Die Energiewende der Schweiz

  • Zitat von Megge66

    Das erneuerbare Energien wie Wasserkraft durch die Erneuerbaren leiden


    Das Hauptproblem sind die günstigen CO2 Zertifikate. Kohlestrom kann deshalb in Europa sehr günstig produziert werden - entsprechend tief sind die Grosshandelsstrompreise.
    Da sich die Schweizer Wasserkraftwerksbesitzer bei Kohlekraftwerken in Europa beteiligt haben, wird das allerdings verständlicherweise nicht so kommuniziert, weil sie aus diesem Grund auch nicht wollen, dass der CO2 Zertifikatspreis steigt.

  • Zitat von irgendwer

    Das Hauptproblem sind die günstigen CO2 Zertifikate. Kohlestrom kann deshalb in Europa sehr günstig produziert werden - entsprechend tief sind die Grosshandelsstrompreise.


    Diskiminiert man eigentlich bei den CO2-Zertifikaten zwischen Stromerzeugern wie Kohlekraftwerken und anderer Industrie wie etwa Stahlwerke mit entsprechenden Kohlebedarf? Denn letztere haben aktuell noch keine wirklichen Alternativen, während man beim Strom einfach Wind und PV bauen kann.

  • Zitat

    Denn Letztere haben aktuell noch keine wirklichen Alternativen, während man beim Strom einfach Wind und PV bauen kann.


    Gute Frage, weiss ich auch nicht. Wie es auch ist, wenn es Ausnahmen gibt, dann kommen immer irgendwelche andere Interessenvertreter und proklamieren das gleiche Recht für Ihre Branchen / Firmen. Oder die Regeln werden sonstwie abgeschwächt und bis zur Wirkungslosigkeit verwässert, siehe die erwähnten CO02-Zertifikate. Darum ist weiterhin unsere Eigenverantwortung und -initiative gefordert.

    10.35 kWp / Süd / 18° Dachneigung / Fronius Symo 7.0-3-M / Kostal Piko 5.5
    PowerDog als Energie-Manager u.a. für EV-Optimierung der Erdsonden-Wärmepumpe.
    Liebäugle seit längerem mit einem Speicher, habe aber noch immer nichts wirklich gescheites gefunden.

  • Zitat von CaptainPicard


    Diskiminiert man eigentlich bei den CO2-Zertifikaten zwischen Stromerzeugern wie Kohlekraftwerken und anderer Industrie wie etwa Stahlwerke mit entsprechenden Kohlebedarf? Denn letztere haben aktuell noch keine wirklichen Alternativen, während man beim Strom einfach Wind und PV bauen kann.


    Mit der anstehenden Reform des CO2 Handels wird die Energieindustrie (also Kohlekraftwerke etc.) nahezu alle Zertifikate kaufen müssen (bisher bekommen sie noch viele geschenkt), die energieintensive Industrie wird hingegen weiterhin 90%+ geschenkt bekommen. Also vereinfacht gesagt, in Wirklichkeit ist es natürlich noch komplexer, aber jedes Detail kenne ich jetzt auch nicht auswendig.

  • Der Ober Troll zitiert 1:1 Passagen der Vereinigung der Kernkraftbetreiber der Schweiz , die sich nicht zu fein sind, viel Prosa und Graphiken (Scheibe) hübsch zu machen, aber zu den Kernfragen auf die Fragen zur Stromversorgung gar keine Aussagen machen, zumindest auf ihrer 'Informations-Seite' nicht.


    Was bitte soll 'Bandenergie' sein?


    Es ist kein Begriff der Physik
    Es ist kein Begriff der Netzbetreiber
    Es findet sich kein Kontext im Lastgang 24 h/ 7 Tage /1 Jahr


    Wenn man als Energieversorger mit Begriffen argumentiert und man sich dieser Argumentation anschließt, dann muss man dies auch fundamental untermauern können.


    *Kleiner Tipp: Nicht die betriebliche Notwendigkeit von nahezu 8.650 BH = 8.560 VLH mit der Nachfrage nach KKW Strom verwechseln.


    Was würde denn passieren, wenn KKW ab 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr am Morgen keinen Strom liefern dürften?


    A: kein Stromausfall
    B: kein KKW Betrieb mehr
    C: PSW wären offen für die EE


    Die Angaben zu den Schweizer KKW finde ich nur in Brutto MW (Leistung) da ist von lächerlichen 3,3 GW die Rede. daraus folgt, dass die Leistung der KKW keinesfalls relevant sein wird, um den Umstieg auf EE bzw. nicht fossile Energieträger selbst in der winzigen Schweiz zu wuppen. Auch in der Schweiz muss die Wärme, die Mobilität etc. ihren Anteil leisten. soll heißen, wer bis 2035 nicht ca. 50% umgestellt haben wird, ist raus aus dem Spiel ! Es versteht 50% vom gesamten Energiebedarf.


    Die alternative ist, dass sich die Schweiz als Militärische Supermacht der Meere mit Indien, Rot-China, den USA und wem auch immer über die fossile Energiequellen streitet und sehr 'billige' Kriege weltweit führt.


    Eine Trasse von der polnisches Ostsee und eine Trasse vom Mittelmeer mit je 4 GW Leistung sollte weniger als je 4 Mrd. Franken kosten. Je 8 GW Offshore WKA aufgestellt macht in Summe weniger als 30 Mrd. Franken. dafür kriegt man heute, wenn alles rund läuft vielleicht 1,5 GW KKW Fertigstellung 1. April 2030! Baubeginn heute Morgen.


    Persönlich wäre es mit piep egal, wenn die Schweiz mit ihrer Neo Faschistischen Wirtschaftspolitik auf die Fresse fällt, aber zum einen finanzieren die Alten reichen Opis u.a. auch die "Deutsche" AfD und zum andern ist die Schweiz leider zu klein, um bei einem Super Gau auch nur 50% des Schadens selbst zu haben.



    Als Super Industrieland mit der Technik von 1969 rummachen, wo das Unternehmen, welches das gebaut hat, so was von pleite gegangenen ist? Bildung und Volksentscheide sind eine gute Idee, wenn man zumindest einige unabhängige Medien hätte!

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Um dem leidigen Atom-Diskurs zu entrinnen, war ich heute der Einladung meines Stromversorgers zum TOT des grössten Bielerseekraftwerkes gefolgt. Hier ein visueller Gesamteindruck von dieser wunderbaren Landschaft ab Webcam.
    Das Kraftwerk liefert rund 24 MW Bandenergie.
    Der Kanal kann also nicht beliebig aufgestaut, oder Wasser abgelassen werden wie in der Fischtreppe im Vordergrund. :wink:
    Zudem enthält die Anlage einen Bootstransport über Schienen, damit das Gewässer schiffbar bleibt.
    Die Stromproduktion der drei Bielerseekraftwerke erfolgt je nach Niederschlägen in etwa folgendem Gesamtverhältnis.
    einstein0

  • Und nun? Die meisten derartigen Kraftwerke können wenigstens Stundenweise regulieren, also z.B. in Kombination mit Wind und PV nachts drossel, Morgends voll auf, Mittags zu, abends voll auf, dann wieder drosseln Das ganze z.B. mit einer zusätzlichen 25 MW Rohrturbine, so dass man in den REsiduallastspizen 50 MW reinbuttern kann, und keine unnötige Bandenerergie mehr liefert, die im Netz probleme bereitet. Ansonsten ist der Vorschlag von PV-Berlin bei lokaler EE-Anlagenalergie durchaus eine wirtschaftliche Alternative.

    Ich würde mein Geld auf die Sonne und die Solartechnik setzen. Was für eine Energiequelle! Ich hoffe, wir müssen nicht erst die Erschöpfung von Erdöl und Kohle abwarten, bevor wir das angehen.
    Thomas Alva Edison
    Trockenplatzdach 2,6kW zum Spielen :)

  • Nein, die Regulierung muss eben nicht auf Erzeugerseite, sondern auf der Verbraucherseite passieren!
    Denn ob z.B. Warmwasser in der Nacht, oder über Mittag aufgeheizt wird, spielt überhaupt keine Rolle.
    Die Infrastruktur für diese Regelungen sind bereits vorhanden und haben sich seit Jahrzehnten bewärt. :idea:
    Anderseits unterstütze ich auch keine Ladestationen > 100 kW, welche dann bei Strommangel unterbrochen werden. :roll:
    Die Smart-Grid-Funktionen auf Verbraucherseite haben also noch einiges aufzuholen. :oops:
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Zitat von einstein0<woltlab-metacode-marker data-name=

    " data-link="">

    Nein, die Regulierung muss eben nicht auf Erzeugerseite, sondern auf der Verbraucherseite passieren!
    Denn ob z.B. Warmwasser in der Nacht, oder über Mittag aufgeheizt wird, spielt überhaupt keine Rolle.
    Die Infrastruktur für diese Regelungen sind bereits vorhanden und haben sich seit Jahrzehnten bewärt. :idea:
    Anderseits unterstütze ich auch keine Ladestationen > 100 kW, welche dann bei Strommangel unterbrochen werden. :roll:
    Die Smart-Grid-Funktionen auf Verbraucherseite haben also noch einiges aufzuholen. :oops:
    einstein0


    Die ersten zwei Sätze sind doch widersprüchlich....?
    Wenn ich mein Warmwasser statt in der Nacht, mittags aufheize,so ist das für mich doch schon eine Regelung auf Verbraucherseite....?
    Oder verstehe ich hier grundsätzlich etwas falsch ?
    Auch wenn das schon Jahrzehnte bewährt ist,so muss es heute nicht mehr so richtig sein.... :roll:


    Viele Grüsse

  • Zitat von solerling

    Die ersten zwei Sätze sind doch widersprüchlich....?
    Wenn ich mein Warmwasser statt in der Nacht, mittags aufheize,so ist das für mich doch schon eine Regelung auf Verbraucherseite....?
    Oder verstehe ich hier grundsätzlich etwas falsch ?
    Auch wenn das schon Jahrzehnte bewährt ist,so muss es heute nicht mehr so richtig sein.... :roll:


    Viele Grüsse


    Du verstehst es richtig! Genau so habe ich es ausgedrückt und damit die Rundsteuerung per Netzkommando gemeint.
    Zumindest unsere Tarife für HT bzw. NT sind jedoch unterschiedlich und ich orientiere meinen Verbrauch daran.
    Das muss aber künftig nicht mehr so kompliziert sein. Z.B. könnten die fernauslesbaren Zähler, welche bereits über das GSM-Funknetz kommunizieren auch einen Ausgang für die Verbrauchersteuerung haben.
    Damit braucht es auch keine Eigenverbrauchslösungen mehr, denn der Zähler hat ja alle Informationen bereits gesammelt...
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.