Überspannungsschutz ja oder nein ?

  • DC-Überspannungsschutz für Bypassdioden halte ich nicht für durchsetzbar
    Es sei denn du machst dann jedes Modul einen Überspannungsschutz.
    Die Dioden halten rund 40-100 V aus.
    Bin gespannt wie man das lösen will bei Stringspannungen von 300V+, je nach Modulanzahl.


    Nen AC-Schutz ggf. für WR oder Netz zum Spannungsspitzenabbau ist sicher ein wirksames Instrument.
    Ich habe einen Dehnguard installiert.


    Für und gegen Blitzschlag musst schon was anderes machen.
    Inklusive guter Erdung und Einbindung der Metallteile auf dem Dach in den Blitzschutz.


    Bei langen Stringleitungen innerhalb des Hauses kann man ggf. über den DC-Ableiter nachdenken. Der hält zumindest die Induktionen auf andere Leitungen fern bzw mindert sie.
    Den Rest schafft dann wieder der AC-Ableiter

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    Altspeicher 14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

    10 kWh TitanSolar, weiterhin am SI 6H-11

  • DC habe ich nicht viel innerhalb des Hauses.
    Mein Solarteur hat mir bei diesem Gebäude und der Lage sogar eher davon abgeraten.


    Die Erdung geht direkt an den neu gesetzten Tiefenerder.
    Die Gestell-Profile sind ebenfalls miteinander verbunden.
    Alles mit 16mm² und Dehn Klemmen.


    AC-seitig kommt noch ein Citel Kombiableiter 1+2+3.
    Die sind ohnehin bald Vorschrift - da muß der Solarteur bei Installation gleich einen mitsetzen.
    Das wars dann erstmal.


    Noch eine Frage:
    Sollte man den WR ebenfalls nochmal separat erden ?
    Ich weiß, es ist in D keine Vorschrift aber wäre es sinnvoll oder Quatsch ?

    6,3 kWp @ Kostal Plenticore Plus 5.5
    21x SolarFabrik M-Serie 300W
    DN45°, +45° SW

  • Hallo


    Zitat von Tigerchen78

    Wäre super wenn jmd zu dieser Frage nochmal etwas sagen könnte :)
    :danke:


    Die Überspannungsableiter schützen hauptsächlich den Wechselrichter.
    Der wirkungsvollste Schutz der DC Seite vor Überspannung fängt bei der Induktionsarmen Verlegung der Stringkabel an.
    (+ und - Kabel gemeinsam so verlegen, daß sie eine kleinstmögliche Fläche einschlißen. Auch wenn dadurch mehr Kabel benötigt wird.)
    Denn die Überspannung die nicht erst erzeugt wird muss nicht abgeleitet werden, und steht auch weniger an den Modulen an.


    Mit freundlichem Gruß
    hs solar

  • Danke für die Info ! :)


    Wurde letzten Freitag auch so bei uns gemacht.
    Da habe ich Wert drauf gelegt und das Energiebratungszentrum bei uns (wg. Förderung der Stadt) wies ebenfalls drauf hin.

    6,3 kWp @ Kostal Plenticore Plus 5.5
    21x SolarFabrik M-Serie 300W
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  • Hallo


    Zitat von Tigerchen78

    Noch eine Frage:
    Sollte man den WR ebenfalls nochmal separat erden ?
    Ich weiß, es ist in D keine Vorschrift aber wäre es sinnvoll oder Quatsch ?


    Das seperate erden des Wechselrichters (wenn damit gemeint ist, einen seperaten Erder zu verwenden) ist ehr kontraprotuktiv, da hierdurch eine größere Spannungsdifferenz entstehen kann.
    Sinnvoller ist einen gemeinsamen Erdungspunkt zu nutzen.


    Mit freundlichem Gruß
    hc solar

  • Der WR hat ein Blech mit einem Loch woran man außen ein zusätzliches Erdungskabel anschließen kann.
    Dieses Kabel ist aber nicht in allen Ländern, z.B. Deutschland, vorgeschrieben (steht so in der BDA des WRs).


    Wenn, dann würde der WR mit dem vorhanden Tiefenerder verbunden werden woran die gesamte Hauserdung und das Modul-Gestell dranhängt.


    Eigentlich sollte der WR ja modulnah sitzen und geerdet werden - so wäre es angeblich ideal.

    6,3 kWp @ Kostal Plenticore Plus 5.5
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  • Hallo


    Zitat von Tigerchen78

    Der WR hat ein Blech mit einem Loch woran man außen ein zusätzliches Erdungskabel anschließen kann.
    Dieses Kabel ist aber nicht in allen Ländern, z.B. Deutschland, vorgeschrieben (steht so in der BDA des WRs).


    Wenn, dann würde der WR mit dem vorhanden Tiefenerder verbunden werden woran die gesamte Hauserdung und das Modul-Gestell dranhängt.


    Eigentlich sollte der WR ja modulnah sitzen und geerdet werden - so wäre es angeblich ideal.


    Ja, über das Verlegen von Erdungen gibt es verschidene Meinungen.
    Eigentlich ist der Wechselrichter über das Anschlußkabel ausreichend geerdet. Zusätzlicher Potentialausgleich (Erdung) ist nur in besonderen Situationen erforderlich oder sinnvoll, wenn im Fehlerfall die Berührungsspannung gering gehalten werden muß oder soll.


    Zur Vermeidung von Überspannung zufolge von Blitzereignissen sehe ich hirdurch keine größeren Erfolgsaussichten.
    Im ungünstigem Fall der Verlegung könnte mann sich zusätzliche Induktionsspitzen einfangen.( indem dadurch eine Leiterschleife entsteht, die eine große Fläche einschließt, und sinnbildlich als "Antenne" wirkt.
    Deshalb ja auch bei den Stringkabeln auf induktionsarme Verlegung achten.
    Hier würde mann ggf eher das Gegenteil erreichen.


    Mit freundlichem Gruß
    hc