PV Anlage - Auslegung ? Welche Alternative ?

  • Hallo Zusammen,


    ich spiele mit dem Gedanken mir eine PV Anlage inkl. Speicher zuzulegen. Dafür stehen mir zwei unterschiedliche Dachflächen zur Verfügung.


    Hoffe das ihr mir bei der richtigen Wahl / Auslegung helfen könnt.


    1) Garage


    Fläche ca. 53 m²
    Dachneigung 30 Grad
    Südabweichung 11 Grad
    Anlagengröße gemäss Planungstool ca. 7,7 kWp
    Spezifischer Anlagenertrag = 990 kWh/kWp/a


    2) Haus


    Fläche ca. 87 m²
    Dachneigung 25 Grad
    Südabweichung -30 Grad
    Anlagengröße gemäss Planungstool ca. 12,7 kWp
    Spezifischer Anlagenertrag = 962 kWh/kWp/a


    Speicher


    Mein Grundgedanke ist hier ein Eigenbau eines Speicher auf Basis von 18650 Akkus, wie er ja bereits in vielen Beiträgen beschrieben ist.
    Ziel soll es dann sein unser Haus nahezu autark zu versorgen.


    Folgende Fragen stellen sich mir auf:


    1) Welches Dachfläche soll ich für meine Anlage nutzen ?
    2) Welche Größe sollte die Anlage haben ?
    3) Wie sollte der Speicher ausgelegt werden ? Aktueller Verbrauch ist derzeit ca. 4000 kWh/a


    4) Ist es möglich bei einer Speicher Eigenbaulösung noch ins Stromnetzeinzuspeisen oder sprechen wir dann von einer Inselanlage ?


    Vielen Dank vorab für die Unterstüzung


    Schönen Gruß
    kleinemade

  • 1) beide
    2) <10 oder gleich >12kWp
    3) Speicher sollte man wie jedes Hobby nach dem Geldbeutel auslegen. Ich würde noch den typischen Nachtverbrauch messen und danach die Auslegung machen. Irgendwas zwischen 4-10kWh sollte es dann sein.
    4) Weder FA noch Stromversorger kümmern sich um Deinen DIY-Speicher. Du verschiebst nur die Anteile von Bezug und Einspeisung.

    Gruß Ingo


    5,6kWp // SMA
    4,3kWp // Steca
    8,0kWp // SolarEdge

    Tesla Powerwall2

  • Hi,


    Zitat von kleineMade

    Ziel soll es dann sein unser Haus nahezu autark zu versorgen.


    das ist seeeehr sportlich! Eigentlich brauchst Du für eine 100% Autonomie zusätzlich eine stromerzeugende Heizung oder als Backup mindestens einen Generator, sonst gehen im Winter bei Dir die Lichter aus.



    Zitat von kleineMade

    1) Welches Dachfläche soll ich für meine Anlage nutzen ?


    Alle verfügbaren!
    Faustregel: Stromverbrauch x5 = benötigte PV-Nennleistung bei optimaler Südausrichtung und 55° Neigungswinkel.



    Zitat von kleineMade

    2) Welche Größe sollte die Anlage haben ?


    20 kWp oder größer bei 0° Azimuth und 55° Elevation.
    Ist Neigung unter 55°, muss die Anlage um so größer sein und unter 45° musst Du im Winter Schnee räumen.



    Zitat von kleineMade

    3) Wie sollte der Speicher ausgelegt werden ? Aktueller Verbrauch ist derzeit ca. 4000 kWh/a


    Ausreichend für 1,5 Tage im tiefsten Winter, also bei Dir mindestens 22 kWh nutzbar.



    Zitat von kleineMade

    4) Ist es möglich bei einer Speicher Eigenbaulösung noch ins Stromnetzeinzuspeisen oder sprechen wir dann von einer Inselanlage ?


    Du kannst die Überschüsse natürlich Einspeisen und nach EEG vergüten lassen.
    Würde ich auch dringenst empfehlen, sonst wird die Sache das totale Groschengrab.


    Der Speicher ist ja sowieso schon nicht wirtschaftlich, wenn Du auch noch ohne Not eine Insel machst und die Sommerüberschüsse verwerfen musst, wird`s erst richtig teuer.
    Im Netzparallelbetrieb brauchst Du natürlich nicht mehr zwingend eine stromerzeugende Heizung oder ein Backup à la Generator, da ist dann das Netz Dein Backup.

  • Ahoi,


    vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen.


    Zitat

    kleineMade hat geschrieben:
    Ziel soll es dann sein unser Haus nahezu autark zu versorgen.



    das ist seeeehr sportlich! Eigentlich brauchst Du für eine 100% Autonomie zusätzlich eine stromerzeugende Heizung oder als Backup mindestens einen Generator, sonst gehen im Winter bei Dir die Lichter aus.


    Ja da hast du wohl Recht, obwohl es schon super wäre, wenn ich 7-8 Monate schaffe.


    Zitat

    kleineMade hat geschrieben:
    4) Ist es möglich bei einer Speicher Eigenbaulösung noch ins Stromnetzeinzuspeisen oder sprechen wir dann von einer Inselanlage ?



    Du kannst die Überschüsse natürlich Einspeisen und nach EEG vergüten lassen.
    Würde ich auch dringenst empfehlen, sonst wird die Sache das totale Groschengrab.


    Ja ohne Einspeisen macht es wohlt tatsächlich wenig Sinn.


    Zitat

    Der Speicher ist ja sowieso schon nicht wirtschaftlich


    Hängt das nicht primär von den Kosten des Speichers ab ? Gerade hier verspreche ich mir eingentlich den großen Vorteil, gerade in Bezug auf den Stromverbrauch, da ich in der Regel wenn die Sonne scheint selten zu Hause bin....


    LG


    kleinemade

  • Hi,


    Zitat von kleineMade

    Hängt das nicht primär von den Kosten des Speichers ab ? Gerade hier verspreche ich mir eingentlich den großen Vorteil, gerade in Bezug auf den Stromverbrauch, da ich in der Regel wenn die Sonne scheint selten zu Hause bin....


    sicher. Aber es gibt keinen fertigen Speicher, der in einem annehmbaren Zeitrahmen wirtschaftlich ist.


    Wenn Du einen selber baust und die Teile entsprechend günstig herbeikriegst, kann das anders aussehen.
    LiFePo4 Zellen selbst mit BMS versehen, dazu einen gebrauchten, guten Batterie-WR . . . kann evtl. passen.
    Viel Hobby und Enthusiasmus ist aber trotzdem dabei, um bilanziell besser zu sein wie eine schwarze Null.