Wandlermessung vermeiden

  • Hallo liebe Forenmitglieder,
    ich betreibe derzeit eine 29,97 kWp Anlage mit 70% weich und hätte auf dem Dach noch Platz für maximal weitere 54 Module.
    Nun kam mir die Idee weitere 13,4 kWp an einen eigenen Erzeugungszähler zu hängen, wieder mit 70% weich.
    Dann sollte ja an jedem Zähler (einschließlich des Zweirichtungszählers ) ein max. Dauerstrom von 44A nicht überschritten werden und ich müsste nicht auf Wandlermessung umrüsten, oder?
    Meine Suche in den bisherigen Themen hat mir darauf leider keine klare Antwort gegeben, wenn ich was übersehen habe, seid bitte gnädig!

  • Moin @ me-schrotter,


    willkommen im PV-Forum :D .
    Pauschal kann man eh nichts sagen, da das von Deinem VNB abhängt.
    Im 'Normalfall' (gibt es den überhaupt) lassen sie noch 30 kVA pro Zähler zu. Aber einen eigenen Zähler eh nicht - den muss der VNB setzen. Und Du musst natürlich eine Neuanlage beantragen. Aber einen NA Schutz brauchst dann auf jeden Fall.


    Gruß
    MBiker_Surfer

  • Ist schon korrekt alles über 44 A muss nach der TAB 2017 die auf die dementsprechende VDE aufbaut über eine Wandlermessung realisiert werden.
    Als Elektrotechniker sehe ich bei Dauerbelastung wie es bei PV halt vorkommt eine Wandlermessung schon als berechtigt an.
    Theoretisch wäre eine Leistungsbegrenzung am Wechselrichter denkbar, sodass Du den Zähler nicht mehr als 44 A je Phase belastest. Das sollte aber VORHER mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden.

    Grüße von der Nordsee


    Olaf Harjes


    Harjes Elektrotechnik Am Hillernsen Hamm 39 26441 Jever FON 04461 3315

  • Danke für die Antworten :)


    MBIKER_SURFER
    Mit eigenem Zähler dachte ich auch an einen separaten Erzeugungszähler vom VNB, nicht einen von mir gestellten, der NA-Schutz ist mir bewusst, aber da kann ich ja die internen Koppelschalter im Solaredge WR verwenden oder?


    harjes
    Du meinst ich müsste dann also nicht wie jetzt saldierend sondern wahrscheinlich pro Phase begrenzen?


    Noch ein allgemeiner Gedanke:
    Müsste der VNB es akzeptieren wenn ich mir beispielsweise eine 99 kWp Anlage baue und diese auf 30 kVA Einspeisung begrenze? (nur ein Gedankenspiel)

  • Gedankenspiel meinerseits:
    der Netzbetreiber müsste garnichts akzeptieren was über 30 kWp am Netzverknüpfungspunkt hinausgeht.
    Im EEG ist für Leistungen bis 30 kWp festgelegt daß der Hausanschluss der Netzverknüpfungspunkt ist.
    (kWp und nicht kVA)


    bei mehr als 30 kWp ergibt sich der Verknüpfungspunkt aus einer Netzberechnung.


    So Lösungen wie du vorhast werden nur in Übereinstimmung mit dem Netzbetreiber möglich sein.

  • Zitat von me-schrotter


    Müsste der VNB es akzeptieren wenn ich mir beispielsweise eine 99 kWp Anlage baue und diese auf 30 kVA Einspeisung begrenze? (nur ein Gedankenspiel)


    Er muß nicht, aber das EEG erlaubt ausdrücklich sich in beiderseitigem (bzw. zu dritt, wenn ein Direktvermarkter im Boot ist) Einvernehmen vom Annahmevorrang abzuweichen (§11 Abs. 3 EEG2017)
    Du brauchst aber trotzdem einen RSE und auch den NA-Schutz, wenn du über 30kVA WR-Leistung installierst.

  • Hi,


    Zitat von Carlson

    wenn der PV einspeise dauerstrom z.B. 42 A ist, also noch direktmessung,
    sind dann 50A zählervorsicherungsautomaten erlaubt ?


    ich hab` 80A Panzersicherungen im Hausanschlusskasten (ehemals großer Gewerbebetrieb) und wir haben noch nie eine Wandlermessung gehabt. Und ich hab` auch keine bekommen, als ich die PV bis auf 44 A ausgereizt hab`.


    Keine Ahnung, ob das nur Goodwill vom Netzbetreiber war oder ob das regulär zulässig ist.

  • Hi,


    Zitat von Carlson

    hmmm,
    die panzersicherung im hausanschlusskasten ist aber keine zählervorsicherung ....
    und um die zählervorsicherung geht meine frage


    da sitzen bei mir 63 A.