Neuling: PV Anlage mit drei Familien auf Resthof

  • Guten Tag zusammen,


    ich bin ganz neu im Thema.Deshalb hoffe ich sehr auf eure Hilfe.


    Folgende Situation:


    Wir wohnen auf einem alten Resthof mit drei Familien (drei Häuser). Ein ehemaliger Stall soll nun mit PV Anlage ausgerüstet werden. Das Dach ist meiner Meinung nach ziemlich perfekt (korrigiert mich gern): genau Süden (nach GMaps), Dachneigung 33 Grad, verfügbare Fläche (Südseite) ca.250qm, keine Verschattung. Lage: Südwest Niedersachsen
    Ich bin mir aber noch unsicher wie groß die Anlage sein soll. Natürlich würden wir gerne einen hohen Eigenverbrauch haben, dazu müssten aber noch Leitungen zu den Häuser gezogen werden (muss bei einem Haus sowieso, wegen Zähler Anschluss).
    Das ganze liegt leider im Außenbereich, aber der Stall ist ja nicht extra für PV Anlagen gebaut worden. Welche Vergütungsstufe wird dann gerechnet?
    Außerdem ist die Finanzierung noch offen, bei den niedrigen Zinsen aktuell wahrscheinlich viel Fremdkapital. Im Idealfall bürgen alle drei Parteien für den Kredit. Und: Wie würdet ihr die Rechtsform regeln? Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das abhängig von der Größe der Anlage, richtig?


    Fühle mich gerade noch ziemlich verloren im PV Dschungel... :juggle:

    PV: 50,7kWp EEG Anlage

    (1. 20,7 kWp (Süd) 2. 30 kWp (Süd) beide mit Solaredge SE30K)

    EV: Smart ForFour EQ, Skoda Enyaq, VW ID3

    WB: 2xOpenWB

  • Es dürfte sinnvoller sein 3 PV Anlagen direkt auf die Häuser zu bauen und die 250m² auf der Scheune baut man gemeinsam z.B. in einer GbR als Volleinspeiser, um die 100% EEG Umlage bei Verkauf von Strom an Dritte zu vermeiden.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Zitat von jodl

    Die Kombination von "drei Häuser /Familien" und Eigenverbrauch ist ungünstig in Bezug auf die EEG Umlage.


    Ja, das hab ich mir schon gedacht. Das wir zwei Geschwister (mit Anhang) + Eltern sind ist wahrscheinlich egal, oder? Könnte man die PV Anlage auf dem Stall nicht auf alle drei Familien aufteilen? Sprich 80qm/80qm/80qm? Die Häuser liegen alle leider nicht so günstig (Verschattung und Ausrichtung) und haben auch Dachfenster.
    seppelpeter Danke für Deine Hilfe. Den letzten Satz habe ich nicht verstanden? Als Volleinspeiser bei der Dachgröße müsste ich die EEG Umlage doch zahlen, oder nicht?

    PV: 50,7kWp EEG Anlage

    (1. 20,7 kWp (Süd) 2. 30 kWp (Süd) beide mit Solaredge SE30K)

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  • Zitat von dan11hh

    Ja, das hab ich mir schon gedacht. Das wir zwei Geschwister (mit Anhang) + Eltern sind ist wahrscheinlich egal, oder? Könnte man die PV Anlage auf dem Stall nicht auf alle drei Familien aufteilen? Sprich 80qm/80qm/80qm? Die Häuser liegen alle leider nicht so günstig (Verschattung und Ausrichtung) und haben auch Dachfenster.


    Das Problem ist der Stromliefervertrag und der Betreiber der PV.
    Das kann man nicht lösen, indem man die PV aufteilt, wenn es nur einen Netzanschluss mit einem Zähler gibt.
    Ihr bräuchtet 3 Netzanschlüsse bzw. jede Partei einen eigenen Bezugszähler mit dazugehörigem Stromliefervertrag. Dann die PV Aufteilen und mit 3 WR arbeiten.


    Zitat

    seppelpeter Danke für Deine Hilfe. Den letzten Satz habe ich nicht verstanden? Als Volleinspeiser bei der Dachgröße müsste ich die EEG Umlage doch zahlen, oder nicht?


    Nö, ein Volleinspeiser hat ja keinen DV und folglich keine EEG Umlage auf den DV. :wink:


    Wenn Du magst Luftbild einstellen und die 250m² und die 3 Häuser zeigen.
    Straßennamen bitte schwärzen.


    Da es ja euer Hof ist, sollte man Verschattungen so sie denn durch Bäume entstehen, ja bearbeiten können.
    Für alles andere wird es auch Lösungen geben und in Summe mit der großen Fläche ist das dann ein interessantes Projekt mit 4 Teilprojekten.

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  • Zitat von seppelpeter

    Das Problem ist der Stromliefervertrag und der Betreiber der PV.
    Das kann man nicht lösen, indem man die PV aufteilt, wenn es nur einen Netzanschluss mit einem Zähler gibt.
    Ihr bräuchtet 3 Netzanschlüsse bzw. jede Partei einen eigenen Bezugszähler mit dazugehörigem Stromliefervertrag. Dann die PV Aufteilen und mit 3 WR arbeiten.


    Das haben wir ja. Also drei Netzanschlüsse und jede Partei hat einen eigenen Zähler+logischerweise Vertrag.


    Zitat

    seppelpeter Danke für Deine Hilfe. Den letzten Satz habe ich nicht verstanden? Als Volleinspeiser bei der Dachgröße müsste ich die EEG Umlage doch zahlen, oder nicht?


    Zitat


    Nö, ein Volleinspeiser hat ja keinen DV und folglich keine EEG Umlage auf den DV. :wink:


    Wenn Du magst Luftbild einstellen und die 250m² und die 3 Häuser zeigen.
    Straßennamen bitte schwärzen.


    Da es ja euer Hof ist, sollte man Verschattungen so sie denn durch Bäume entstehen, ja bearbeiten können.
    Für alles andere wird es auch Lösungen geben und in Summe mit der großen Fläche ist das dann ein interessantes Projekt mit 4 Teilprojekten.


    Ahh ok. Logisch. Stand auf dem Schlauch. Gute Idee mit dem Luftbild. Mach ich später. 1000 Dank für Deine Hilfe.

    PV: 50,7kWp EEG Anlage

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  • einer der Familie übernimmt alle Stromverträge und ist gleichzeitig Betreiber der PV - Anlage :arrow: Problem gelöst :mrgreen: ohne Witz ich würde es so machen.

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  • Zitat von dan11hh

    Das haben wir ja. Also drei Netzanschlüsse und jede Partei hat einen eigenen Zähler+logischerweise Vertrag.


    Ok, dann könnte die Aufteilung des Daches in 3 Flächen und jede Fläche wird über einen separaten WR auf der AC Seite angeschlossen funktionieren. Wichtig dabei ist, dass Stromvertrag, Rechnung zur PV Anlage und PV Stromverbraucher immer die gleiche Person/Partei sind.


    Alle 3 Stromanschlüsse auf eine Person vereinen ist kein guter Ansatz.
    Dabei fällt für mindestens 2 Parteien die volle EEG Umlage (100%) auf den gesamten DV an, weil Strom an Dritte verkauft wird. Auch innerhalb der Familie ist dann egal.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW

    Verkaufe: SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Liebes Forum! Leider haben wir unsere PV Anlage noch immer nicht realisiert. Da jetzt das erste reine E-Auto auf den Hof kommt, wollen wir das Thema endlich angehen. Das Ziel ist inzwischen möglichst hoher Eigenverbrauch.Die Idee besteht deshalb immer noch eine Anlage für mehrere Haushalte, sodass möglichst wenig eingespeist wird. Die EINE Stromrechung vom Energieversorgen würden wir dann entsprechend der Verbräuche aufteilen. Um es so fair wie möglich zu halten, müsste der Stromverbrauch sowohl der PV Anlage, als auch der Netzstrom erfassbar sein. Wie würdet Ihr das machen? 1000 DANK!

    PV: 50,7kWp EEG Anlage

    (1. 20,7 kWp (Süd) 2. 30 kWp (Süd) beide mit Solaredge SE30K)

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  • Das Ziel ist inzwischen möglichst hoher Eigenverbrauch

    Koiteich und Schwimmbad sind gute Investitionen.


    Die Idee besteht deshalb immer noch eine Anlage für mehrere Haushalte, sodass möglichst wenig eingespeist wird

    WARUM zum Henker. DIe Einspeisevergütung bezahlt die Anlage die ihr nach der Regelbesteuerung kostenfrei nutzen dürft?!


    Um es so fair wie möglich zu halten, müsste der Stromverbrauch sowohl der PV Anlage, als auch der Netzstrom erfassbar sein. Wie würdet Ihr das machen?

    mit einem vernünftigen Messkonzept (Kaskadenmessung). - wenn möglich mit nur einem "offizellen" 2R Zähler und den Rest als private Unterverteilung.

    Damit lässt sich ALLES erfassen.

    Achtung Schattentheoretiker!