Der E-Auto und die 1000km Reise!

  • Sorry, wenn ich im einzelnen nicht auf die vorgebrachten Argumente eingehen kann.
    Im Einzelfall kann ein Elektroauto ja geeignet sein.


    Die grosse Masse möchte mit einem Fahrzeug aber auch längere Strecken zurücklegen, so dass ein reines Elektrofahrzeug in Deutschland mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 1000 km ungeeignet ist.
    Dies spiegelt sich nicht nur in den Umfragen sondern auch in den mikrigen Verkaufszahlen wieder !

    joule


    Netzparallele Eigenverbrauchsanlage - 1,3 kWp angemeldet, ohne EEG
    10 x 130 Wp München Solar Mono - SunnyBoy 1.5
    2 kWh Batteriespeicher - 7-stufiger Lader - 1700 W Batterie-WR
    EV-Optimierung per Smappee


    Meine Anlage

    Einmal editiert, zuletzt von Elektron () aus folgendem Grund: Thread getrennt

  • Zitat von joule

    Sorry, wenn ich im einzelnen nicht auf die vorgebrachten Argumente eingehen kann.
    Im Einzelfall kann ein Elektroauto ja geeignet sein.


    Die grosse Masse möchte mit einem Fahrzeug aber auch längere Strecken zurücklegen, so dass ein reines Elektrofahrzeug in Deutschland mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 1000 km ungeeignet ist.
    Dies spiegelt sich nicht nur in den Umfragen sondern auch in den mikrigen Verkaufszahlen wieder !


    Da alles Off Topic bitte ein Umhängen dieser Diskussion überdenken:


    Ich verstehe, dass du auf die Argumente nicht eingehen möchtest.


    Die für jedermann abrufbare Statistik spricht folgendes, was deinem dritten zitierten Satz widerspricht:
    Statistische Bundesamt: Durchschnittliche Wegstrecke im Personenverkehr 2010: 11,7 km


    https://www.bmvi.de/SharedDocs…df?__blob=publicationFile
    Verkehrsleistung geringe Zunahme der Tagesstrecke pro Person von 2005 38,3 km auf 41,6 km in 2014 (Grund mobilere Senioren) und durchschnittliche Einzelweglänge im Personenverkehr 2014: 12,3 km.


    Ich habe extra Quellen gewählt, die nicht im Verdacht stehen sollten, die E-Mobilität fördern zu wollen.


    Nehmen wir also mal an, wenn es mit dem Tempo in etwa weitergehen sollte, dass 2018 die durchschnittliche Wegstrecke einer Individualfahrt so bei 12,8 km liegen könnte. Aber ganz sicher nicht bei mehr als 50 km in den nächsten 10 Jahren (was auch schon das Limit der Tageskilometerdurchschnitts reißen würde). Wenn man dann noch weiß, dass diese durchschnittliche Einzelfahrtleistung von deutlich mehr als 50 % der Eigentümer der Verkehrsmittel abgeleistet werden, sollte klar werden das "Die grosse Masse" nicht das von dir propagierte Anforderungsprofil stellt.


    Ganz persönlich glaube ich auch, dass die Verschiebung zu Share-Lösungen in Ballungsgebieten einen viel dramatischeren Einfluss haben werden, als der Wunsch einiger immer 600-800km in einem "Versorgungszyklus" mit dem eigenen Fahrzeug fahren zu können.


    Es ist aus meiner Sicht notwendig, sich mit einigen Grundlagen und Zusammenhängen der Gesamtheit an Verkehrsteilnehmern, losgelöst vom eigenen Erfahrungshorizont, anzufreunden, um die eigene Einschätzungen nicht so plump wirken zu lassen.


    Grüße

  • Zitat von P.Voltologe

    Da alles Off Topic bitte ein Umhängen dieser Diskussion überdenken:


    Ich verstehe, dass du auf die Argumente nicht eingehen möchtest.


    Die für jedermann abrufbare Statistik spricht folgendes, was deinem dritten zitierten Satz widerspricht:
    Statistische Bundesamt: Durchschnittliche Wegstrecke im Personenverkehr 2010: 11,7 km


    Falsches Argument, denn die Leute wollen ja mit ihrem Auto auch mal in Urlaub fahren, entfernt wohnende Verwandte oder Freunde besuchen, Veranstaltungen besuchen, Städtereisen unternehmen, fremde Länder kennen lernen etc.


    All das geht mit dem Elektrofahrzeug nicht, so dass es sich nicht durchsetzen wird, es sei denn, dass sich die Akkutechnik entscheident verbessert. Ich persönlich sehe die Zukunft eher bei der Brennstoffzelle.

    joule


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  • Zitat von joule

    Falsches Argument, denn die Leute wollen ja mit ihrem Auto auch mal in Urlaub fahren, entfernt wohnende Verwandte oder Freunde besuchen, Veranstaltungen besuchen, Städtereisen unternehmen, fremde Länder kennen lernen etc.


    All das geht mit dem Elektrofahrzeug nicht, so dass es sich nicht durchsetzen wird, es sei denn, dass sich die Akkutechnik entscheident verbessert. Ich persönlich sehe die Zukunft eher bei der Brennstoffzelle.


    Mit einer 150 kW-Schnellladestation kann man 300 Kilometer Reichweite in 25 Minuten nachladen. Man beginnt also mit 400 km, dann 300 km nachladen, dann nochmal 300 km nachladen, sind 1.000 km. Das reicht wohl für die allermeisten Urlaubsfahrten und zwei mal 25 Minuten Pause kann (und soll) man da sowieso einplanen.


    Ja, vielleicht muss man irgendwann einmal ein paar Minuten länger warten als man es bei einem Verbrenner getan hätte, aber ein paar Minuten bei zwei Fahrten im Jahr sind sicher kein Argument wieso sich Elektrofahrzeuge nie durchsetzen werden.

  • Zitat von joule


    Falsches Argument, denn die Leute wollen ja mit ihrem Auto auch mal in Urlaub fahren, entfernt wohnende Verwandte oder Freunde besuchen, Veranstaltungen besuchen, Städtereisen unternehmen, fremde Länder kennen lernen etc.
    All das geht mit dem Elektrofahrzeug nicht, so dass es sich nicht durchsetzen wird, es sei denn, dass sich die Akkutechnik entscheident verbessert. Ich persönlich sehe die Zukunft eher bei der Brennstoffzelle.


    verstehe nicht, wieso all die Dinge nicht funktionieren sollen. Man macht alle 2-3h Pause und lädt eine halbe Stunde.... diese Schnelladeleistung müssen die Autos natürlich haben, aber das ist ja heute sogar schon Standard. Na klar ist das für Power-user nix, die sehr häufig über 300-400km oder total gerne 4-5 Stunden am Stück fahren.... hust. Das sind aber die Wenigsten, auch wenn sie heute noch (ahnungslos) meinen, sie seien es. Und wer Städtereisen unternimmt oder fremde Länder kennen lernen will, der wird auch die Muße haben, ohne Hektik dahin zu kommen....

    Carport PV-Anlage in NRW:
    PV-EEG-Netz: 8 kWp = 40 (4 x 10) x Suntech Pluto 200/ADE DN 8.5° - 2 x Power One PVI 3.6 OutD-S - Azimut -35° http://pv.delink2000.de
    PV-Insel / USV : ca. 2 kWp DN 70° - Tristar TS45 - Victron Multiplus 3000 - 24V C5 840 Ah PZV

  • Zitat von CaptainPicard


    Mit einer 150 kW-Schnellladestation kann man 300 Kilometer Reichweite in 25 Minuten nachladen. Man beginnt also mit 400 km, dann 300 km nachladen, dann nochmal 300 km nachladen, sind 1.000 km. Das reicht wohl für die allermeisten Urlaubsfahrten und zwei mal 25 Minuten Pause kann (und soll) man da sowieso einplanen.


    Ja, vielleicht muss man irgendwann einmal ein paar Minuten länger warten als man es bei einem Verbrenner getan hätte, aber ein paar Minuten bei zwei Fahrten im Jahr sind sicher kein Argument wieso sich Elektrofahrzeuge nie durchsetzen werden.


    Das Nachladen während einer Urlaubsfahrt halte ich für unzumutbar. Eine Cance hätten die Elektrofahrzeuge, wenn man während der Fahrt induktiv nachladen könnte. Dazu fehlt aber die Infrastruktur, Bis man sich auf einen Technikstandard geeinigt und die Infrastruktur geschaffen hat, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. Bei den heutigen Elektrofahrzeugen handelt es sich um die ersten Gehversuche, aber keineswegs um einen Schritt in die richtige Richtung.

    joule


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  • Zitat von joule


    Das Nachladen während einer Urlaubsfahrt halte ich für unzumutbar.


    Frei übersetzt bist du also der Meinung, man macht bei der Urlaubsfahrt keine Pausen... alle Insassen haben gefälligst zig Stunden im Auto zu bleiben und Müdigkeit für den Fahrer ist ausgeschlossen... da dürften wir mittlerweile im Promillebereich liegen, die das so wie du praktizieren.

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  • Zitat von joule

    Das Nachladen während einer Urlaubsfahrt halte ich für unzumutbar. Eine Cance hätten die Elektrofahrzeuge, wenn man während der Fahrt induktiv nachladen könnte. Dazu fehlt aber die Infrastruktur, Bis man sich auf einen Technikstandard geeinigt und die Infrastruktur geschaffen hat, dürften noch einige Jahrzehnte vergehen. Bei den heutigen Elektrofahrzeugen handelt es sich um die ersten Gehversuche, aber keineswegs um einen Schritt in die richtige Richtung.


    Die Infrastruktur ist sicher heute ein Engpass und das System des "Rechargen" muss man sicher überdenken, wenn der Massenmarkt kommen soll. Ich halte es für zumutbar, alle Fahrzeughersteller auf 1-3 standardisierte Batteriepackmodulsysteme a ~10 kWh zu "zwingen" , die an den Tankstellen einfach ein Umstecken/Austauschen der geleerten Module gegen Volle ermöglichen, wenn diese technisch noch integer sind (BMS im Pack muss diese Kennzahlen/Parameter liefern können).
    Ich glaube, wenn die ökonomischen Randbedingungen die Anreize setzen, ist die Schaffung dieser dafür notwendigen Infrastruktur in einer Dekade zu bewerkstelligen. Sehr ähnlich war es auch beim Benzin & Diesel.
    Das modulare Batterieaustauschsystem kann auch eine Chance der EU-Autobauer sein hier mal einen Markt, der verloren schien, neu zu prägen.
    Grüße


    PS: Mehr als eine Seite OT!

  • Zitat von P.Voltologe

    [
    Die Infrastruktur ist sicher heute ein Engpass und das System des "Rechargen" muss man sicher überdenken, wenn der Massenmarkt kommen soll. Ich halte es für zumutbar, alle Fahrzeughersteller auf 1-3 standardisierte Batteriepackmodulsysteme a ~10 kWh zu "zwingen" , die an den Tankstellen einfach ein Umstecken/Austauschen der geleerten Module gegen Volle ermöglichen, wenn diese technisch noch integer sind (BMS im Pack muss diese Kennzahlen/Parameter liefern können).
    Ich glaube, wenn die ökonomischen Randbedingungen die Anreize setzen, ist die Schaffung dieser dafür notwendigen Infrastruktur in einer Dekade zu bewerkstelligen. Sehr ähnlich war es auch beim Benzin & Diesel.
    Das modulare Batterieaustauschsystem kann auch eine Chance der EU-Autobauer sein hier mal einen Markt, der verloren schien, neu zu prägen.
    Grüße


    PS: Mehr als eine Seite OT!


    Guter Ansatz, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann. Die Hersteller müssen sich in der Tat zusammenraufen und ein zukunftsträchtiges System entwickeln. Sono wurschtelt leider auch nur allein vor sich hin und hat es versäumt ein ein Standardsystem zu entwickeln.


    OT ist es m.E. nicht, denn es geht ja darum, dass der Sono nicht massentauglich ist, d.h. kein Auto für den Normalverdiener ist und keine nennenswerten Innovationen aufweist.

    joule


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