Schattenmanagement bei SolarEdge-Optimierern?

  • Das müssen die Module abkönnen, dafür sind sie schließlich gebaut.
    (Unabhängig davon sollte man Blitzfangstangen vor den Modulen natürlich vermeiden. Bei "normaler" Verschattung durch Bäume oder Gauben ist die thermische Belastung viel kleiner, weil nur für einen sehr kleinen Moment ein winziger Zellteil verschattet ist, und dann recht schnell mehr verschattet ist.)

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Na, wollen wir's hoffen - die meisten bekommen doch gar nicht mit, wenn denen die Zellen abgeraucht sind. Solange die Bypassdioden halten, läuft die Anlage ja auch noch. Tatsächlich schreibt SE aber auch nichts davon, daß sie ein Schattenmanagement betreiben, das die Bypassdioden maximal einbindet, siehe auch hier:



    Das ist ja nur die Annahme, wenn das Stichwort Schattenmanagement fällt. Die Suche nach einem MPPT hat damit aber zunächst mal wenig zu tun, dabei geht es ja "nur" darum, den Ri=Ra zu finden, um die maximale Leistung rauszuholen. Wie Du ja auch selbst schreibt, verschatten wandernde Schatten aus Bäumen, Gauben etc. recht schnell das Modul und so läßt sich auch recht schnell nicht mehr viel da rausholen. Dann bringt es auch nicht mehr viel, die Modulspannung so in den Keller zu drücken, dass da noch was rauskommt. Das sind dann Peanuts und im Nebeneffekt bleiben die Spannungen eher im normalen, stressfreieren Bereich.

  • In der Application Note sieht man, dass der Verfasser von Verschattung keine Ahnung hat. Darin heißt es nämlich:
    unverschattetes Modul: 200W, MPP-Spannung: 32V
    verschattetes Modul: 80W, MPP-Spannung: 28V --> das würde nur mit einer Milchglasscheibe vor dem Modul der Fall sein, aber niemals mit realer Verschattung.


    Zitat

    Das ist ja nur die Annahme, wenn das Stichwort Schattenmanagement fällt. Die Suche nach einem MPPT hat damit aber zunächst mal wenig zu tun, dabei geht es ja "nur" darum, den Ri=Ra zu finden, um die maximale Leistung rauszuholen.


    Ohne Schattenmanagement findet man den Punkt maximaler Leistung nicht (was die diversen SE-Logdaten auch zeigen).


    Zitat

    Wie Du ja auch selbst schreibt, verschatten wandernde Schatten aus Bäumen, Gauben etc. recht schnell das Modul und so läßt sich auch recht schnell nicht mehr viel da rausholen. Dann bringt es auch nicht mehr viel, die Modulspannung so in den Keller zu drücken, dass da noch was rauskommt. Das sind dann Peanuts und im Nebeneffekt bleiben die Spannungen eher im normalen, stressfreieren Bereich.


    In diesem Beispiel hab ich grob überschlagen, dass grob >1% des Jahresertrags durch fehlendes Schattenmanagement der SE-Optimierer verloren geht: https://www.photovoltaikforum.…m--p1641944.html#p1641944
    Ob das Peanuts sind muss jeder selber entscheiden. In meinen Augen ist das eine völlig unnötige Ertrags-Verschwendung.


    Mit "stressfreier Bereich" redest du nur die Ertragsverluste schön. Mit dieser Argumentation müsste man das Schattenmanagement bei allen Anlagen deaktivieren.


    Zusätzlich hat man den Bypass-Fall regelmäßig, wenn z.B. ein Vogeldreck oder ein Blatt auf dem Modul ist. Ist also ein ganz normales Vorkommnis, und mir sind keine entsprechenden Defekte bekannt, außer den gerissenen Zellen bei dieser Anlage (da sind aber offensichtlich die Module eine Fehlproduktion): https://www.photovoltaikforum.…rholt-defekt-t124450.html

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • > 1%, kann bedeuten 1.1% oder 100%.
    Für mich ist das sehr beunruhigend und verstörend.
    Verprassrt der TS nun 1.1 oder 99% ?
    Auch die Aussage "dass der Verfasser keine Ahnung hat im Schattenmangement".. keine =100%...


    Manchmal fände ich es gut, wenn wir Aussagen/Behauptungen anders ausdrücken würden....

  • Zitat von Hasch-Key

    > 1%, kann bedeuten 1.1% oder 100%.
    Für mich ist das sehr beunruhigend und verstörend.
    Verprassrt der TS nun 1.1 oder 99% ?


    Für PV tut Not ist das ziemlich egal, weil er ja fast keine verschatteten Module hat.
    Aber wenn Leute mit Schattenproblem von den Solarteuren extra SE aufgeschwatzt kriegen, weil das angeblich besser mit dem Schatten umgehen kann, dann ist das kontraproduktive Geldverschwendung. DAS sollte dich beunruhigen und verstören :shock:


    Zitat

    Auch die Aussage "dass der Verfasser keine Ahnung hat im Schattenmangement".. keine =100%...


    Der Verfasser der Application Note hat offensichtlich genau 0% Ahnung vom Schattenmanagement, wenn du es genau wissen willst.

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Zitat von Weidemann


    Ohne Schattenmanagement findet man den Punkt maximaler Leistung nicht (was die diversen SE-Logdaten auch zeigen).


    Wenn Du (oder auch andere) nicht ständig mit dem dämlichen Marketingbegriff Schattenmanagement hausieren gehen sondern den technisch korrekten Begriff der Leistungsanpassung verwenden würdet, würdest Du vielleicht auch kapieren, daß es hier weniger um Schatten als um unterschiedliche Einstrahlungsverhältnisse geht.
    Und natürlich kann ein einzelner Optimiere am Modul das besser, zumindest aber schneller händeln als ein WR an einem String mit 20 Modulen, da kommt man nur auch einen optimalen Mittelwert, ist eben aus Sicht WR eine blöde Blackbox.


    Wenn ein WR mit seinem Schattenmanagement ein Modul über die Bypassdioden abkoppelt, dann ja nicht, um den letzten Rest aus dem Modul zu kitzeln sondern nur um sicherzustellen, daß die anderen Module ihre Leistung abgeben können.
    Aber das ist ein Sonderfall.


    Zitat von Weidemann

    In diesem Beispiel hab ich grob überschlagen, dass grob >1% des Jahresertrags durch fehlendes Schattenmanagement der SE-Optimierer verloren geht: probleme-mit-solaredge-anlage-jinko-solar-jkm305m--p1641944.html#p1641944
    Ob das Peanuts sind muss jeder selber entscheiden. In meinen Augen ist das eine völlig unnötige Ertrags-Verschwendung.

    Sehr witzig, die meisten Anlagen regeln bei 70% ab und Du erigierst Dich wegen einem popeligen Prozent?


    Zitat von Weidemann

    Zusätzlich hat man den Bypass-Fall regelmäßig, wenn z.B. ein Vogeldreck oder ein Blatt auf dem Modul ist. Ist also ein ganz normales Vorkommnis,


    Das ein Vogel auf die PV scheisst, ja - das das einen Bypass-Fall auslöst - nein. Dachte ich auch mal, aber das Monitoring zeigt eindeutig, dass sich das überhaupt nicht auswirkt - zumindest nicht bei SE. Nicht mal eine dicke Staubschicht - wegen der Trockenheit - wirkt sich messbar aus. Hab vorher und nach dem Waschen verglichen - nix. Wenn Dein Argument also nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, dann sind normale Anlagen offenbar ganz schön anfällig...

  • Zitat von Stenis

    Wenn Du (oder auch andere) nicht ständig mit dem dämlichen Marketingbegriff Schattenmanagement hausieren gehen sondern den technisch korrekten Begriff der Leistungsanpassung verwenden würdet, würdest Du vielleicht auch kapieren, daß es hier weniger um Schatten als um unterschiedliche Einstrahlungsverhältnisse geht.


    Was stört dich am Begriff Schattenmanagement? Das sagt doch klar um was es geht.
    "Leistungsanpassung" sagt mir dagegen nichts, was soll das bedeuten?
    Und sicher, Schatten kann man auch als "unterschiedliche Einstrahlungsverhältnisse" bezeichnen... bleibt aber das gleiche.


    Zitat

    Und natürlich kann ein einzelner Optimiere am Modul das besser, zumindest aber schneller händeln als ein WR an einem String mit 20 Modulen,


    Sollte man meinen, aber faktisch macht der einzelne SE-Optimierer bei Teil-Schatten modulseitig garnichts, sondern stellt sich dumm und wartet auf bessere Zeiten...


    Zitat

    Wenn ein WR mit seinem Schattenmanagement ein Modul über die Bypassdioden abkoppelt, dann ja nicht, um den letzten Rest aus dem Modul zu kitzeln sondern nur um sicherzustellen, daß die anderen Module ihre Leistung abgeben können.


    Der WR weiß ja nichtmal, was er da gerade macht. Er weiß nur, dass er grad das Optimum rausholt, er "sieht" ja schließlich nur lauter Moduldrittel. Das versucht SE aber garnicht erst.


    Schön dass dein Vogeldreck so klein war...
    Wenn dir 1% Ertragsunterschied egal ist, wieso wischt du dann Staub auf deinen Modulen?

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-