Schatten wie lösen, was beachten?

  • Hi,


    aktuell plane ich in etwa folgende Belegung:



    Leider gibt es durch ein Nachbarhaus eine Verschattung, die einige Stunden 6 Module rechts betreffen würde:



    Ich habe mir erläutern lassen, dass Verschattung eines einzelnen Moduls in einem String die Spannung und Leistung aller Module runterzieht.


    Jetzt überlege ich mir, was ich da machen sollte und was zu beachten ist. Dabei habe ich von Anbietern auch allerlei unterschiedliche Kommentare bekommen.


    - einer hat aus seiner Planung einfach die 6 teils verschatteten Module rausgenommen
    - einer meinte, man könne das am besten über eine höhere Anzahl strings lösen, wobei die verschatteten eben ein eigener String wären
    - der dritte meint, ich solle einfach an jedes Modul einen Solaredge Leistungsoptimierer (a 45 EUR) hängen und dann ginge das alles schon toll.


    Was denkt Ihr, was soll ich am besten machen? :?:

  • Zitat von Wohlan

    Ich habe mir erläutern lassen, dass Verschattung eines einzelnen Moduls in einem String die Spannung und Leistung aller Module runterzieht.


    Leider falsch.
    Das ist der Stand von vor ca. 7 Jahren.
    Es gibt heute WR mit Schattenmanagement.


    Der Anbeiter sollte das auch wissen. :roll:


    Auf West würde ich 2 Module weniger legen und im schattigen Bereich 4 Stück hochkant bauen.
    Sind dann 13 Stück, die "an jedem WR" in einen String passen.


    Zitat

    - einer hat aus seiner Planung einfach die 6 teils verschatteten Module rausgenommen


    Unklug.


    Zitat

    - einer meinte, man könne das am besten über eine höhere Anzahl strings lösen, wobei die verschatteten eben ein eigener String wären


    siehe oben


    Zitat

    - der dritte meint, ich solle einfach an jedes Modul einen Solaredge Leistungsoptimierer (a 45 EUR) hängen und dann ginge das alles schon toll.


    Kann man machen, kostet aber Geld und Schatten bleibt trotzdem Schatten.


    Ich würde einen String WR mit Schattenmanagement nehmen.
    SMA oder Fronius.


    BTW:
    Die 4 Stück auf dem NO Dach gehen gar nicht.
    1. ist das viel zu wenig für einen String, damit musst Du SE nehmen
    2. ist das lächerlich wenig
    3. welche Dachneigung hat NO überhaupt?
    4. ich würde versuchen mehr zu legen, Bild vom Dach einstellen wäre toll.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Zitat von seppelpeter


    Leider falsch.
    Das ist der Stand von vor ca. 7 Jahren.
    Es gibt heute WR mit Schattenmanagement.


    Ok, danke.


    Zitat von seppelpeter


    Auf West würde ich 2 Module weniger legen und im schattigen Bereich 4 Stück hochkant bauen.
    Sind dann 13 Stück, die "an jedem WR" in einen String passen.


    Ich fürchte, hochkant gehen nur 3, da das Dach 6,80m hoch ist und zumindest zum Giebel m.W. etwas Platz bleiben sollte.
    Der Verlust der drei Module wird dann wettgemacht durch?



    Auf NO kann ich noch drei unten quer legen, dann sind es 7.
    Das Dach hat 38 Grad DN.
    Die linke Seite ist mit Kram voll (Schornstein, Sat, Klima, Stufen, Lüftung). ganz theoretisch könnte man da noch ein einsames Modul losgelos zwischen unterbringen, aber ob das Sinn macht...


    Was bedeutet "SE nehmen müssen"?

  • Auf 6,8m passen immer 4 Stück 60-Zeller in hochkant.


    Du brauchst auch keinen Abstand zum First.


    4 Module geht nur mit SE und frag mal andere ... ich hege gerne mal Gedanken an kurze Strings.
    SE ist SolarEdge und mag ich eigentlich gar nicht. Ich würde alles daran setzen ohne SE klar zu kommen. Also mehr Module legen.


    Mit 7-9 ohne Schatten könnte man es wagen. Stelle besser mal ein Bild ein. Die SAT könnte man z.B. auch versetzen.


    Damm könnte man auch die Stufen oben kürzer bauen, so dass man da hochkant nach links durch legen kann.


    Unter die Klimaanlage passen auch 2.
    Unten 3 in quer.


    So 14-16 Stück sollte man schon haben am 1000V WR.


    Was ist noch auf dem Dach? Bild???


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  • Hier nochmal das NO-Dach:




    Mehr geht m.E. nicht und das einzelne Teil widerstrebt mir auch eher.


    Mir ist nicht klar, warum hier 7 Stück nicht ok sein sollten (abgesehen von einer allgemeinen Maximierungszielsetzung).


    Was sind eigentlich die Planungsgedanken hinter den "Strings"?


    Ich habe bisher nur verstanden, dass die ungefähr gleich lang sein sollen (müssen die ganz genau gleich lang sein?).
    Oder nicht?
    Würden sich hier drei Strings anbieten (zwei jeweils für die Hälfte des SW-Dach und eines für das NO-Dach?)

  • Strings müssen nicht gleich lang sein.
    Sind sie bei dir ja auch nicht.


    Der WR braucht eine gewisse Spannung um gut arbeiten zu können. Die Spannung ergibt sich aus der Reihenschaltung der Module.


    1000V WR hätten schon gerne mindestens 12 bis 14 Module pro String.


    Bei dir sind es nur 7.
    Deswegen würde ich zu SE raten oder weiter die Belegung optimieren.


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  • Zitat von Wohlan


    Was denkt Ihr, was soll ich am besten machen? :?:


    Das Dach geht doch links neben dem Fenster noch mehr als die 1,93m weiter. Sprich doch mal mit deinen Nachbarn, ob die nicht auch Interesse an einer PV Anlage haben. Wenn du die Übereden würdest, könntet ihr euch die Unterkonstruktion teilen und links neben dem Fenster würden dann 4 60zeller oder 5 48 zeller hochkant passen. Zum Ausgleich für die "Grenzüberschreitung" darf dann dein Nachbar eins der Module mit an seinen Wechselrichter anschließen.
    Das dürfte für beide Parteien günstiger und vor allem größer werden wie wenn ihr das jeder einzeln umsetzt und euch beide an die Grenzen halten würdet.
    Bei Reihen oder Doppelhäusern werden ja Heizungen usw. auch gemeinsam genutzt, wieso sollte das bei einer PV Anlage nicht funktionieren?

  • Zitat von seppelpeter


    Der WR braucht eine gewisse Spannung um gut arbeiten zu können. Die Spannung ergibt sich aus der Reihenschaltung der Module.
    1000V WR hätten schon gerne mindestens 12 bis 14 Module pro String.
    Bei dir sind es nur 7.
    Deswegen würde ich zu SE raten oder weiter die Belegung optimieren.


    Danke für die Erläuterungen. :)
    In einem ersten Wurf hat mir jemand einen WR SMA Sunny Tripower STP 6000TL-20 angeboten, der wohl dieses "Schattenmanagement" hat. Plant aber auch "nur" mit 8 Modulen auf der NO-Seite und ohne SE.
    Die SW-Seite ist komplett mit 16 Modulen quer belegt (auch der teils verschattete Bereich).


    Wenn ich Dich richtig verstehe, wäre das D.E. nicht optimal. Was wäre denn die zu erwartende Konsequenz aus solch einem Setup aus Deiner Sicht?


    Mit den richtigen Argumenten kann ich ihn ja challengen und nach Alternativen fragen.

  • Zitat von PV Ndh


    Bei Reihen oder Doppelhäusern werden ja Heizungen usw. auch gemeinsam genutzt, wieso sollte das bei einer PV Anlage nicht funktionieren?


    Danke, das ist ein guter Hinweis. Ich kann ihn leider vermutlich nicht umsetzen, aufgrund der mir bekannten Gegebenheiten bei den Nachbarn.

  • Das SW Dach würde ich im Bereich des Schattens rechts vom Fenster hochkant bauen und insgesamt müssten das dann 13 Module sein.


    Grund ist, dass das Modul der Länge nach in 3 Segmente aufgeteilt ist, die ein WR mit Schattenmanagement dann nach und nach weg schalten kann.


    Baust du quer und der Schatten wandert von der kurzen Seite auf das Modul ist sofort das ganze Modul ausgeblendet. Bei dir sind dann 6 Stück weg.


    Ich würde 13 SW und 8 NO legen.
    Ziel sind 6,3-6,5KWp und damit dann an einen SMA SB5.0 gehen.


    Der WR ist 1-phasig, kommt deswegen sehr gut mit kurzen Strings klar und er hat ein sehr gutes Schattenmanagement. Preis ist auch niedriger als beim großen STP6000 WR.


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    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5