"Schenkung" einer PV Anlage

  • Hallo zusammen,


    muss meine Mutter ihre PV Anlage richtig per Notar an mich "verschenken"? Oder geht das auch einfacher?
    Hier geht es um vorzeitige Erbauteilung.
    Umgemeldet haben wir die PV Anlage beim EVU schon auf mich. Ich möchte nur nicht, dass am Tag X meine Schwester kommt und sagt, die Anlage hätte mir ja gar nicht gehört ;-)


    Was sind da eure Meinungen zu?


    Danke
    Martin

    Anlage1 von 2006
    83 x Sanyo HIP-215 NHE 5 / 3x SMA SB 5000, 1x SMA SB 2100
    Leistung: 17,845 KWp mit Volleinspeisung


    Anlage2 von 2011
    36 x Aleo S19 245W / 1x SMA Tripower 8000TL-10
    Leistung: 8,82KWp seit Aug 2014 Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung

  • Juristisch wohl überhaupt kein Problem.
    Wenn ich mich richtig an die Berufsschule erinnere: Das Schenkungsversprechen bedarf immer der notariellen Beurkundung. Wobei dieser Formmangel geheilt wird, wenn die Schenkung durchgeführt wird. Also.. irgendwo ne Luftnummer.


    Zwei Bedenken:
    a) Im Steuerrecht betrachten wir PV-Anlagen selbstverständlich als eigenständige Wirtschaftsgüter und somit nicht als Grundstücksbestandteile. Sogar auf dachintegrierte Anlagen hat man das mit einer nur Steuerrechtlern gegebenen Phantasie und Kreativität ausgeweitet.
    Ich kenne aus meinem eigenen Fall und wollte es damals kaum glauben: Die Zivilrechtler sind sich keinesfalls einig, ob eine PV-Anlage KEIN Grundstücksbestandteil ist. Bzw. bei einer dachintegrierte Anlage besteht für die gar kein Zweifel, dass es sich definitiv um einen Grundstücksbestandteil handelt.
    Der Laie kann sich sicherlich den Grundsatz merken, dass alle Geschäfte die Grundstücke betreffen, zwingend der notariellen Beurkundung bedürfen.


    Wenn Du also sicher gehen willst, dass da aus der Schenkung nicht der Streit von morgen wird - dann wäre wohl zumindest eine Rückfrage beim Notar mal indiziert.


    b) Man mag mich altmodisch und konservativ schimpfen. Aber ich halte es für guten Stil bei Vermögensverschiebungen der Erbmasse unter (künftigem) Erblasser und (potentiellen) Erben eine klare Regelung zu finden.
    Wäre ich Deine Schwester, fände ich es auch nicht lustig, wie die Mutter mit warmer Hand an Dich verschenkt, was ich von kalter Hand geerbt hätte.
    Ggf. wären hier ja auch Regelungen zur Pflichtteilsreduzierung bzw. Pflichtteilsanrechnung getroffen werden.


    Spätestens hier wäre ich jetzt beim Notar.
    Was aber nach meiner Meinung im Rahmen einer Planung zur vorweggenommenen Erbfolge ohnehin großen Sinn macht.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • hm ok danke für deine Meinung.
    Es ist ja nicht so dass meine Schwester nichts bekommt ;-)


    Evtl sollte man schriftlich festhalten wer was bekommt oder schon bekommen hat und von allen 3 Personen unterschreiben lassen.
    Notar ist halt immer Aufwand und Kosten. Ich denke das könnte man ohne geregelt bekommen, da man sich ja versteht.
    Obwohl wenn es ums Geld geht...da zerbricht die beste Freundschaft.

    Anlage1 von 2006
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    Anlage2 von 2011
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  • Besser hättest Du es nicht begründen können, warum die paar Euro für den Notar gut angelegtes Geld sind.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • ;-)

    Anlage1 von 2006
    83 x Sanyo HIP-215 NHE 5 / 3x SMA SB 5000, 1x SMA SB 2100
    Leistung: 17,845 KWp mit Volleinspeisung


    Anlage2 von 2011
    36 x Aleo S19 245W / 1x SMA Tripower 8000TL-10
    Leistung: 8,82KWp seit Aug 2014 Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung

  • Mit einem notariellen Testament kann man bei Vererbung von Grundvermögen (oder gleichgestellten Rechten) zudem die Kosten für die Ausstellung eines Erbscheins sparen.