Berechnung Einspeisevergütung bei AnlagenERWEITERUNG

  • Hallo,


    ich hätte mal eine Frage zur Festlegung und Gesamtberechnung der Einspeisevergütung bei Anlagenerweiterung.


    Anlage 1: 8 kWp mit 12,43Cent Vergütung aus 2015


    Angenommen, ich fülle bei dieser Anlage ein paar Lücken auf und baue somit im Juli 2018 1kWp dazu, Anschuss am alten WR. Da seit dem Bau der ersten Anlage mehr als 1 Jahr vergangen ist, ist dies praktisch eine Neuanlage.


    Somit Mischvergütung: (8x12,43 + 1x12,2) /9 = 12,40 Cent


    Richtig soweit?


    Wenn ich jetzt im April 2019 eine weitere Anlage auf dem gleichen Haus mit 7 kWp baue, ist das ja eine Erweiterung des kleinen Zubaus in 2018.


    Frage: Was hat das für Auswirkungen auf die Einspeisevergütung, dass das keine separate Anlage ist, sondern "nur" eine Erweiterung? Bekommt man für die 2019er Anlage dann die alte Vergütung von 2018 oder wird trotzdem mit der gerade gültigen Vergütung 2019 gerechnet?


    Und nebenbei: Wie entwickelt sich den die Einspeisevergütung in der nächsten Zeit?


  • Ersteres, da der Zeitraum noch kein Jahr bzw. genauer keine 12 Monate beträgt. Da müsste man auch genau schauen, wie sich die Vergütung in der Zeit entwickelt, im Grunde fixierst Du Dir mit der Anlage aus dem Juli 18 ja den Anspruch für die 12 Monate danach. Die Richtung wird aber höchstwahrscheinlich nach unten sein, insofern spätestens im Mai 19 bis max. 10 Kwp nachschieben...

  • Meines Erachtens ist der Unterschied zwischen "neue Anlage" und "Erweiterung" nur der, dass bei der Erweiterung die Anlagenleistung für die Ermittlung der Vergütung der Erweiterung zusammengezählt wird.


    Beispiel:
    2015: 8 kWp -- Vergütung für Anlagen <= 10 kW, Stand 2015
    2018: 1 kWp -- Vergütung für Anlagen <= 10 kW, Stand 2018
    2019 (< 12 Monate): 7 kWp -- Vergütung für Anlagen <= 10 kW (weil 1+7<10), Stand 2019 -- die Vergütung für 1 kWp aus 2018 verändert sich nicht!


    Beispiel 2:
    wie oben, aber dann
    2019 (< 12 Monate): 10 kWp -- Mischvergütung 9/10 Anlage <= 10 kW und 1/10 Anlage 10-40 kW, Stand 2019 -- die Vergütung für 1 kWp aus 2018 ändert sich auch hier nicht. Das eine kWp aus 2018 führt nur dazu, dass die Anlage aus 2019 um genau diese Höhe schneller über die 10kW-Grenze rutscht.


    Hoffe, das stimmt (noch) so -- 2009 war das auf jeden Fall noch genau so.


    Sonnige Grüße

  • Vergütung geht immer (von wenigen Übergangsregelungen mal abgesehen) nach IBN, sonst könnte man ja alle 11 Monate ein Modul zubauen und sich die 99 Pfennige aus 200x sichern..
    Da innerhalb eines Jahres unter 10kWp gebaut werden sollen, macht es nichts aus, daß man für die zweite Erweiterung die Vergütung ab 1kWp und nicht ab 0 bekommt.


    Wenn Ende nächster Woche der Zubau für Mai bekannt gegeben wird, wird man etwas genauer sehen, wie es bis zum Jahresende mit der Vergütung weiter geht. Derzeit sieht es nach eienr Absenkung ab August aus, aber das wird alles im Nachkommabereich bleiben. Seit es die 6-Monates-Regel gibt, sind Prognosen aber schwer geworden.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Zitat von machtnix

    was soll denn die 1KWp Anlage noch einspeisen? Das geht doch im Eigenverbrauch unter... :roll:


    Wie soll das bitteschön sichergestellt werden, dass von der 1kWp-Anlage nichts eingespeist wird?
    Man könnte natürlich eine Zählerkaskade installieren, um den Eigenverbrauch zu priorisieren, aber ohne Zählerkaskade gibt es eben Mischvergütung.


    Sonnige Grüße

  • Das 1 kW wird ja mit den bestehenden Modulen mitverstringt, da gibt es eh nix separat zu messen; oder soll ich wegen 3 Modulen â 285 W einen eigenen WR installieren :lol: wohl eher nicht.


    Und eine Zählerkaskade der beiden Anlagen (dann mit 9 und 7 kWp) wäre zwar machbar, aber die Grundgebühr für einen 2. Zähler wird sicher den Mehrertrag bei diesen kleinen Vergütungsunterschieden auffressen. Wir sprechen hier schließlich über gerade mal 0,002 Euro/kWh :!:

  • der Begriff "Mischvergütung" ist irreführend, es gibt keine Mischvergütung.
    (auch wenn das Ergebnis das Gleiche ist)
    Richtig ist daß die eingespeiste Menge im Verhältnis der Nennleistungen aufgeteilt wird, und dann die jeweilige Anlage mit ihrer anteiligen Menge und ihrem Vergütungssatz nach IB Datum abgerechnet wird.

  • Zitat von jodl


    (auch wenn das Ergebnis das Gleiche ist)


    ... weil es mathematisch nur eine Umstellung der Formel ist.
    Unterschiede gibt es, wenn man anfägt zu runden.

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.