Schattenmanagement bei SolarEdge-Optimierern?

  • Zitat von Weidemann

    "Leistungsanpassung" sagt mir dagegen nichts, was soll das bedeuten?


    guckst Du hier => https://de.wikipedia.org/wiki/Maximum_Power_Point_Tracking


    Zitat von Weidemann

    Sollte man meinen, aber faktisch macht der einzelne SE-Optimierer bei Teil-Schatten modulseitig garnichts, sondern stellt sich dumm und wartet auf bessere Zeiten...


    Das ist Deine Interpretation. Meine ist eine andere.


    Zitat von Weidemann


    Der WR weiß ja nichtmal, was er da gerade macht. Er weiß nur, dass er grad das Optimum rausholt, er "sieht" ja schließlich nur lauter Moduldrittel. Das versucht SE aber garnicht erst.


    Natürlich weiß der WR, was er gerade macht. Er fährt die U/I der angeschlossenen Blackbox einmal rauf und runter und hofft, daß der gefundene MPPT auch noch solange passt, bis die nächste Messung erfolgt. Der SE-WR muss sich darum allerdings nicht kümmern, den Job machen die Optimierer und das sogar parallel.

    Zitat von Weidemann


    Schön dass dein Vogeldreck so klein war...
    Wenn dir 1% Ertragsunterschied egal ist, wieso wischt du dann Staub auf deinen Modulen?


    Um den Unterschied zu messen und nicht einfach nur Annahmen zu treffen...

  • Also bei mir funktioniert das Schattenmanagement sehr gut. Harte Schatten treten bei direktem Sonnenschein und z.B. Kamin/Gaube auf. Aber diese Situation überbewertet man völlig. Meist hat man diffuse Einstrahlung, da reichen hochreichende Cirruswolken schon aus. Das klassische Management muss dann Module abregelen, obwohl 50% Modulleistung noch verfügbar sind.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Zitat von eba

    Also bei mir funktioniert das Schattenmanagement sehr gut.


    Hast du da mal Beispiele nebeneinanderliegender Module, mit Modul-Spannung und Strom? Würd mich echt interessieren.


    Zitat von Stenis

    Natürlich weiß der WR, was er gerade macht. Er fährt die U/I der angeschlossenen Blackbox einmal rauf und runter und hofft, daß der gefundene MPPT auch noch solange passt, bis die nächste Messung erfolgt. Der SE-WR muss sich darum allerdings nicht kümmern, den Job machen die Optimierer und das sogar parallel.


    Nein, in den hier betrachteten Fällen fahren die Optimierer eben NICHT die Kennlinie rauf und runter, das ist ja gerade das Problem. Wenn sie das machen würden (und auch noch das 20V-Problem gelöst wäre...) wär ja alles in Butter.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Ich habe zur zeit nur Verschattungen wo alle Modulsubstrings gleichzeitig betroffen sind. Da werden wir auf den Herbst warten müssen, wenn der Giebel des Nachbarhaus Meine Module teilweise verschattet.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Hier einmal ein paar Bilder von gestern (beinahe idealer Tag)



    Was man nicht sieht, ist das Suchen nach einem MPPT - natürlich macht der Optimierer das verdeckt und schickt nur das Ergebnis zum WR. Erkennbar ist aber das Absinken der Modulspannung bei Teilverschattung, das kann offenbar ja nur passieren, wenn da ein MPPT gesucht wird und die Dioden aktiviert werden.


    Im Gegensatz zu einem normalen WR mit "Schattenmanagement", der die Spannung weiter drücken würde, steigt die Modulspannung bei Vollverschattung (was natürlich nicht bedeutet, das dann alles schwarz und lichtlos ist...) an, um dann noch in dieser Situation knapp 40W zu generieren, was aber eben 40W mehr sind als wenn die Bypassdioden das Modul ganz aus dem String kicken...


    Das ist allerdings auch genau die Philosophie dahinter. Ein Modul bleibt auch bei ansonsten ungenügender Einstrahlung aktiv und wird nicht aus dem Spiel genommen. Und die zweite Philosophie ist eben, daß dieses Verhalten sich jederzeit durch das Monitoring kontrollieren läßt, aktuell und rückwirkend, egal ob da ein Vogelschiss drauf liegt oder nicht.

  • Hallo


    smoker59 und Weidemann
    Mit euch würde ich gern weiter diskutieren.
    Nur mag ich diesen Thread nicht weiter verwässern.
    Das würde länger dauern.
    Vielleicht kann man den Teil ja auslagern oder verschieben?
    passra -> Auf die schnelle geantwortet.
    Tolle Bilder. Aber der Hit=Beweis für ein tolles Management ist es nicht.
    Wenn Du etwas von der Messtechnik verstehst, dann solltest Du wissen, dass „Man“ Stufen von einem schlechten WR mit einer guten Messtechnik /Logik geradebügeln kann.
    Umgekehrt. Ein guter WR kann man mit einer schlechten Messtechnik mit Zacken versehen.
    Da würde mich neben den WR interessieren wie die Daten entstehen. Bzw. müsste man richtig nachmessen um vergleichen zu können. =Gleiches Messequipment zum Auswerten nehmen.


    Da wir aber beim Vergleichen sind stelle ich mal meine Bilder vom gleichen Tag rein.
    Der Schatten kommt bei mir vormittags bis ca. 14:00 Uhr. Er liegt bei einigen Modulen Längs,- und bei einigen Quer = Kaum Zacken. Bei den Schattennahen Bereich passt die Ausrichtung zu den B-Dioden. Nachmittags gab es vereinzelte Wolken. Da habe ich vorgestern Nachmittag bessere (Bögen= Keine Zacken) aufgezeichnet.
    Wo ist jetzt das Schattenmanagement überlegen? Ich würde mal behaupten, Meine "Zacken" sehen besser aus.


    b3rn1
    Deine Fragen beantworte ich gleich. Somit haben die Mods die Möglichkeit diese Beiträge rauszutrennen. Ich muss nur noch was suchen.


    LG Heiko
    Das erste Bild ist von Vorgestern und zeigt ein unbewolkten Nachmittag zum Vergleich zu den gestrigen Werten (Kurven) wo leichte Zacken entstanden.? Vergleich

  • Ich hab jetzt ein eigenes Thema dafür aufgemacht, und die Beiträge hier reinverschoben.


    Zitat von 0815User

    Der Schatten kommt bei mir vormittags bis ca. 14:00 Uhr. Er liegt bei einigen Modulen Längs,- und bei einigen Quer = Kaum Zacken. Bei den Schattennahen Bereich passt die Ausrichtung zu den B-Dioden. Nachmittags gab es vereinzelte Wolken. Da habe ich vorgestern Nachmittag bessere (Bögen= Keine Zacken) aufgezeichnet.
    Wo ist jetzt das Schattenmanagement überlegen? Ich würde mal behaupten, Meine "Zacken" sehen besser aus.


    Kannst du mal die Modulspannung (nicht Optimiererspannnung) und den Modulstrom von (möglichst nebeneinanderliegenden) Modulen einstellen, die Stück für Stück von der langen Seite her bzw. "schräg" verschattet werden? Dann sieht man genau was passiert. Es interessieren nur Module, bei denen noch erst zwei Drittel und dann ein Drittel Sonne hat (die Drittel sind die langen Bereiche mit 1,66m x 0,33m).
    (Bei Modulen, die von der kurzen Seite verschattet werden, ist das egal, denn da würde ein Schattenmanagement nichts nützen.)


    Stenis : Bei deinen Diagrammen ist grün die Modulspannung, und rot die Modulleistung?
    Positiv ist zunächst mal, dass die Optimierer geruhen, auch unter 20V zu gehen ;-)
    Immerhin gehen die Module dort dreimal auf 2/3-Leistung und 2/3-Spannung, sieht also schonmal viel besser aus als einige andere Beispiele hier.
    Was mich aber verwundert, ist dass sie nie auf 1/3 gehen -> Ist wirklich nie nur 1/3 besonnt? schwer vorstellbar, aber das kannst du am besten beurteilen.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Du meinst sowas? Hier ist es so, daß am Morgen die Einstrahlung noch nicht ausreicht (Schatten von den Bäumen), die Modulspannung ist noch hoch und die Leistung noch ziemlich unten. Dies wäre die Situation, in der ein normaler WR die Stringspannung ziemlich runterdrückt und alle Dioden aktivieren würde (es sei denn alle Module wären gleichzeitig so schlecht). Bei einem Optimierer kommt dieser Fall nicht vor, d.h. hier werden nie alle drei Dioden durchgeschaltet.


    Kurz nach 7 ist die Leistung in einem Modulteil so hoch, daß mehr Leistung gewonnen werden kann, wenn die Spannung auf knapp 10V gedrückt wird. Der Vorgang der Leistungsanpassung bzw. die Suche nach dem optimalen MPPT ist hier nicht sichtbar, wir sehen nur das Ergebnis. Das ist durchaus im Interesse der Darstellung, ansonsten wären da vermutlich nur Zickzack-Linien zu sehen. Aber ich gebe zu, daß ich keine Ahnung habe, wie oft dieser Vorgang läuft und leider kommen die Daten teilweise nur alle 5-10 Minuten, das macht die Interpretation nicht einfacher. Müsste man sonst mal einen Datenlogger direkt an das Modul hängen.


    10 Minuten später ist der Punkt erreicht, wo mehr Leistung bei 20V rausgezogen werden kann. Nochmal 10 Minuten später läuft das Modul mit normaler Spannung und Leistung.

  • Das ist mal ein Idealbeispiel, so sollte es aussehen! Sogar auf 10V geht der Optimierer runter, passt perfekt zur 1/3-MPP-Spannung.


    Interessant ist auch, dass hier innerhalb von 20 Minuten sämtliche Zustände durchlaufen werden von voller Spannunng - 1/3 - 2/3 - volle Spannung. Dagegen werden z.B. bei Max1234 selbst innerhalb von 30 Minuten meist garkeine Dioden aktiviert.


    Die Ursache für diesen Unterschied könnte sein: Wenn die Spannung erstmal niedrig ist, kann bei zunehmendem Lichteinfall auch ein "normales" MPP-Tracking nach und nach die weiteren Moduldrittel aktivieren -> es ist möglich, dass das Schattenmanagement hier zufällig einmal anspringt und die Spannung "genau zum richtigen Zeitpunkt" auf 10V senkt, und der Rest geschiegt dann auch ohne Schattenmanagement.


    Dagegen muss das Schattenmanagement bei zunehmendem Schatten bei jeder Stufe anspringen -> dort führt die gleiche Scan-Häufigkeit zu einem deutlich schlechteren Ergebnis.


    Schön, wie man mit mehr Daten immer mehr herausfinden kann :D

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Die Wirkung eines Schattenmanagements manifestiert sich nicht allein dadurch,daß irgendwann ein Punkt erreicht wird, daß die Dioden durchschalten. Das ist ein durch die Bauart der Module bedingter Nebeneffekt und zeigt nur, daß hier ein Zustand erreicht wurde, bei dem anders nicht mehr rauszuholen ist,
    Das hat dann natürlich auch nichts mit Zufall zu tun. Die U/I Kennlinie wird alle Naselang von oben nach unten durchgefahren, wobei es natürlich sein kann, dass in bestimmten Betreibssituationen dieser Bereich schmaler gewählt wird. Das machen WR Tracker ja auch, um schneller ans Ziel zu kommen.
    Das das funktioniert kann man schon daran erkennen, daß die Modulspannung über den Tag trotz wechselnder Einstrahlung relativ stabil bleibt.