Smart Net-Meter - keine 70% Abriegelung

  • Hallo,


    Ich hatte eine Solateur eines großen Netzbetreibers da welcher gemeint hat, wenn ich Internet im Zählerschrank habe, könnte er mir einen "Smart Net-Meter" verbauen, und damit wäre ich nicht mehr an die 70% Abriegelung gebunden. Bei ~10kwp könnte er den kostenlos dabei geben.


    Auf die Frage ob das ein Rundsteuerempfänger wäre und monatlichen Kosten. Da wären keine laufenden Kosten und mit dem Gerät könnte der Netzbetreiber den Strom steuern.


    Hmm, klingt für mich wie eine RSE mit softer Abriegelung (halt über ip/tcp). Wenn ich SmartMeter im Netz nachschlage, gibt es aber keinen Vermerk auf die 70% Regel und da steht dann was von laufenden Kosten ("Für PV-Anlagen zwischen 7 kWp und 15 kWp liegt die Preisobergrenze bei 100 €/Jahr").


    Gibt es da einen versteckten Haken?


    Stimmt das, dass Netzbetreiber eigentlich nie abriegeln? Klingt irgendwie zu gut die Kombination.

  • Träumen kann man.
    Das solltest du alles schriftlich haben, alles andere ist wie gesagt Träumerei :-)


    Selbst wenn dir der smartmeter kostenlos eingebaut wird, wird dir zu 99,9999999% eine jährliche Grundgebühr von knapp 100€ abgerechnet.... Vielleicht bekommst du das erste Jahr noch geschenkt... Aber die restlichen 19jahre während deiner Einspeisung kosten dich dann -ohne Preiserhöhung- 1.900€..... Schnäppchen?


    Irgendwann wirst du sicherlich mit nem.smartmetet beglückt, aber den Zeitpunkt würde ich rauszögern so lange es geht... Vor allem wenn du jetzt noch die Chance hast einen konventionellem Zähler zu bekommen.

  • Hallo,
    ich habe aber meine Shmartmeter gekauft, und es geht über einen andern Messstellenbetreiber.
    Da kann doch der ÜNB, sicherlich, nichts abregeln ? oder
    Gruß,
    Fritz

  • Dein solateur hat die anlage beim vnb angemeldet und dort die technische Einrichtung der 70% Regel angegeben.
    Wie diese erfolgt ist eine andere Sache (70% weich / hart...).. das hat nichts mit dem smartmeter zu tun....

    Zitat von Fritz49

    Hallo,
    ich habe aber meine Shmartmeter gekauft, und es geht über einen andern Messstellenbetreiber.
    Da kann doch der ÜNB, sicherlich, nichts abregeln ? oder
    Gruß,
    Fritz

  • Zitat von stei_f


    Ich hatte eine Solateur eines großen Netzbetreibers...


    Die Netzbetreiber haben keine Solarteure :!: Wenn sich da jemand als solcher ausgegeben hat, würde ich dem Netzbetreiber mitteilen, daß sich da jemand deren Namen bedient.
    Wenn du den Versorger meinst, der kann dir viel versprechen, was den Netzbetreiber angeht, genau wie dir der Autoverkäufer versprechen kann, daß du nächstes Jahr eine Autobahnausfahrt für dich bekommst und deshalb unbedingt das leistungsstarke Auto kaufen solltest.


    Zur Frage - geplant ist sowas, wenn du in einem "Versuchsgebiet" wohnst und es kostenlos bekommst - Glück gehabt. Frag aber auf jeden Fall den Netzbetreiber (nein, das ist nicht der Grundversorger), ob das alles so stimmen kann.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Ja richtig in meinem Fall (Standort) wäre er weder Grundversorger noch Netzbetrieber.
    Evtl. meinte er auch keine laufenden Kosten bei ihm, wenn er als Versorger auftritt. Wobei die Website des Versorgers wieder von "bis zu" 20€ pro Jahr spricht (und aus Spaß werden die das ja nicht hin schreiben). Das aktuell verfügbare Preisblatt meines Netzbetreibers vermerkt "Die Preise für intelligente Messsysteme werden veröffentlicht, sobald die Geräte verfügbar sind".


    ja gut...


    Alles sehr suspekt. Ein Freund von Smart Metern bin ich auch nicht. Ich warte dann mal auf das ausgearbeitete Angebot.


    Bleibt eigentlich nur die generelle Frage:


    Ist denn ein Smartmeter ein geeignetes Mittel die EEG Verpflichtung zu erfüllen, aus welcher die 70% Deckelung oder RSE Steuerung hervor geht? Ich hab noch nirgendwo gelesen das ein Smartmeter von außen Steuernd eingreifen kann.

  • Zitat von stei_f

    Ist denn ein Smartmeter ein geeignetes Mittel die EEG Verpflichtung zu erfüllen, aus welcher die 70% Deckelung oder RSE Steuerung hervor geht? Ich hab noch nirgendwo gelesen das ein Smartmeter von außen Steuernd eingreifen kann.


    Wo liest Du denn im EEG was zu RSE? Dort heißt es doch nur "...technische Einrichtung, mit denen der Netzbetreiber die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann". Ob das nun ein RSE oder ein Smartmeter ist, wird nicht gesagt. IMHO ist aber ein Smartmeter auch dafür konzipiert..

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL & SB2100-TL, DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Meine Ertag

  • Der Smart Meter, also der Zähler wird das nicht können, eine Steuerbox am intelligenten Messsystem schon.
    Kosten werden über 100 EUR pro Jahr sein.
    Nicht alles durcheinander werfen, ComMetering hat eine gute Informationsseite.

  • Heißt denn Smartmetering nicht zwangsläufig "intelligentes Messsystem"? Wenn mir der VNB ein Smartmeter setzt, gehe ich auch davon aus, dass dies fernsteuerbar ist. Ob das nun eine daran angeschlossene Steuerbox macht oder dieses im Zähler selbst implementiert ist - für mich Jacke wie Hose.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL & SB2100-TL, DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Meine Ertag

  • Oh nein, da liegst Du noch ganz falsch.
    SmartMeter 20EUR
    IMsys ab 100 EUR
    Steuerbox <100 zusätzlich


    Pro Jahr.
    Steuerbox Preis ist geraten, den Rest kannst Du im Gesetz nachlesen.