Tesla Unfall in der Schweiz am 10.05.2018

  • Hi,


    ich möchte mal meine Überlegungen zum Unfall vom 10.05. in der Schweiz zur Diskussion stellen.
    http://www.heute.at/welt/news/…75#showid=4030940&index=3


    https://www.europlac.de/
    Mein Mitgefühl gilt der Familie von Reinhold Röhr.


    Der Medienhype ging ja hauptsächlich darum, dass der Wagen ausgebrannt und der Fahrer in den Flammen umgekommen ist.
    Die ersten Berichte dazu waren so geschrieben, dass der unbedarfte Leser den Eindruck bekommen konnte, dass plötzlich die Batterie aus heiterem Himmel heraus in Flammen aufgegangen sei - was ja so nicht stimmt.


    Die weiteren Fakten zu dem Unfall waren mehr wie dürftig, darum habe ich mal versucht, den Hergang zu rekonstruieren.


    Der Unfall ist in der Nähe des Nordportals des Monte-Ceneri-Tunnels passiert.
    Nach meinen Schlussfolgerungen war der Wagen aus Richtung Süden kommend nach Bellinzona Süd hin unterwegs.
    Die veröffentlichten Fotos des Unfalls zeigen im Hintergrund einen See, das muss die nordöstliche Spitze des Laggo Maggiore sein.
    Ebenso ist auf einem anderen Bild im Hintergrund ein Güterbahnhof zu sehen, das muss der von Cadenazzo sein.


    [Blockierte Grafik: http://www.heute.at/diashow/4030940/405d7556cafd70027cecf6e5bb502f7b.jpg]
    Die Lage des Wracks und der abgerissenen Teile links davon noch vor der Leitplanke sowie die Beschädigungen des Schildes auf der Leitplanke bringen mich zu dem Schluss, dass die Fahrtrichtung sein musste wie oben von mir angegeben.
    [Blockierte Grafik: http://www.heute.at/diashow/4030940/e0dc934626426c91d99f2f34812e1b0d.jpg]
    Über Google Maps kann sich jeder ein Bild davon machen, wo etwa der Unfall passiert sein muss.
    Nach meiner Ansicht südöstlich Cadenazzo auf der Autobahnbrücke, weil der Hintergrund auf den Bildern freie Sicht auf Cadenazzo zeigt.


    In den letzten Unfallberichten stand, dass der Wagen im Baustellenbereich in die Leitplanke gefahren ist und sich darauf hin überschlagen hat, ebenso wird ständig von überhöhter Geschwindigkeit geschrieben.
    An der Unfallstelle geht`s aber fast geradeaus, da ist`s egal wie schnell man ist, das kann die Ursache nicht sein.


    Nach meiner Vermutung ist er nicht einfach "in die Leitplanke" gefahren, sondern frontal in den gelben Endblock des beginnenden Fahrbahnteilers (im oberen Bild zu sehen), dadurch abgehoben hat und über die linke Leitplanke geflogen ist, wo er auf der Nachbarspur liegen geblieben und ausgebrannt ist.
    Mir scheint, er hat sich in der Luft gedreht und ist entgegen der ursprünglichen Fahrtrichtung zum Stehen gekommen.
    Das würde dafür sprechen, dass er den Fahrbahnteiler mit der rechten Frontseite getroffen hat, wodurch der Wagen nach dem Abheben einen Drehimpuls bekommen hat. Ich glaube dagegen nicht, dass er sich überschlagen hat.


    Eben gefunden: https://www.blick.ch/news/schw…-verklagen-id8383205.html
    Das bestätigt meine Vermutungen zur Fahrtrichtung, entgegen den anders lautenden Berichten, die von einem Unfall VOR dem Nordportal sprachen. Naja, der übliche Schmierenjournalismus eben. :roll:



    Die Frage, die ich mir stelle dreht sich um den Fahrbahnteiler und den Autopiloten. Mir drängen sich dabei stark Parallelen auf zu dem Unfall in USA, wo der AP den Wagen direkt in die Betonmauer des Fahrbahnteilers der Autobahn gelenkt hat.


    Haltet Ihr das in diesem Fall auch für möglich?

  • Ralf ,
    anhand der schrägen weißen Striche kann man den Unfallort mit Google-Maps auf 10m genau lokalisieren.


    Weiterhin dürfte der Unfall im Baustellenbereich passiert sein. Eine Fahrbahn auf der Gegenfahrbahn und nur eine Fahrbahn auf eigentlichen Richtungsfahrbahn nach Norden.


    In der Schweiz gelten auf Autobahnen 120 km/h Höchstgeschwindigkeit und kaum jemand fährt schneller als 130 km/h, weil die Strafen heftig sind. Tunneldurchfahrten sind meist mit 100 km/h begrenzt, ebenso wie Baustellenbereiche.


    Die Fahrtrichtung war jedenfalls nach Norden .... Fahrzeug kam aus Mailand und war auf dem Rückweg nach D.


    Weiterhin scheint es aber so zu sein, dass das Fahrzeug auf der rechten Fahrspur nach Norden fuhr und dann auf die linke Fahrbahn flog. Darauf deutet hin, dass die Baustellen-Mittelleitplanke auf der Richtungsfahrbahn nach Süden nicht beschädigt ist.


    Und Deine Annahme, dass das Fahrzeug gegen den gelben Prellblock der mittleren Baustellenleitplanke auf der Richtungsfahrbahn nach Norden gefahren ist, dürfte auch plausibel sein. Zum einen sieht der zusammengeschoben aus, zum anderen liegt links daneben ein umfahrener Warnbaken. Das Fahrzeug wäre dann also nicht mit der rechten Vorderseite sondern mit der linken Vorderseite in den gelben Prellbock gefahren. Kann aber auch andersherum gewesen sein. Ist nicht eindeutig ersichtlich.


    Und dann erkennt man auf dem oberen Bild auch die rechte, weiße Randstreifenmarkierung, die nach rechts weg geht ... und entweder den Fahrer oder den Autopiloten direkt in den gelben Prellbock geführt hat.


    Unterstellt man nun, dass das Fahrzeug nicht schneller als 100 km/h gefahren ist (dafür spricht der Lageplatz des Wracks nur 30-50 m hinter dem Prellbock), dann bleiben zwei offene Fragen:
    Warum konnte sich der Fahrer nicht mehr retten?
    Warum brennt das Fahrzeug so heftig aus?

  • Zitat von wschmeiser

    Warum brennt das Fahrzeug so heftig aus?


    :lol:
    Wie "heftig" darf es denn Deiner Meinung nach brennen?


    Dass eine Alu-Karosse eher schmilzt wie Stahlblech, ist doch nun nicht wirklich überaschend.
    Wenn ein PKW einmal lichterloh brennt, gibt es nicht viel zu retten /zu löschen.


    Ansonsten steht nirgendwo, wie lange der Brand bis zum Foto gebraucht hat und wie schnell sich der Brand entwickelte.
    Ich gehe davon aus, dass der Fahrer nach dem Aufprall bewegungsunfähig war - nicht dass die Zeit bis zum Brand zu kurz war.

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 4,44kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
    Datensammler bei "Jäger im Detail"
    Meister-Lusche L:44 (D:2)
    Kaiserlicher Jäger-König:79(D:12,T:3,Q:1)

  • Leider habe ich schon einige Unfälle auch in Baustellen live miterleben müssen (deshalb auch 5 kg Feuerlöscher + Brandecke etc. on Bord,) Bei ca. 80 kmh hat man sicher ganz schön Schwung, um einen hübschen Satz zu machen, aber dass die Kiste dann so verformt ist, ohne auf ein Hindernis getroffen zu sein um dann abzufackeln?


    Ich kenne eher den Kreisel (einmal rund rum alles verbeult) oder den Halb-Sprung (hängt an der HA) . Also solange keine anderen Fahrzeuge im Spiel sind.


    Heute wird ja bei 90 kmh in der Baustelle meist nur noch 5 m "Bremsweg" gelassen!


    Wenn der auf dem Dach gelandet sein soll, warum brennt der dann?


    Leider gilt: Die Verbesserungen der Fahrzeugtechnik wurden komplett mit Blut geschrieben!

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Hi,


    Zitat von wschmeiser

    Unterstellt man nun, dass das Fahrzeug nicht schneller als 100 km/h gefahren ist (dafür spricht der Lageplatz des Wracks nur 30-50 m hinter dem Prellbock), dann bleiben zwei offene Fragen:
    Warum konnte sich der Fahrer nicht mehr retten?
    Warum brennt das Fahrzeug so heftig aus?


    sehe ich auch so und diese Fragen hab` ich mir auch gestellt. Wobei "heftig" ist mir schon klar, wenn der Akku einmal durchgeht, dann wird mehr wie die ganze gespeicherte Energie umgesetzt. Und am Südportal steht ausserdem ein SC, es ist also davon auszugehen dass der Akku knackevoll war.
    Ich würde mich eher fragen, warum der Akku in der Folge des Unfalls, der eigentlich nicht soooo dramatisch gewesen sein kann unbedingt durchgehen musste.
    Das waren ja keine 100 km/h gegen eine Betonwand, der Fahrbahnteiler verschiebt sich ja relativ leicht.



    Zitat von Joe-Haus

    Ich gehe davon aus, dass der Fahrer nach dem Aufprall bewegungsunfähig war - nicht dass die Zeit bis zum Brand zu kurz war.


    Eine wichtige Frage - die vermutlich Augenzeugen klären könnten.
    Oder kann Tesla das evtl. klären anhand der Telemetriedaten (Werte Temperatursensor)?




    Zitat von PV-Berlin

    Wenn der auf dem Dach gelandet sein soll, warum brennt der dann?


    Den Bildern nach hat er sich nur um die Hochachse gedreht, er ist aber auf den Rädern gelandet.


    Zitat von PV-Berlin

    Leider gilt: Die Verbesserungen der Fahrzeugtechnik wurden komplett mit Blut geschrieben!


    Das wird weder bei der Elektromobilität noch beim autonomen Fahren anders sein, das ist schon jetzt klar.

  • Zitat von Joe-Haus


    :lol:
    Wie "heftig" darf es denn Deiner Meinung nach brennen?


    Dass eine Alu-Karosse eher schmilzt wie Stahlblech, ist doch nun nicht wirklich überaschend.
    Wenn ein PKW einmal lichterloh brennt, gibt es nicht viel zu retten /zu löschen.

    Exakt.
    A2 ausgebrannt
    [url=https://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Heftiges-Bremsmanoever-Audi-brennt-nach-Ueberschlag-aus-_arid,432598.html]Audi brennt ab[/url]
    Audi A8 nach Diebstahl angezündet
    [url=https://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-wochennl392010-Erste-Erkenntnisse-nach-R8-Brand;art599,2328764]Audi R8 Brand[/url]
    [url=https://www.pz-news.de/baden-wuerttemberg_artikel,-260000-Euro-Schaden-Lamborghini-brennt-auf-A5-bei-BadenBaden-_arid,1031924.html]Lambobrand[/url]
    Lambobrand #2
    usw...

    22 kW Anlage
    2x STP 9000TL-20
    1x SB 4000TL-21
    1x SI 6.0h-11
    Mit ecoBATT47 Speicher von ecopowerprofi (47 kWh nutzbar)
    Seit 13.03.17 mit einem BlueGEN BHKW

  • Schon merkwürdig, wie hier argumentiert wird.


    Bei den angeführten Beispielen wurden die Fahrzeuge entweder angezündet oder es waren Hochgeschwindigkeitsunfälle. Und trotzdem kamen alle aus den Fahrzeugen heraus und nur der Lamborghini-Fahrer wurde schwer verletzt.


    Und obwohl der Unfall in der Schweiz eigentlich nicht bei sehr hoher Geschwindigkeit passiert sein kann .... kam der Fahrer ums Leben. Das ist bedauerlich und kann einfach nur Pech sein.


    Und brennen tut das Fahrzeug zweifelsohne heftig. Kann genauso bei einem Benziner/Diesel passieren.
    Mehr wollte ich gar nicht zum Ausdruck bringen.

  • Ich war zwar die Strecke früher hundertmal gefahren, um nicht zu sagen gerast, aber den genannten Unfall kenne ich nicht.
    Dafür gab ein anderer Raserfall eines deutschen Porschefahrers auf der A2 Richtung Süden kürzlich zu reden, weil er in die schweizer Gerichtbarkeit fällt und mit Gefängnis bestraft wird. Hier eine andere Tatsache dieses Autobahnabschnittes:
    https://www.tagesanzeiger.ch/s…hs-monaten/story/20738183
    Vielleicht ist es der Frust, wenn man an den Gotthardportalen aufgrund von Verkehrsüberlastung stundenlang anstehen muss und danach mit überhöhter Geschwindigkeit unachtsam weiterrast. Im übrigen werden jetzt auch Verkehrssünder
    am Mobiltelefon von der Tessiner Polizei rigoros aus dem Verkehr gezogen...
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Zitat von wschmeiser

    Schon merkwürdig, wie hier argumentiert wird.

    Stimmt.
    Hier wird darüber diskutiert, dass ein Auto nach einem schweren Unfall in Fallen aufgeht.


    Das ist Alltag, aber weil es ein Tesla ist, wird hier diskutiert.

    Zitat

    Bei den angeführten Beispielen wurden die Fahrzeuge entweder angezündet oder es waren Hochgeschwindigkeitsunfälle. Und trotzdem kamen alle aus den Fahrzeugen heraus und nur der Lamborghini-Fahrer wurde schwer verletzt.

    Hochgeschwindigkeitsunfälle?
    Da brennen aber auch Verbrenner im normalen Betrieb ohne Unfall.

    Zitat

    Hoher Schaden ist beim Brand eines Lamborghinis an der Autobahnanschlussstelle Baden-Baden entstanden. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizei hatte der Fahrer des PS-starken Wagens plötzlich Brandgeruch und Qualm im Fahrzeuginneren bemerkt.


    Wirklich merkwürdig, wie hier argumentiert wird.

    Zitat

    Und brennen tut das Fahrzeug zweifelsohne heftig. Kann genauso bei einem Benziner/Diesel passieren.
    Mehr wollte ich gar nicht zum Ausdruck bringen.

    Dann ist ja gut.


    Ich sehe eher ein Problem, wenn ein Fahrzeug im normalen betrieb brennen kann, wie dieser Tesla:
    https://www.zeit.de/mobilitaet…-model-s-feuer-probefahrt
    Das darf nicht passieren und diese Problem wurde von Tesla erkannt und beseitigt.

    22 kW Anlage
    2x STP 9000TL-20
    1x SB 4000TL-21
    1x SI 6.0h-11
    Mit ecoBATT47 Speicher von ecopowerprofi (47 kWh nutzbar)
    Seit 13.03.17 mit einem BlueGEN BHKW

  • Zitat von KaJu74


    Das darf nicht passieren und diese Problem wurde von Tesla erkannt und beseitigt.


    Was war das Problem und wie wurde es beseitigt?

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III