Leistungsoptimierer - sinnvoll oder nicht?

  • Im Zuge einer für später geplanten Anschaffung eines Elektroautos habe ich mich auch bzgl. der Errichtung einer PV-Anlage beraten lassen


    Die Anlage soll auf ein Satteldach mit Ost-West-Ausrichtung kommen und < 5 kWp sein. Es gibt weder im Osten noch im Westen eine Verschattung.


    Ich habe nun von zwei Anbietern recht konträre Aussagen zur Sinnhaftigkeit der Verwendung von Leistungsoptimierern bekommen. Anbieter A empfiehl dringend die Verwendung von Leistungsoptimierern, Anbieter B meint, dass die Module Ost/West sowieso separat angesteuert werden und Leistungsoptimierer keinen Sinn machen, wenn es keine Verschattung gibt.


    Anbieter A


    2 x 9 Module YINGLI YL275P-29b
    Solaredge Wechselrichter SE4K
    2 x 9 Solaredge LeistungsoptimiererP300-2R-MC4SM


    Anbieter B


    2 x 8 Module Q.PLUS G4.1, 285 Wp
    Wechselrichter Fronius Symo 3.7-3-S


    Kann mir jemand helfen diese Angebote - vor allem im Hinblick auf die Sinnhaftigkeit von Leistungsoptimierern - zu beurteilen. Ich bin leider ein völliger Laie :roll:


    Danke, Martin

  • Anbieter B teilt meine Meinung, darf dann aber keinen Wechselrichter mit nur einem Mpp Tracker anbieten, wie
    den Fronius 3.7-3-S.
    Ich würde versuchen, höhere Leistung auf den Flächen zu erzielen ( mit 300 Wp oder höher ) und dann einen Wechselrichter auswählen, der beide Seiten getrennt abarbeiten kann.
    Ohne Schatten sind die Optimierer vorteilslos.
    Ausnahme ist die tolle Einzelmodulvisualierung mit Solaredge, wäre mir aber den Aufpreis nicht Wert.

    Gruß Jörg Wedler Elektroanlagen
    Ust.IdNr.: DE 157 507 696
    Elektromeister und freier Sachverständiger für Photovoltaikanlagen
    3,12 kWp in 2009, 51,84 kWp und 3,60 kWp in 2010, 1,375 kWp in 2016

    3,30 kWp in 2019

    Senec Lithium Speicher 2,5 kWh in 2017, 5,0 kWh in 2018, 7,5 kWh in 2019

  • Zitat von solarteur0502

    Anbieter B teilt meine Meinung, darf dann aber keinen Wechselrichter mit nur einem Mpp Tracker anbieten, wie
    den Fronius 3.7-3-S.
    Ich würde versuchen, höhere Leistung auf den Flächen zu erzielen ( mit 300 Wp oder höher ) und dann einen Wechselrichter auswählen, der beide Seiten getrennt abarbeiten kann.


    Danke für die rasche und ausführlich Antwort!


    Habe ich das richtig verstanden: Um beide Seiten getrennt abarbeiten zu können, braucht man einen Wechselrichter mit 2 MPP Tracker?


    Kann der Wechselrichter von Anbieter A (Solaredge SE 4K)? Wenn nicht, was wäre eine Empfehlung?


    Gruß, Martin

  • Zitat von webrus

    Die Anlage soll auf ein Satteldach mit Ost-West-Ausrichtung kommen und < 5 kWp sein. Es gibt weder im Osten noch im Westen eine Verschattung.


    Danke, Martin


    Moin Martin,


    willkommen im PV-Forum :D .


    Warum soll die ANlage denn so klein werden?
    Stell doch mal ein Bild der Dachflächen ein!
    Wie solarteur0502 schon schrieb, macht SE ohne Schatten Null Sinn. Es sei denn, Du brauchst (meinst) aus welchem Grund auch immer, Einzelmodulüberwachung :idea:


    Gerade im Hinblick auf e-Auto kann die PV nicht groß genug sein :D

    Gruß
    MBiker_Surfer


    Elektrisch: Inmotion V5F + V10F

  • Eine <5KWp Anlage hilft bei einem geplanten EAuto mit 30, 40 oder 60KWh Akku nur sehr eingeschränkt.
    Nichts desto trotz kann man natürlich PV bauen.


    Bei knapper Fläche sollten es 300Wp Module sein.


    SE brauchst Du nicht, es bringt keinen Vorteil.


    Wenn die Dächer mit je 9 Modulen voll sind, nimmt man da bei 18*300Wp einen SMA SB4.0 für 70-hart oder einen SMA SB5.0, wenn man 70-weich bauen will bzw. noch das ein oder andere Modul mehr passt.


    Welche Dachneigung haben die Dächer?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Mit 5kW braucht man für ein eAuto erst garnicht anfangen. Ich habe 28kWp und das reicht mal gerade so, für den Hybrid meiner Frau war die Erweiterung von 18kWp auf 28kWp dringend geboten.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Zitat von webrus

    Im Zuge einer für später geplanten Anschaffung eines Elektroautos habe ich mich auch bzgl. der Errichtung einer PV-Anlage beraten lassen


    Die Anlage soll auf ein Satteldach mit Ost-West-Ausrichtung kommen und < 5 kWp sein.


    Woher kommt diese Fordrung, kleiner 5 kWp zu bauen? Wenn dies das Ergebnis der Beratung ist, dann solltest Du schleunigst die Anbieter wechseln. Das sieht man aber schon am WR bei Anbieter 2 oder bei der "dringenden Empfehlung zu SE" bei Anbieter 1.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL & SB2100-TL, DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Meine Ertag

  • Zitat von eba

    Mit 5kW braucht man für ein eAuto erst garnicht anfangen. Ich habe 28kWp und das reicht mal gerade so, für den Hybrid meiner Frau war die Erweiterung von 18kWp auf 28kWp dringend geboten.


    Ich habe 9,975 kWp und das passt zumindest mit dem e-Golf wunderbar. Zweiphasig bekomme ich genügend Strom in den Akku, wenn die Sonne scheint.
    Wollte ich 2 Autos laden, könnte es an einem Tag möglicherweise knapp werden oder aber sie laden im Wechsel.

    9,975 kWp
    35 * 285W LG - Solaredge - SE9K
    davon 26 Module SW und 9 Module NO

    e-Golf 300 - go-e Box

    Lädt wenn es geht mit PV Strom angepasst an die Generatorleistung. SE und go-e API Sei Dank.

  • Hi.


    Ich habe das "Problem" des TE auch bald... es werden 14 Module erweitert, alles eine Dachfläche. 2 werden vom Schatten des VA Kamins überwandert, weshalb man mir zu den P300 rät. WR soll ein Fronius Symo Hybrid werden, der hat ja 1 MPP Eingang.


    Brauchts da die LO ( und wenn ja, bei allen Modulen oder nur bei den 2 Schattenkandidaten ) oder reicht der MPP des WR?

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Zitat von KKB68

    Hi.
    Ich habe das "Problem" des TE auch bald... es werden 14 Module erweitert, alles eine Dachfläche. 2 werden vom Schatten des VA Kamins überwandert, weshalb man mir zu den P300 rät. WR soll ein Fronius Symo Hybrid werden, der hat ja 1 MPP Eingang.


    Was hast Du mit dem Hybrid vor?
    Idealerweise setzt man da einen Fronius Primo mit 3-4KVA und ist fertig.
    Die 14 würden aber auch an einem Fronius Hybrid funktionieren, Schattenmanagement hat auch der und wenn es nur 2 Module sind, die vom Schatten des VA Kamins betroffen sind, dann braucht man kein SE ... das wäre für alle Module im String fällig.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5