PV Strom: Zuheizung Warmwasser

  • Hallo Zusammen,
    ich bin neu hier und plane derzeit eine PV Anlage mit Speicher.
    Um meinen Eigenverbrauch zu erhöhen, denke ich über ein strombetriebenes Heizschwert nach, das mein Brauchwasser bei PV Strom Überschüss und vollem Speicher aufheizt.
    Ich habe einen Fernwärmeanschluss, der diese Aufgabe normalerweise übernimmt.
    Meine Frage ist: gibt es ein System, dass dann die Fernwärme (PEWO Compact Hausanschlussstation) quasi abschaltet, dass bei der PV Strom betriebenen Heizung mit dir Fernwärme nicht mein Brauchwasser aufheizt.
    Die Steuerung des Stromflusses ist über das Heizschwert und die Steuerung problemlos möglich, aber der Anschluss an die Fernwärmestation ist mir nicht klar.
    Hoffe, dass ich hier auf erfahrene Planer treffe ;-)
    Gruss
    Uli

  • Gegenfrage: braucht es dazu überhaupt ein System daß die Fernwärme abschaltet, oder lässt sich das über Temperatureinstellung regeln (Einschaltschwelle der Übergabestation und des Heizelements anpassen)


    zweite Gegenfrage: was versprichst du dir von dem geplanten System ?


    Wenn du meinst daß du mit deiner Investition Kosten sparen kannst gegenüber der Fernwärme, dann solltest du das sehr genau durchrechnen.
    Wenn nicht außergewöhnliche Umstände vorliegen, wird das wahrscheinlich nicht wirtschaftlich darstellbar sein. Vermute ich.

  • Sehe ich ähnlich wie jodl,


    gibt es keine Einspeisevergütung für den Strom ?


    bzw. wenn es eine gibt (Bau in Deutschland baldmöglichst??)
    dann wäre ein Heizschwert Energie- und Geldverschwendung.

  • Ein Heizstab kann nur sinnvoll sein bei Überschüssen, die sonst abgeregelt würden (über 70%). Alles andere ist Verschwendung.
    Die Frage ist: Wie oft kommt die Anlage überhaupt über 70% (wie ist die Dachausrichtung, WR-Dimensionierung größer 70%, ...) und wie hoch ist die sonstige Grundlast im Haus, die u.U. sowieso schon den Ertrag über 70% direkt verbraucht?


    Klar, ein Heizstab kostet vergleichsweise nicht die Welt, aber trotzdem stellt sich die Frage, ob es sich lohnt, zumal die Fernwärme wahrscheinlich recht günstig ist, oder?

  • mit einem Heizstab lässt sich der tatsächliche Heizbedarf für das Warmwasser sehr gut bestimmen.
    Außerdem hat ein Heizstab den höchsten Wirkungsgrad.
    Warum also nicht die Fernwärme im Sommer ausschalten und die saubere PV Wärme nutzen?
    Und lohnen dürfte sich es auch, der PV Strom kostet ca 6cent/ kwh, das ist günstiger als die Fernwärme.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    Außerdem hat ein Heizstab den höchsten Wirkungsgrad.


    NEIN!


    Ein Heizstab macht aus 1 kWh Strom genau 1 kWh Wärme. Es gibt kein System und kann es rein physikalisch nicht geben, was aus 1 kWh Strom weniger als 1 kWh Wärme machen kann. Somit ist der Heizstab das Heizsystem mit dem NIEDRIGSTEN Wirkungsgrad!!
    Eine Wärmepumpe macht je nach COP aus 1 kWh Strom 3...6 kWh Wärme. Das ist dann effizient.

  • Zitat von buergersolar

    Eine Wärmepumpe macht je nach COP aus 1 kWh Strom 3...6 kWh Wärme. Das ist dann effizient.


    ach was, ein Solarthermie Anlage macht zBsp. aus einer 1Kwh Strom 100Kwh Wärme .. :mrgreen:

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo liebe Leute,


    wie in fast jedem Forum zu anderen Themen wird oft eine Diskussion angefangen, die nicht auf die eigentliche Frage oder das Problem eingeht.
    Also bitte keine Diskussion über Wirtschaftlichkeit oder sonstige div. Berechnungen zum Wirkungsgrad.


    Aber um eure Neugierde zu befriedigen, folgende Planung:
    4,5 kWp, volle Südausrichtung, keine Verschattung, Flachdach
    2 Personenhaushalt, 3400 kWh/a
    ca. 150 W Grundlast aufgrund div. Geräte und Aquarium
    Speichergrösse steht noch nicht fest.
    Einspeisevergütung 12ct/kWh
    Ich will nur meinen Eigenverbrauch erhöhen und denke eben über einen Heizstab nach. Mein Brauchwasserkessel lässt eine Nachrüstung zu.
    Zur Fernwärme: ich hänge mit meinem Reihenhaus an der Übergabestation der Stadt an der Wohnungseigentumergemeinschaft. Ich bezahle meine Wärme gemäß Ablesung, jedoch schwankt der Preis für die MWh jährlich, da im Netz der WEG div. Wärmeverluste auflaufen, die natürlich von allen Eigentümern bezahlt werden müssen.
    Dazu gibt es eine sog. 70/30 Regelung, also Verbrauch und Wohnfläche spielen eine Rolle bei der Kostenumlegung.


    Das Thema Wirkschaftlichkeit ist jetzt nicht das einzige Kriterium, wir wollen/sollen doch unserer Umwelt etwas Gutes tun.


    Lustig: grad beim Schreiben dieses Textes ruft mich der Kundendienst meiner FW Station an: ja, die Abschaltung der FW geht, wenn ich elektrisch heize. Einfach über ein Relais mit Widerstand wird der FW Station über einen vorh. Eingang mitgeteilt, dass ein Heizen mit FW nicht notwendig ist. Wenn der Heizstab aus ist, dann heize ich wieder mit FW.


    Ich lasse jetzt diesen Beitrag totzdem mal hier so stehen bzw. habe ihn finalisiert. Vllt. hilft er ja auch anderen Nutzern.
    Gruss
    Uli