA, PV 9,3kWp
    1,1kWp über MPP-Laderegler SIC40
    540Wp über MPT600-24
    2,7kWp über SB3000, 2,9kWp über SB3300, 2,0kWp über SB1700 jeweils AC-gekoppelt an einem Victron