Planung Garagenbelegung mit Verschattung im Winter

  • Hallo zusammen,


    ich würde gern meine Garage mit 1-3 Modulen belegen, um den doch recht hohen Eigenverbrauch abzudecken. Gerade im Sommer läuft ein Poolfilter und eine Klimaanlage.
    Ich habe mal ein Bild von Google Maps eingehängt, so dass man die Problematik erkennen kann.
    Thema ist die Verschattung im Winter durch umstehende Häuser, die ich aktuell nur schwer einschätzen kann.


    Die Garage selbst ist absolut Standard, d.h. 3x6m bei 2,50 Höhe.
    Die Häuser haben eine Höhe von ca 8,80m (Dachmitte, Neigung 35°).
    Abstand zum Haus Richtung SW ca 9m, zum Haus Richtung NO ungefähr 11m, nach SO ca. 12m.
    Aktuell ist von 7.30-20.30 volle Sonne auf der Garage.
    Im Winter kann ich die Verschattung nur schwer abschätzen, sie wird aber definitiv zum Tragen kommen.


    Kann ich hier mit 0,8kwh/kwp rechnen oder würdet Ihr weiter runter gehen?
    In jedem Fall wäre es wohl sinnvoll, etwas flacher aufzuständern (um 15°), da im Winter eh nicht viel kommen wird?




    Danke!

  • Wenn Du keine EEG Vergütung haben möchtest und vor allem selber installieren kannst würde ich einfach 4 billige Polys mit separatem 1kw WR (Growatt, Solax) nehmen falls du einen trockenen Platz für den WR hast, sonst halt Modul WRs. Normale WRs haben halt eine Anlagenüberwachung schon mit dabei und du kannst die Erzeugung überwachen. Kommst du auf ca. 1000 Euro/kwp. Auständern nur so das die Module sich halbwegs selbst reinigen. Ausrichten würde ich nach Süden bzw was PVGIS als optimal ausrechnet, du bist ja vorne an der Strasse und nach Süden scheint der größte Abstand zu Gebäuden zu sein.


    Durch Poolpumpe und Klima wirst Du auf einen hohen EV Anteil kommen und bei ca. 25 cent/kw Ersparnis ist die Anlage schnell amortisiert. Um die paar verloreren kw im Winter würde ich mir keine Gedanken machen.

  • Ja, danke.
    EEG interessiert mich nicht und ich würde auf jedem Fall selbst bauen.
    Müsste messen ob 4 Module überhaupt passen.
    Der Filter ist mit 250W angebegen, aber hier läuft auch (noch, wird abgeschafft) ein 450L Aquarium und die Klima halt, die genehmigt sich auch ihre 400W im Mittel/600 in der Spitze).
    Das Praktische ist halt, dass die Verbraucher ohne Sonne eh nicht bzw. die Poolpumpe stark reduziert genutzt werden.
    Für den kleinen Rest baue ich lieber ein Modul weniger und fahre damit die EV-Quote hoch als dass ich mir den Aufwand mit Einspeisung und Abrechnung mache.
    Derzeit beginnt die Verschattung der vorderen Garagenkante gegen 19.15.


    Für ein Poly-Modul rechne ich mal um 300€ je Modul mit ModulWR, das käme also noch günstiger als 4 Module mit einem 1KW-WR. Zudem werden die Module ja nacheinander verschattet, schätze da fahre ich mit einzelnen WRs besser.


    Auf jeden Fall Danke für den Input.

  • Auf 3*6m passen immer 4 Module drauf.
    Ich würde das mit großen 72-Zellern mit 330-360Wp pro Modul bauen.
    Die haben a) etwas mehr Leistung sind b) gümnstig im Vergleich zu den 60-Zellern mit >330Wp und sie haben eine höhere Spannung.


    Als WR würde ich einen Growatt 1500S nehmen.


    Die 4 Module kann man sehr gut auf Renusol Duo Wannen setzen.
    Je Wannen können 2 Module montiert und mit 25 Grad bei Dir nach SSO ausgerichtet werden.


    50kg Ballast je Wanne rein und fertig.


    Zitat

    Für ein Poly-Modul rechne ich mal um 300€ je Modul mit ModulWR, das käme also noch günstiger als 4 Module mit einem 1KW-WR. Zudem werden die Module ja nacheinander verschattet, schätze da fahre ich mit einzelnen WRs besser.


    In der Regel ist es ab 3 Modulen günstiger einen String WR zu nehmen und ich traue diesen auch eine bessere Haltbarkeit zu bzw. sind Auswertungsmöglichkeiten gleich mit an Bord.
    Wenn alle Module die gleiche Ausrichtung haben, was bei dir ja möglich ist, spricht alles für dne String WR.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Der String WR braucht eine gewisse Spannung.
    Ein Modul reicht dafür nicht aus.


    Inwiefern der Growatt oder Solax WR ein funktionierendes Schattenmanagement hat, weiß ich gerade nicht.
    Bei Dir ist es doch aber auch so, dass der Schatten erst gegen später Nachmittag kommt, wenn die Sonne gen Sonnenuntergang wandert. Das sollte dann egal sein.


    Alternativ baust Du es bei 4 Modulen mit 2 Envertech500 Modulwechselrichtern und je EVT500 kommt dann 2 Module dran.
    Damit könntest Du auch 2 Module gen SO ausrichten und 2 Module mehr nach SW, was dem Direktverbrauch zu Gute kommen würde. Macht aber mMn nur Sinn, wenn das Modul auch steiler steht ... z.B. auf der RenusolDuo Wanne mit 25 Grad.


    Am String WR müssen alle Module gleich ausgerichtet sein.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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  • Zitat von Frame77

    Gut, dann muss ich da noch drüber nachdenken.SO/SW wäre dann besser.


    Mit wieviel khw/kwp kann ich denn grob rechnen?


    Das kannst du mit diesem Tool schön ermitteln.
    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg…st.php?lang=de&map=europe


    Wenn du Verbraucher direkt speist, ist O/W immer besser (als reines S), das flacht die Mittagsspitze ab und zieht sie auseinander. SO/SW kannst du dann selber anschauen im Vergleich.

    700 Wp ohne EEG; Ziel ROI <2Jahre, Start 20.3.18,
    4.12.18: 500 kWh / 50 % Invest geerntet.
    SL Akku: Planung Kapa 2kWh, Ziel: 10ct/kWh.
    Ignoriert: <zensiert> Argo, Alex, django, dringi, Mbiker, christosser