Stromzähler vs Wechselrichter

  • Ich betreibe eine kleine Volleinspeisungsanlage von 2001, bei der ich kürzlich den WR getauscht habe. Der neue WR, ein Steca coolcept 1500, zeigt Ertragsdaten an, die konstant ziemlich genau 5% über denen vom Stromzähler gemessenen liegen. Jetzt frage ich mich natürlich, was denn nun stimmt, und woran diese Abweichung liegen könnte. Möglicherweise bekomme ich seit 17 Jahren zu wenig Einspeisevergütung? Hat jemand Erfahrungswerte, wie genau die WR-Ertragsdaten im Allgemeinen (und speziell bei Steca) so sind?


    VG
    Frank

  • Mein Kostal Wechselrichter schönt auch seine Leistung...witziger Nebeneffekt: Da bei mir der Stromsensor vor dem Zähler eingebaut ist rechnet der Wechselrichter den Hausverbrauch aus. Gesamtleistung gemessen - erzeugte Energie = Hausverbrauch. Bei niedrigem Hausverbrauch errechnet der Wechselrichter dann einen negativen Hausverbrauch :mrgreen:

  • Zitat von jodl

    1. Panikmodus ausschalten
    2. kleiner Tipp: was ist geeicht:
    2.1 der Wechselrichter :?:
    2.2 der Zähler :?:


    Danke für deine Antwort, die aber eigentlich nur eine Trivialität wiedergibt, die wohl jedem klar ist. Aber:


    1. Wie leitest du aus meiner Frage irgendeine Form von Panik ab?
    2.1. Sollte ein Hersteller wirklich mit geschönten Ertragswerten seinen scheinbaren Wirkungsgrad "optimieren"? Dass das technisch bedingt nicht genauer kalibrierbar ist, glaub ich keine Sekunde lang.
    2.2. Was hat man nicht alles schon von falsch zählenden Zählern gehört? Der hängt da jetzt auch schon viele Jahre rum, und so abwegig wäre da eine Gangabweichung bei einem analogen Zähler (Ferraris) auch wieder nicht.
    2.3. Es sind ja auch noch weitere Auflösungen denkbar. So könnte die vom WR angezeigte Leistung ja auch Blindleistung beinhalten oder vielleicht DC-Leistung sein? Oder es geht möglicherweise sogar etwas Leistung zwischen WR und Zähler verloren?


    Genau über diese Punkte wollte ich gerne Einschätzungen oder eine Diskussion. Dein auf mich schon etwas überheblich und sarkastisch wirkender Beitrag führt da nicht wirklich weiter.


    Frank

  • Man sieht das so:
    1) Der Zähler ist geeicht. Er SOLLTE richtig sein, ausser er ist kaputt.
    2) Der WR zeigt was an, das braucht aber nicht richtig zu sein, denn es ist NICHT geeicht. Und kaputt kann er auch sein.


    Man kann nun entweder 1) glauben, oder mit geeigneten Messmitteln überprüfen.


    "Geeignete Messmittel" sind ausschliesslich welche, die eine (noch gültige) Eichung haben.


    https://www.photovoltaikforum.…ter-t124685.html#p1641608

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  • Kostal hat mir schriftlich gegeben das mehrere Prozent Abweichung normal sind, mit der Begründung: sie wären ja nicht geeicht.


    Abgesehen davon: Auch ein geeichter Zähler ist nicht exakt: Bei Genauigkeitsklasse A sind bei einphasiger Last und mehrphasigem Zähler 4% Toleranz erlaubt. Und das bei Nennbetriebstemperatur. Bei kleiner Last und extremen Temperaturen darf die Toleranz fast doppelt so hoch sein. Und die Verkehrsfehlergrenze ist dann noch mal das doppelte.


    Ich nehme an Du speist einphasig ein?

  • Zitat von Monsmusik

    Danke für deine Antwort, die aber eigentlich nur eine Trivialität wiedergibt, die wohl jedem klar ist.


    Danke für deine EInschätzung, ich habe mich bemüht das Trivialitätsniveau meiner Antwort an die Fragestellung anzupassen.
    Und offensichtlich ist die Sache ja nicht jedem so ganz klar, sonst hättest du ja nicht gefragt.


    Zitat von Monsmusik

    Aber:


    1. Wie leitest du aus meiner Frage irgendeine Form von Panik ab?


    ganz einfach, deswegen:

    Zitat von Monsmusik

    Möglicherweise bekomme ich seit 17 Jahren zu wenig Einspeisevergütung?


    da hört man doch im Hintergrund schon die Schnappatmung 8)


    Zitat von Monsmusik


    2.1. Sollte ein Hersteller wirklich mit geschönten Ertragswerten seinen scheinbaren Wirkungsgrad "optimieren"? Dass das technisch bedingt nicht genauer kalibrierbar ist, glaub ich keine Sekunde lang.


    nicht alles was technisch machbar ist, wird auch im Serienprodukt verbaut. Das hat manchmal finanzielle Gründe. Außerdem liegt es auch daran daß ein Wechselrichter, wie schon der Name vermuten lässt, eher ein Wechselrichter ist, als ein Zähler.


    Zitat von Monsmusik


    2.2. Was hat man nicht alles schon von falsch zählenden Zählern gehört? Der hängt da jetzt auch schon viele Jahre rum, und so abwegig wäre da eine Gangabweichung bei einem analogen Zähler (Ferraris) auch wieder nicht.


    was hast du denn schon alles von "falsch zählenden" Ferrariszählern gehört? Gib doch mal ein Beispiel.


    Zitat von Monsmusik


    2.3. Es sind ja auch noch weitere Auflösungen denkbar. So könnte die vom WR angezeigte Leistung ja auch Blindleistung beinhalten oder vielleicht DC-Leistung sein? Oder es geht möglicherweise sogar etwas Leistung zwischen WR und Zähler verloren?


    keine dieser Möglichkeiten wäre eine "Auflösung" für deine Befürchtung bezüglich der Einspeisevergütung.
    Tatsächlich ist es so, daß die Einspeisevergütung nach dem bezahlt wird was der geeichte Zähler misst, und nicht nach "möglicherweise" am Wechselrichter angezeigter Blindleistung oder "DC Leistung".
    Und, natürlich geht zwischen WR und Zähler "etwas" verloren, aber auch das ist für die Einspeisevergütung unerheblich, weil...(siehe oben)


    Zitat von Monsmusik


    Genau über diese Punkte wollte ich gerne Einschätzungen oder eine Diskussion. Dein auf mich schon etwas überheblich und sarkastisch wirkender Beitrag führt da nicht wirklich weiter.


    meiner Ansicht nach enthält mein Beitrag exakt das worauf es bei der von dir angesprochenen Thematik ankommt.
    und wenn du darüber auch nur ein bisschen nachdenken würdest, dann könnte er dich diesbezüglich auch wirklich weiterführen.
    Aber anscheinend möchtest du lieber eine einfach zu lösende Sache mit Quatsch wie Blindleistung oder DC Leistung sinnlos aufblähen und dich über mangelnde Streicheleinheiten beklagen.

  • Zitat von Avatar2009

    Kostal hat mir schriftlich gegeben das mehrere Prozent Abweichung normal sind, mit der Begründung: sie wären ja nicht geeicht.


    Abgesehen davon: Auch ein geeichter Zähler ist nicht exakt: Bei Genauigkeitsklasse A sind bei einphasiger Last und mehrphasigem Zähler 4% Toleranz erlaubt. Und das bei Nennbetriebstemperatur. Bei kleiner Last und extremen Temperaturen darf die Toleranz fast doppelt so hoch sein. Und die Verkehrsfehlergrenze ist dann noch mal das doppelte.


    Ich nehme an Du speist einphasig ein?


    Grundsätzlich hast du recht, dass das Messen elektrischer Arbeit nicht gerade zu den einfachen Aufgaben gehört.
    Ich habe das zwar etwas genauer in Erinnerung, aber wirklich nicht viel, abhängig vvom Nennstrom, und vom cos Phi.

    Ich glaube, hier stehen eine Menge weitere, unnützer Details drin:
    https://www.ptb.de/cms/fileadm…efregeln/Band6_Teil_M.pdf

    700 Wp ohne EEG; Ziel ROI <2Jahre, Start 20.3.18,
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