PV Anlage Hütte

  • Hallo liebes Forum!


    Ich würde gerne eine Inselbetriebene PV-Anlage auf meiner Hütte installieren. Bin noch nicht so bewandert in der Matrerie und hoffe auf Rat ;)
    Die Anlage soll ausschließlich Energie für Licht produzieren. Da ich nicht regelmßig oben bin, brauche ich kein großes Panel -> die Batterie hat Zeit zum Laden.
    Ich würde jedoch gerne 2 Nächte Licht zu verfügung haben und dafür die Batterie hernehmen. Geplant wäre:


    80 W Monokristallin
    18 LED mit je 5 W (laufen natürlich nicht immer)
    100 Ah Solarbatterie oder eine "alte" Autobatterie
    Steca Laderegler PR1010


    Soll alles auf 12 V laufen also keinen Wechselrichter.


    1. Frage: Wie sieht es mit den Sicherungen aus? Wo brauche ich welche Sicherung?
    2. Frage: Kabelquerschnitte ?

    Freue mich auf eure Antworten.
    Lg Josh



  • Ich würde Anstelle des Steca (PWM) Ladereglers einen
    Tracer kaufen der MPP fähig ist :wink:


    ...die Beleuchtung deckt sich recht gut mit den 90W LED Lichtleistung die in der Hütte montiert sind um die ich mich kümmere.
    Wie viele Wattstunden brauchst du pro Nacht?


    Einmal Sicherung auf jeden Fall vor die Batterie eine Sicherung, damit die Kabel die von dort weggehen abgesichert sind.


    Wie genau ist die restliche Installation ausgeführt?

  • Erstmal danke für die schnlee Antwort ! :)


    Welche vorteile bietet ein MPPT gegenüber einem "normalen" PWM Laderegler ?
    könntest du mir für 10 A einen empfehlen?
    Würde sonste einafch den hier auf Amazon nehmen : "Qaurora MPPT Solar Ladegerät Tracer A Serie 10A" ?


    Ich denke ca. maximal 200 Wattstunden pro Abend, 2 Nächte lang.
    Also würde schon eine Batterie mit 100 Ah reichen oder ?


    Die restliche Installation wird recht simpel gehalten. Ich denke eine Sicherung vom Verbraucher-Ausgang des Laderreglers zu einer Verteilerdose und dann durch die Hütte kreuz & quer :)
    Kabel würde ich 2 polige nehmen mit 1 oder 1,5 mm^2 Querschnitt zu den LED.


    Kabelquerschnitt vom Panel zum Laderegler und vom Laderregler zur Batterie und Sicherungen weiß ich noch nicht genau.

  • Hi Josh.


    Längere Zeiträume in teilentladenem Zustand sind für Bleiakkus generell nicht so gut, das nur als Hinweis.


    Wie viele Tage bist Du denn zwischen zwei Aufenthalten so im Schnitt nicht da?


    Zitat

    Welche vorteile bietet ein MPPT gegenüber einem "normalen" PWM Laderegler ?


    Geringfügig höhere Ausbeute. Dann solltest Du aber ein Modul mit höherer Spannung (Ump >= 22V) nehmen, als bei einem PWM-Laderegler (Ump so um die 18V). Ich würde persönlich, wenn ich die Wahl hätte, einen Marken-PWM einem China-MPPT vorziehen, Betriebssicherheit ist auch was. :D Die schicke SOC-Funktion vom PR1010 würde bei Deiner Konfiguration funktionieren, das ist nett im Betrieb und verlängert meiner Meinung nach die Lebensdauer der Batterie.


    Zitat

    Ich denke ca. maximal 200 Wattstunden pro Abend, 2 Nächte lang. Also würde schon eine Batterie mit 100 Ah reichen oder ?


    Ja, aber grundsätzlich zu Bleibatterien s.o. Ich nehme an, Du bist nur im Sommer auf der Hütte?


    Zu den Leiterquerschnitten kann ich so nichts sagen, Du müsstest uns sagen, wie groß die Entfernung zwischen Laderegler und Modul/Batterie/Verbraucher ist.


    Autobatterie würde ich nicht machen, außer die gibt's für umme, die wird nicht lange leben.


    LG


    Boitel

  • Hi Josh,


    12 V 100 Ah ist reichlich. Mit einer neuen Starterbatterie mit ca. 50 Ah kannst Du bei dieser Nutzung mit einer Gebrauchsdauer von 10 Jahren rechnen. Eine noch brauchbare Gebrauchte ist klar unschlagbar. Bevor Du die hochschleppst, ist ein Kapazitätstest empfehlenswert. Länger halten bei dieser Nutzung nur OPz. Ihr Mehrpreis wird sich nicht auszahlen.
    Wenn Du ein Modul mit ca. 18 V Leerlaufspannung nimmst brauchst Du gar keinen Laderegler, nur einen Überspannungsbegrenzer.
    Ob 80 W Modulleistung ausreichen hängt vor allem vom Wetter ab. 400 Wh erntest Du damit, optimal ausgerichtet, an einem sonnigen Tag. Ist es trüb dauert die Volladung ca. 10 Tage. Liegt Schnee auf dem Modul geht gar nichts und der Akku leidet. Deshalb sollte das Modul im Winter fast senkrecht und nach Süden ausgerichtet werden.


    Freundliche Grüße
    pvx

  • Hallo, die Auswahl des Ladereglertyps richtet sich nach der MPP Spannung des Moduls, dr Systemspannung und der max. Modulleistung. Wenn du ein 36 Zellen Modul bei 12V Systemspannung verwendest braucht man nur einen PWM Laderegler, MPPT funktioniert aber auch, hat sogar einen etwas besserer Ertrag. Der Vorteil vom MPPT Regler ist dass man günstige 60 Zeller mit ca. 30V MPP Spannung verwenden kann, die Spannung des Moduls wird dann vom MPPT Regler umgewandelt auf die 12V Batteriespannung. Die gute gebrauchte 100Ah Batterie ist für deinen Zweck ausreichend.
    Grüße Toni.

  • Zitat von pvx

    Hi Josh,


    Wenn Du ein Modul mit ca. 18 V Leerlaufspannung nimmst brauchst Du gar keinen Laderegler, nur einen Überspannungsbegrenzer.


    Freundliche Grüße
    pvx


    Hallo Zusammen
    und so killt man Akkus in kürzester Zeit mit einem Überspannungsbegrenzer.
    Richtig ist ein Laderegler der alle Ladezyklen richtig regelt sonst leiden die Akkus sehr Stark.


    @ Josh


    Also der Steka PR1010 wäre ein PWM Regler was bei dem Modul so ca. 20% bis 30% Leistungsverlust gegeüber einem MPPT wie der Victron BlueSolar MPPT 75/10 bedeutet. Dein Solarmodul ist eine Stromquelle um die maximale Leistung zu bekommen sollte die Modulspannung nahe bei den 18V liegen. ein PWM Regler ist nix anders als ein Schalter der das Solarmodul aus das Spannungsnivo der Batterie zieht , also bei 13V Batteriespannung kommen noch die Spannungsverluste des Reglers dazu hat das Solarmodul dann eine Spannung von ~13,8V. Dein Solarmodul hat eine MPP Spannung von 18V wird aber auf 13,8V gezogen sind 3,2V Spannungsverlust bei einem Solarmodulstrom von 4,4A sind nur 60W. Bei einem MPPT Regler wird die Modulspannung auf die MPP Spannung geregelt bei deinem Solarmodul 18V jetzt kommen immer noch den 4,4A maximal raus was die 80W deines Solarmoduls sind. Die 80W Leistung werden in dem MPPT Regler mit Hilfe eines Schaltwandlers (ähnlich Trafo) auf die 13V der Batterie geregelt und so werden aus den 18V 4,4A von deinem Solarmodul 13V 6A und deine Batterie wird schneller geladen. Aus diesem Grund ist ein MPPT Regler die beste Wahl.
    die Besten MPPT Regler die ich kenne sind von Victron und wenn Du wissen willst wie voll die Batterie ist dann greife zu den SmartSolar und lese den Regler mit dem Handy aus.


    Aus eigener Erfahrung die 80W werden irgend wann zu klein von 120W ging es auf 245W bei mir

    Gruß Markus

  • Zitat von Josh H


    80 W Monokristallin
    18 LED mit je 5 W (laufen natürlich nicht immer)
    100 Ah Solarbatterie oder eine "alte" Autobatterie
    Steca Laderegler PR1010


    Falls das Modul ein 36 Zeller ist, mit einer Leerlaufspannung um die 21 V und Mpp Spannung 18 V, bis hierher alles richtig ausgewählt :D Ein paar Euro dazu und du kannst ein 100 oder 120 Wp kaufen. Die kleinen 36 Zeller gibt es bis 150 Wp.
    Die 18 LED werden sicher auch nicht alle gleichzeitig an sein?
    Ein 80 Wp Modul erzeugt pro Tag im Sommer um die 300 Wh, die größeren entsprechend mehr.
    Verluste im System um die 30%.

  • Danke für die vielen Antworten !


    Zitat von boitelratte


    1. Wie viele Tage bist Du denn zwischen zwei Aufenthalten so im Schnitt nicht da?
    2. Ich würde persönlich, wenn ich die Wahl hätte, einen Marken-PWM einem China-MPPT vorziehen, Betriebssicherheit ist auch was
    3. Ja, aber grundsätzlich zu Bleibatterien s.o. Ich nehme an, Du bist nur im Sommer auf der Hütte?
    4. Zu den Leiterquerschnitten kann ich so nichts sagen, Du müsstest uns sagen, wie groß die Entfernung zwischen Laderegler und Modul/Batterie/Verbraucher ist.


    1. Mindestens 2 Wochen aber meistens um einiges Länger. Also hat die Batterie Zeit zum Laden :)
    2. Da ich gerne ein Display habe wo ich ein paar Sachen ablesen kann und mir der Victron SmartSolar zu teuer ist werd ich eher zum Steca greifen. Wenn das Quatsch ist und ich da nix ablesen muss dann nehm ich den Victron da er nur 10 € teurer ist. :)?
    3. Kann auch vorkommen, dass ich im Winter oben bin ;). Dann greife ich zu einer Solarbatterie. Was denkst du wie viel Ah ich benötige für 400 Wh ?
    4. puuh.. das weiß ich selber noch nich. ^^ ...muss ich erst messen aber ich schätze so 10 - 15 m vom Panel, 1m (genau darunter) von der Batterie und eben durch die gesamte Hütte zu den LED - vom Laderregler.


    Zitat von Toni1965


    Hallo, die Auswahl des Ladereglertyps richtet sich nach der MPP Spannung des Moduls, dr Systemspannung und der max. Modulleistung. Wenn du ein 36 Zellen Modul bei 12V Systemspannung verwendest braucht man nur einen PWM Laderegler, MPPT funktioniert aber auch, hat sogar einen etwas besserer Ertrag. Der Vorteil vom MPPT Regler ist dass man günstige 60 Zeller mit ca. 30V MPP Spannung verwenden kann, die Spannung des Moduls wird dann vom MPPT Regler umgewandelt auf die 12V Batteriespannung. Die gute gebrauchte 100Ah Batterie ist für deinen Zweck ausreichend.
    Grüße Toni.


    Okay also entweder 80 W 12 V und PWM (175 €) oder bissi teurer 100 W 36 V und MPPT (205€)? Wobei ja auch 80 W und MPPT ginge (180€). :)