Neue Anlage ~7kWp + Speicher + Erweiterung ~7kWp

  • Hallo liebes Forum,


    ich bin absoluter Neuling im PV-Bereich. Ich habe zwei Gebäude auf dem gleichen Flurstück mit zentralem Stromverteiler auf deren Dächer ich gerne eine PV-Anlage installieren würde (mit 12 Monaten Unterschied).


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    Ausgangsdaten
    Wohneinheiten: 4
    Stromzähler Aktuell: 3 (denkbar ist, alle Einheiten über einen zentralen Zähler zu versorgen, da wir eine Familie sind und alle Zähler sowieso schon auf mich angemeldet sind -> Ziel "Eigenverbrauchsoptimierung")
    Personen: 9 (Großfamilie :shock: )
    Stromverbrauch: 8534,4 kWh pro Jahr
    Stromverbrauch: Konstant über den Tag verteilt
    Warmwasser: Zur Zeit noch über DLH, wird zukünftig entfallen. Stromverbrauch dürfte also sinken.


    Dachfläche 1:
    Größe: ~50qm
    Ausrichtung: NNO
    Neigung: 16° (lt. Solarkataster)


    Dachfläche 2:
    Größe: ~50qm
    Ausrichtung: SSW
    Neigung: 45° (lt. Solarkataster)


    :arrow::arrow:
    Vorhaben
    Dieses Jahr würde ich gerne auf Dachfläche 1 eine PV-Anlage installieren, da dort sowieso das Dach ausgetauscht wird. Dort würde ich gerne folgendes einbauen:


    - ca. 6-8kWp PV-Module
    - Fronius Symo Hybrid 5.0-3-S Hybrid-Wechselrichter
    - Fronius Checkbox für LG
    - LG Chem RESU 10H, 10kW-Speicher


    In einem Jahr (>12 Monate) würde ich gerne die Anlage erweitern, da dann die Dachfläche 2 neu eingedeckt werden soll:


    - ca. 6-8kWp-Module
    - kompatibler Wechselrichter


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    Meine Fragen:


    1. Macht die Kombination für Dach1 Sinn (unter der Prämisse, das Dachfläche 2 ebenfalls PV-Module bekommt)?


    2. Kann ich in 12 Monaten eine weitere Anlage in Betrieb nehmen, die ebenfalls den vorhandenen Speicher nutzt, aber dennoch von der EE-Umlage befreit bleibt? Wenn ja, mit welcher techn. Kombination verbinde ich das ganze (so dass der Speicher geladen wird)?


    3. Ist der Speicher erweiterbar?


    4. Anmerkungen, Ideen, usw erwünscht :lol:



    Hoffe, ich konnte alle relevanten Informationen bereitstellen. :)

  • Mhm - kommt wohl zum Teil darauf an wie sich die Sache mit den Smartmetern entwickelt bzw. welche Zusatzkosten dafür anfallen.


    Im Moment liegt die Grenze wohl bei 7 KWpv bzw. 6000 kWh Stromverbrauch.


    Wenn der Speicher noch nicht gesetzt ist - Die Anlagen getrennt halten.
    Vielleicht auch den Speicher in die *nächste Stufe* schieben.

  • Wenn ein Speicher geplant ist, würde ich das ganz klar als SMA Anlage bauen.
    Ist mMn besser, flexibler und auch günstiger.
    Grundsätzlich solltest DU Dir Gedanken über den Sinn und Zweck des Speichers machen.
    Du sparst damit nix, eher ganz im Gegenteil, da die KWh aus dem Speicher dich 30-50 Cent kosten wird.


    Wenn heute schon klar ist, dass da mal 12-18KWp auf den Dächern sind, bereits heute den PV WR so auslegen, dass er beide Anlagen bedienen kann. Du bezahlst sonst zu viel für WR.


    Ist bei den 4 Wohneinheiten irendwas vermietet oder eine Vermietung geplant?
    Bei 100% Eingennutzung durch die Familie, die überzähligen Zähler raus schmeißen und auf einen Bezugszähler für alle Wohneinheiten reduzieren. Dahinter kann man zur "Verbrauchskontrolle" immer noch mit gekauften Zählern den Verbrauch der Wohneinheiten separat messen. Von B+G E-Tech gibt es da gute und günstige Lösungen, die einfach nur funktionieren.


    Wie wird zukünftig Warmwasser gemacht?


    Stelle mal Bilder der Dachflächen ein und Maße der Dachflächen.
    Das ist wichtig für die Planung der Belegung und dann für die WR Auswahl.


    Bei Ziel 12-18KWp würde ich einen SMA STP15000 als WR vorschlagen, der problemlos 2 Dachausrichtungen bedienen kann.
    Wie die Verstringung aussehen könnte, sollte vor dem Kauf klar sein, der Endausbau muss definiert sein.


    Dazu der SunnyHomeManager2.0 von SMA, SMA SBS2.5 Batterie WR und als Speicher der besagte LG Speicher oder eine BYD Lösung. Gerne nochmal, der Speicher spart nix, es ist ein teures Hobby, mehr nicht.


    Das gesparte Geld besser in mehr PV stecken, falls noch Garagendächer, Carport, Anbauten, große Gartenhäuser, usw. vorhanden sind.


    Zitat

    1. Macht die Kombination für Dach1 Sinn (unter der Prämisse, das Dachfläche 2 ebenfalls PV-Module bekommt)?


    Nein, das Ziel muss ein WR sein.


    Zitat

    2. Kann ich in 12 Monaten eine weitere Anlage in Betrieb nehmen, die ebenfalls den vorhandenen Speicher nutzt, aber dennoch von der EE-Umlage befreit bleibt? Wenn ja, mit welcher techn. Kombination verbinde ich das ganze (so dass der Speicher geladen wird)?


    Bei einem WR passiert das automatisch, es ginge aber auch mit 2 WR, die aber unnötig mehr kosten.


    Zitat

    3. Ist der Speicher erweiterbar?


    Es ist geschickter und auch wirtschaftlicher ohne Speicher zu starten.
    Speicher sind aktuell einfach noch zu teuer, viel zu teuer.
    Bei einem KWH Preis von 500,- inkl. Batterie WR wird es langsam interessant.
    In der Zwischenzeit Daten/Erfahrung sammeln und später die richtige Speichergröße kennen.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Wenn Du es nur unter wirtschaftlichen Aspekten betrachten willst: Sofort das zweite Dach neu decken und dann beide Anlagen sofort bauen und natürlich an einen Wechselrichter anschließen. In Summe sollte das deutlich günstiger sein. (Gerüst, Montage, Wechselrichter, etc)


    Ein Speicher ist (im Moment) nie wirtschaftlich.


    Dafür auf jeden Fall so viel PV wie möglich. Durch die unterschiedliche Ausrichtung wirst Du, bei Belegung beider Dächer, kaum Verluste durch die 70% Regelung haben. Ich würde das mal mit PVGIS ausrechnen, aber ich schätze das sich beide Dächer voll gut rechnet.


    Die Mehrkosten durch die EEG-Umlage sind gering im Verhältnis zur Kosteinsparung beim Komplettbau und im Verhältnis zur erhöhten Einspeisevergütung. Wer weiß was Du nächstes Jahr noch bekommst :-(

  • Such erstmal alle Details zu den Dächern zusammen: Jeweils genaue Neigung + Ausrichtung (auch flache Norddächer, Garagen u.ä.), und Anzahl Module die draufpassen, mit Fotos und Sat-Bild (Verschattung?).
    Erst nach der Planung, wie es irgendwann endgültig ausschauen soll, kann man sagen was ein sinnvoller erster Schritt ist.


    Zumindest bei gleichem Eigentümer der Gebäude würd ich das ganze definitiv als eine Anlage betreiben und auf einen WR laufen lassen (Stringkabel können von allen Dächern zum WR-Standort geführt werden?), mit gemeinsamem Strombezugs-Tarif für alle Einheiten. (Das spart auch viel Papierkram.)


    Wenn mal einer der Mieter einen eigenen Strombezugs-Vertrag will, dann ist der halt nichtmehr am Solar-Eigenverbrauch beteiligt --> kann dir dann auch egal sein, denn die Anlage trägt sich primär über die Einspeisung.

  • Hallo,


    ich habe mich bereits mit der Auslegung eines Wechselrichters beschäftigt und möchte sicherstellen, dass ich das richtig gemacht habe:



    Daten Wechselrichter


    Anzahl MPP: 2
    MPP-Bereich: 80-400V
    Max. DC-Spannung: 2x500Vdc
    Max. Eingangsstrom: 2x18Adc



    Daten Module:


    Wp: 310
    Voc (STC): 45,1V
    Vmpp (STC): 36,5V
    Impp (STC): 8,50A
    Isc (STC): 9,05A
    Temp. Coeff. Voc: -0,32%/°C
    Temp Coeff. ISc: 0,05%/°C
    Temp. Coeff. Pmax: -0,39%/°C
    Modell: RISEN RSM72-6-310P



    Ich habe errechnet:


    Spannung Uoc bei -10°C: +49,75V
    Spannung Umpp bei -10°C: +37,53V
    Spannung Umpp bei +70°C: +27,04V


    Anzahl geplanter Module: 18 oder 20


    Maximale Spannung bei -10°C bei 18 Modulen: 2x 447,75V
    Maximale Spannung bei -10°C bei 20 Modulen: 2x 497,5V



    Frage:


    1. Habe ich richtig gerechnet?


    2. Kann ich guten Gewissens 10 Module pro Strang nehmen, die Spannung bei -10°C also an die 497,5V / 500V max. machen oder ist das "zu knapp"?



    Edit:


    Standort Südhessen, Norm-AT -12°C

  • Was für ein WR soll das sein?
    Die Daten kommen mir sehr merkwürdig vor.
    Gängige WR kommen von SMA, Fronius, Kostal, ABB, StecaGrid, .....


    Ist eine normale EEG Einspeiseanlage geplant oder was anderes?


    Die Module sind große 72-Zeller, da gehen an einem handelsüblichen 1000V WR maximal 19 Stück in einen String.
    Es kommt auf die Leerlaufspannung bei -10 Grad Außentemperatur an.
    Die Moduldatenbank zeigt für das Modul eine Spannung von 51V bei -10 Grad; 10 Stück passen.


    BTW: 310Wp sind für ein 72-Zeller wenig, gängig und ebenfalls noch günstig wären hier 330-350Wp.
    Alternativ solltest Du nach Standard 60-Zellern suchen. Diese sind weit verbreitet und im Bereich 300-310Wp ebenfalls gut und günstig zu bekommen.


    Wie bist Du auf die 72-Zeller gekommen?
    Passen die besonders gut zum Dach ... günstig ... anderer Grund?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5