von einem Grundstück auf zwei anliegenden Straßen einspeisen

  • meine Frage: ich speise von meinem Grundstück im Moment über zwei Hausanschlüsse zu einer Zufahrtstrasse ein.
    Da auf der anderen Seite meines Grundstückes auch ein zufahrt ist möchte ich zu dieser Strasse auch einspeisen, da ja die leitung der anderen Seite schon voll ist.
    Nun verbietet mir aber der Netzbetreiber dies.(unter Scheinheiligen technischen Gründen)
    Was kann ich dagegen tun ? Ich habe nun an der anderen Strasse zwei Hallen ohne Module, möchte diese aber belegen und einen Anschluss bezahlen und dann auch dort einspeisen.
    Da die Netzbetreiber mit uns pv leuten nicht viel verdienen wollen diese uns auch nicht zuarbeiten.
    Das finde ich nicht OK.
    danke

  • die Haltung des Netzbetreibers ist nachvollziehbar, normalerweise hat "ein" Grundstück auch "einen" Hausanschluß / Verknüpfungspunkt und nicht drei.
    Der normale Weg in deiner Situation (über 30 kWp) ist daß du dem Netzbetreiber deine neuen Pläne mitteilst, der macht dann eine Netzprüfung und weist dir einen Verknüpfungspunkt zu. Das wird dann wahrscheinlich ein Trafo in irgendeiner Entfernung sein, und die Kosten für den Anschluß an diesen Verknüpfungspunkt und den Aufwand (Erlaubnis, Grunddienstbarkeit,...) trägst du als Anlagenbetreiber.
    Jetzt kommt dir das zu teuer vor, und du meinst wenn ich einen dritten (vierten, fünften...) Hausanschluß auf meinen Grundstück beantrage habe ich wenig Tiefbau und muß nur eine geringe Pauschale zahlen und kann nochmal 30 kWp einspeisen - aber das wird nicht funktionieren.

  • Na ja, es gibt hier imemr wieder Fälle bei denen der Netzbetreiber von sich aus vorschlägt einfach einen weiteren Hausanschluß legen zu lassen, weil die Regeln sich ja so gut wie alle auf den Hausanschluß und oder die Anlage (also nur ein Jahr Zusammenfassung, dann darf man wieder) beziehen. Die 30 kWp-Regel ist da aber eine Ausnahme, die gilt für alle Anlagen auf dem Grundstück. Wenn es in der Vergangenheit anders gemacht wurde heißt das noch lang nicht, daß man das beliebig so weiter machen kann.


    Man könnte natürlich das Grundstück teilen, z.B. an ein Kind verschenken und den Teil zur anderen Straße von dort aus komplett neu erschließen. Da wäre dann aber wohl auch die Kommune zur Stelle und will Erschließungsbeiträge und Wasser- und Abwasser legen (und dafür auch bei Nichtnutzung mindestens die Grundgebühr/Minimalverbräuche nach Satzung).

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.