Kippt die EEG-Umlage auf Eigenverbrauch!?

  • Zitat von wschmeiser

    Nein, aber Du möchtest ja alles haben: billigen eigenen Strom und jederzeitige zuverlässige Versorgung! Und die anderen sollen dafür bezahlen.


    Falsch! Meine Inselanlage wird sich in 25 Jahren auf eine rot/schwarze Null "amortisiert" haben! Das hält die beste Bleibatterie nicht durch! Mein "billiger Strom" ist nicht "billig"! Eher als Hobby zu betrachten!
    Und da soll einer noch EEG-Umlage löhnen? Irrsinn!
    Vergiss deine Argumente!
    Claus

  • Zitat von stromdachs


    Falsch! Meine Inselanlage wird sich in 25 Jahren auf eine rot/schwarze Null "amortisiert" haben! Das hält die beste Bleibatterie nicht durch! Mein "billiger Strom" ist nicht "billig"! Eher als Hobby zu betrachten!
    Und da soll einer noch EEG-Umlage löhnen? Irrsinn!
    Vergiss deine Argumente!
    Claus


    Aber dann ist doch alles gut.


    Warum regst Du Dich dann auf.

  • Zitat von PV-Berlin

    Warum dies nicht genau soooooooo in den Programmen der angeblich erzkonservativen Parteien steht, ist mir kein Rätsel, denn dieses (CDU, CUS AfD ) haben alles im Sinn, nur nicht das Deutsche Volk!


    Genau, an einer demokratischen Lösung wie die 5 cent/kwh Variante sind die überhaupt nicht interessiert. Könnten ja zu viele mitmachen.


    Divide et impera, teile und herrsche ist immer noch angesagt. EE Erzeuger und Nur-Verbraucher kann man besser gegeneinander ausspielen.

  • 25 KWp bei 10 Mio EFH - entsprechen 250 GW.
    Wenn man diese Privilegiert belässt wird es für alle andere wie WKAs, sonstige oder größere PV-Betreiber eng.


    Man wird also verhindern das diese Anlagen ihren Strom unbegrenzt ins Stromnetz drücken. Einfach schon deshalb weil dann die Erlöse aus der Einspeisung zu diesen Zeiten gegen Null gehen werden und gleichzeitig KOSTEN im Netz entstehen um diesen Strom zu verwerten.


    Und natürlich ist es auch einfach zu lösen - man zwingt den EFH-Betreiber seinen Strom in der Wärmepumpe, im stationären Speicher oder im EV unterzubringen. Selbst 3-5 ct Vergütung eines EEG-II wären ja kein wirklicher Anreiz zur Einspeisung- sondern nur vergütete Entsorgung des Überschuss des Haushaltes. Wenn man technisch die Einspeisung auf 30% begrenzt kann auch gar nicht soviel Strom eingespeist werden, das große Kosten entstehen.


    3-5 ct Vergütung und die Begrenzung auf 30% sorgen auch dafür das ein EEG-II Konto weitgehende ausgeglichen ist. Die Umlage auf den Strom also sehr begrenzt wäre.


    Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten - Das klassische EVU regelt das Problem auf Verbraucherseite und nimmt dafür Geld vom Endkunden per Umlage oder man begrenzt das Problem auf der Einspeiseseite.
    Entzieht sich das EFH im ersteren Fall aus der Finanzierung des System - gerät man in den Konflikt mit den Endkunden.

  • Zitat von RolandD

    25 KWp bei 10 Mio EFH - entsprechen 250 GW.
    Wenn man diese Privilegiert belässt wird es für alle andere wie WKAs, sonstige oder größere PV-Betreiber eng.


    Wenn das Speicherproblem gelöst wird.

  • Zitat von RolandD

    25 KWp bei 10 Mio EFH - entsprechen 250 GW.


    Gerade bei den alten Anlagen dürften doch die wenigsten EFH Anlagen über 10kwp kommen.
    Und außerdem haben die auch schon eine Degradation hinter sich, also noch weniger Leistung.
    Plus das übliche natürlich daß nie die theoretisch erreichbare Leistung erreicht wird.


    Zitat von RolandD


    Man wird also verhindern das diese Anlagen ihren Strom unbegrenzt ins Stromnetz drücken. Einfach schon deshalb weil dann die Erlöse aus der Einspeisung zu diesen Zeiten gegen Null gehen werden und gleichzeitig KOSTEN im Netz entstehen um diesen Strom zu verwerten.


    Machen die Anlagen doch jetzt auch schon ?
    Warum sollte es dann in ein paar Jahren ein Problem sein ?
    Ist vielleicht noch ein wenig Standort abhängig, aber in Süddeutschland sollte es null Probleme geben.
    Dort wird man um jede Leistung froh sein die vorhanden ist, wenn die letzten KKW vom Netz sind.


    Zitat von RolandD


    Und natürlich ist es auch einfach zu lösen - man zwingt den EFH-Betreiber seinen Strom in der Wärmepumpe, im stationären Speicher oder im EV unterzubringen. Selbst 3-5 ct Vergütung eines EEG-II wären ja kein wirklicher Anreiz zur Einspeisung- sondern nur vergütete Entsorgung des Überschuss des Haushaltes. Wenn man technisch die Einspeisung auf 30% begrenzt kann auch gar nicht soviel Strom eingespeist werden, das große Kosten entstehen.
    3-5 ct Vergütung und die Begrenzung auf 30% sorgen auch dafür das ein EEG-II Konto weitgehende ausgeglichen ist. Die Umlage auf den Strom also sehr begrenzt wäre.


    Wäre für alle Beteiligten am sinnvollsten wenn der Strom beim Erzeuger verbraucht wird, zusätzlich der Einsparung fossiler Brennstoffe wenn Umstieg auf WP erfolgt.
    Wird aber nicht bei allen Anlagen funktionieren (Freifläche, Pachtdächer)
    Die 30% Regelung als EEGII fände ich eine super Lösung

  • remag :
    Dir ist klar das es um ein Konzept geht das nicht die üblichen 1-2 Jahre bis zur nächsten EEG-Novelle gültigkeit hat und anschliessend 20 Jahre *Bestandsschutz* hat.


    Man wird ein System brauchen das auch 2050 noch funktioniert. Die EEG-Anlagen werden bis dahin vom Dach sein und wohl durch neue Anlagen ersetzt werden. 200 W Module durch 400 W bei gleicher Fläche ersetzt, die Module recht billig und in variablen Abmessungen - sodass man auch *Ecken* und sonstige Flächen belegen wird.
    Dann reden wir für 25 KWp von 100 m2. O-W -> 2 mal 6x8m Dachfläche.


    Dir ist klar was mit 30%-Regelung gemeint ist und welche Folgen diese haben würden ?

  • Zitat von RolandD

    Man wird ein System brauchen das auch 2050 noch funktioniert.

    Wieso 2050?
    Von den 400 GWp die wir bis 2030 entsprechend der Sektorkopplungstudie benötigen, haben wir seit Beginn des EEG im Jahr 2000 gerade mal 11% geschafft. In 18 Jahren. Jetzt haben wir noch 12 Jahre Zeit, um die restlichen 89% zu schaffen.
    Das "System" muss also eine enorme Steigerung der Zubaurate zustande bringen. Die derzeitigen EEG-Vergütungen sind ja bekanntlich nicht dazu angetan, diese Steigerung zu bewirken. Aber hier wird von 5 ct geschwafelt.

  • Zitat von mbrod

    Wieso 2050?
    Von den 400 GWp die wir bis 2030 entsprechend der Sektorkopplungstudie benötigen, haben wir seit Beginn des EEG im Jahr 2000 gerade mal 11% geschafft. In 18 Jahren. Jetzt haben wir noch 12 Jahre Zeit, um die restlichen 89% zu schaffen.
    Das "System" muss also eine enorme Steigerung der Zubaurate zustande bringen. Die derzeitigen EEG-Vergütungen sind ja bekanntlich nicht dazu angetan, diese Steigerung zu bewirken. Aber hier wird von 5 ct geschwafelt.


    Dein Link sagt aber 2040 und nicht 2030...?


    Davon abgesehen kann man nicht 400GW PV mit 12cent Einspeisevergütung hochziehen. Das geht einfach nicht. Man kann die Energiewende nicht bis in alle Ewigkeit nur mit Zuckerbrot fahren. Vor allem die CDU/CSU sträubt sich dagegen, aber früher oder später muss die Peitsche rauskommen. Das muss dann der Hauptantrieb für die 400GW sein.


    Peitsche heißt: Steuern oder Abgaben auf fossile Energiegewinnung. In allen Sektoren.