70% Regelung mit 2 Wechselrichtern

  • Klar, dass die Clearingstelle sich auf eine Anfrage hin ohne tiefgreifende juristische Prüfung vorsichtig äußert. Aber wenn man Anlagenbetreibern die freiwillig das Einspeisemanagement umsetzen, wie es bei über 100 kW obligatorisch ist, zugesteht, mehrere Anlagen an einem Verknüpfungspunkt gemeinsam zu steuern und am Netzverknüpfungspunkt bei erlaubter gemeinsamer Messung somit nicht unterscheiden zu können, aus welcher Anlage der eingespeiste Strom nun kommt und welche Anlagen(teile) abgeregelt wurden, so sollte man das analog auch auf die 70%-Regelung übertragen dürfen.

  • Zitat von Energiesparer51

    ... Aber wenn man Anlagenbetreibern die freiwillig das Einspeisemanagement umsetzen, wie es bei über 100 kW obligatorisch ist, zugesteht, mehrere Anlagen an einem Verknüpfungspunkt gemeinsam zu steuern und am Netzverknüpfungspunkt bei erlaubter gemeinsamer Messung somit nicht unterscheiden zu können, aus welcher Anlage der eingespeiste Strom nun kommt und welche Anlagen(teile) abgeregelt wurden, so sollte man das analog auch auf die 70%-Regelung übertragen dürfen.


    Klingt für mich schlüssig.

  • Hi,


    Zitat von Velas

    Klingt für mich schlüssig.


    ist die Frage, ob das wirklich schlüssig ist.


    Denn mir drängt sich sofort die Frage auf, wenn ausdrücklich im EEG steht, dass mit Anlagen über 100 kWp so verfahren werden kann, warum steht dann überhaupt die Grenze von 100 kWp im Gesetz und nicht von vorneherein, dass diese Regelung für alle gilt?
    Das riecht ja förmlich danach, dass die 100 kWp absichtlich genannt worden sind, um die kleineren Anlagen von dieser Regelung auszuschließen. Fragt sich nur, warum?

  • So ich stelle jetzt noch ein Szenario ein.


    Ich habe 2 Anlage 2015 + 2017 die beide über einen Zähler prozentual ihrer Größe den entsprechenden EEG Vergütungen bezahlt werden.


    Beide sind am großen Master slave mäßig gesteuert, die große 60% die kleine 70% somit max 62% Begrenzung.


    Jetzt könnte ich die kleine ja < 1 Jahr erweitern, da aber nur Platz auf dem Hauptfach und dessen WR Kapazität wäre meine Frage.


    Erweiterung auf die kleinen anmelden und über den großen einbinden?


    Und entsprechend die werte dann neu einstellen?


    Oder nur absoluter Unsinn der mir da im Kopf schwirrt :danke:

    Meine Anlagen:
    1.) 31 x NeMo 60P-260W, poly. DN 32 Grad, 17xOst/14xWest,
    WR Symo 8,2; 3-phasig, 2 MPP- Tracker.
    2.) 6 x NeMo 2.0 60M-300W, mono, DN 26 Grad, Süd, WR Galvo 1,5; 1-phasig
    SENEC.Home G2 +;Speicherkapazität 8 kWh netto (16 kWh brutto)


  • Gibt es einne EEG-Umlagepflicht auf Eigenverbrauch? Kann die durch die Erweiterung entstehen?

  • Zitat von Ralf Hofmann

    Denn mir drängt sich sofort die Frage auf, wenn ausdrücklich im EEG steht, dass mit Anlagen über 100 kWp so verfahren werden kann, warum steht dann überhaupt die Grenze von 100 kWp im Gesetz und nicht von vorneherein, dass diese Regelung für alle gilt?
    Das riecht ja förmlich danach, dass die 100 kWp absichtlich genannt worden sind, um die kleineren Anlagen von dieser Regelung auszuschließen. Fragt sich nur, warum?


    Das glaube ich nicht. Für Solaranlagen wir ja rückbezogen auf die Regelung über 100 kW mit den Abweichungen:


    1.) Den Betreibern von Solaranlagen bis 100 KW verlangt §9 nicht die Übertragung der Ist-Leistung ab.


    2.) Bis 30 kW wird die 70%-Regelung alternativ zum Einspeisemanagement angeboten.

  • War etwas "angepisst", daß der Faden sich nicht mehr um meine Problemstellung drehte. Hier verspätet die Wasserstandsmeldung:


    Es lag ein Flüchtigkeitsfehler vor. Elektriker hatte die kWp am Primo nicht eingetragen, da hat sich der WR seine eigenen 3,6 gesetzt. War mir im Menue nicht aufgefallen, erst später im Solar.web (dank Tipp des Solateurs). Hätt ich selber bemerken sollen (war wohl etwas verunsichert).


    Falls es interessiert: Netzbetreiber hatte kein Problem mit der Master/Slave-Schaltung von Fronius.