Welchen S0-Zähler einbauen?

  • Hallo,


    Mein SMA IBC Solar STP6000TL-20 soll nach und nach auf 70% weich umgestellt werden. Mein Solarteur hat am Telefon mitgeteilt, dass sie die Aktivitäten weitgehend runtergefahren haben und sich wieder melden, aber seit mehr als einer Woche warte ich vergeblich.
    Wir haben im Haus einen Stromverbrauch von ca. 11000 kWh pro Jahr, 6000 kWh von der Photovoltaik werden zu gut 50% eingespeist, der Rest ist Eigenverbrauch. Seit ein paar Tagen läuft Solarview auf dem raspi als Datenlogger, nun brauche ich noch einen S0-Zähler für den Eigenverbrauch. Der Hauselektriker würde ihn einbauen, hat zwar nach eigener Aussage keinen Schimmer von PV, aber hier im Forum habe ich eine Anleitung von fronius gefunden, herzlichen Dank dafür. Ich habe an den DRT428-B gedacht, aber die 80A Grenzstrom schienen mir zu knapp. Zwei Etagen und der Keller/Hausstrom haben einen eigenen privaten Zähler mit 60A Absicherung, das ausgebaute Dachgeschoß nochmal Sicherungen von insgesamt 80A. Dann habe ich zum Thema Grenzstrom recherchiert und herausgefunden, dass bei Belastung über Grenzstrom nur die Zählergenauigkeit nachlässt, aber kein Defekt zu erwarten ist. Habe ich das richtig verstanden? Die Genauigkeit im oberen Bereich ist vermutlich egal, es geht ja um die Steuerung des Wechselrichters, wenn nur wenig Strom verbraucht wird.

    Sonnige Grüße,
    hoke
    24 x IBC Solar MonoSol 265 EX / SMA STP6000TL-20 seit 12/2013
    mehr als 42.000 kWh in 7 Jahren, davon 19.000 EV

  • Hallo,


    also wenn du die Leistung auf einmal brauchen würdest, dann bräuchtest du ein eigenes Kraftwerk :-)


    Ein Hausanschluss hat normalerweise 3x ~40A (Außer du hast einen elektr. Warmwasserbereitung


    Ich habe mit den Eastron SDM72DR bis jetzt recht gute Erfahrung gemacht, gibt es auch als RS485 Variante (SDM630 Modbus)


    Gruß Oliver

  • Zitat von oligraf

    Hallo,


    also wenn du die Leistung auf einmal brauchen würdest, dann bräuchtest du ein eigenes Kraftwerk :-)


    Noch eins? [emoji6]


    Danke für die Info, habe jetzt auch den genommen, den du hast.


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    Sonnige Grüße,
    hoke
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  • Hi,
    meines Wissen nach ist SolarView nur als reiner Datenlogger zu betrachten. Um 70% weich fahren zu können benötigst Du aber weitere Hardware.....z.B. von SMA den HomeManager (SHM).....bei dem SHM 2.0 ist das Energymeter integiert.
    Du könntest auch als Alternative einen SolarLog mit einem kompatiblen Zähler nutzen.

    Gruß Red5FS
    ---
    37 Hanwha Q-Cells G2 265W & SMA STP 8000TL-20 & SHM (30.09.13)
    17 Trina TSM DC80.08 215W & SMA SB 3600TL-21 (03.06.14)
    Do it or don`t do it!There is no try!
    The Force is with you!
    GroßMeisterLusche L:82 D:5 T:3
    Meine Anlage
    SV@fb

  • Zitat von Red5FS

    Hi,
    meines Wissen nach ist SolarView nur als reiner Datenlogger zu betrachten. Um 70% weich fahren zu können benötigst Du aber weitere Hardware......


    Danke für die klare Aussage. Dann würde ich Plan B rausholen und die 70% weich über das Einschalten von zusätzlichen Verbrauchern realisieren. Das sind 2 Hobby-Maschinen, die jederzeit sinnvoll laufen können und zusammen 2 kW fressen, was ein Drittel meiner PV-Leistung ist. Oder sollte es wirklich eine Restwahrscheinlichkeit >0 geben, dass ich dann die Einspeisevergütung riskiere, weil das nicht zertifiziert wäre?

    Sonnige Grüße,
    hoke
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  • Du must aber gewährleistet, dass am Netzverknüpfungspunkt Max. 70% eingespeist werden....dss geht nicht über zusätzliche Verbraucher....zertifierte Hardware erforderlich....


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    Gruß Red5FS
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  • und warum soll das nicht durch das Einschalten von Verbrauchern gehen?
    entscheid ist die Leistung die am Netzverknüpfungspunkt ankommt
    von zertifizierter Hardware habe ich jetzt nichts im EEG gefunden

  • Moin,


    vielleicht war der Ausdruck zertifiziert weniger richtig.....mir ist allerdings bislang niemand bekannt, der es ohne entsprechende kostenpflichtige Hardware umgesetzt hat, sodass der VNB das akzeptiert.


    Die Überschusseinspeiser sollten wohl alle so etwas in der Art
    https://www.uez.de/downloads/Bestaetigung_70___05_2016.pdf
    zur Unterschrift bekommen haben bzw. unterschrieben haben.


    Hier ist die Rede von starrer und dynamischer 70% Regelung.


    Weiterhin habe ich auf folgender Seite
    https://www.photovoltaik-web.d…g-und-einspeisemanagement


    Zitat von „“


    Möglichkeit 2: Variable Drosselung des Wechselrichters durch Messung der Einspeiseleistung


    Da die 70% erst am Verknüpfungspunkt zum Stromnetz vorliegen müssen, darf überschüssiger Solarstrom bis dorthin selbst genutzt werden. Der Gesetzgeber hat für diese Möglichkeit aber keinerlei Vorgaben gemacht, sondern hat dies explizit dem "Markt" überlassen, Lösungen dafür zu entwickeln. Als erstes ist Solare Datensysteme, bekannt durch den Solarlog mit einer gelungenen und zudem noch verhältnismäßig preiswerten Lösung auf den Markt gekommen. Andere Hersteller tun sich nach wie vor sehr schwer geeignete Gerätschaften für dieses Problem zu entwickeln. Um noch ein anderes Produkt zu nennen sei hier der Sunny Home Manager von SMA genannt........


    Solare Datensysteme hat das System auch beim TÜV Rheinland auf Konformität zur aktuellen Niederspannungs- und Mittelspannungs­richtlinie prüfen lassen, so dass es keine Probleme geben sollte. Es gibt aber immer irgend welche Quertreiber unter den EVU. Hier hat sich besonders EON in Bayern hervorgetan, die diese Lösung nur ungern akzeptieren, obwohl vom Gesetzgeber eine eigene Marktlösung sogar vorgesehen war.


    Der Artikel ist älter......aber demnach haben oder machen die EVU‘s wohl Probleme, so dass eine No–Name Lösung eher als schwierig anzusehen ist.
    Von daher würde ich persönlich eher zu einem entsprechend dafür auslegten kostenpflichtigem Gerät greifen.


    Ich hatte seinerzeit mit dem Anbieter von SolarView darüber auch mal gesprochen. Eine Umsetzung der dynamischen 70% Regelung sah/sieht die SolarView Software nicht vor. Ähnliches gilt auch wohl für den SunWatch.


    Ich will ja grundsätzlich nicht behaupten, das es nicht anders geht....aber als kleiner häuslicher PV Anlagenbetreiber fehlt mir persönlich die Muße und die Zeit mich mit meinem VNB über die dynamische 70% Regelung zu streiten.


    Im Umkehrschluss ist es aber allerdings so, dass wenn ich die 70% Regelung nicht einhalte mir der Verlust meiner Einspeisevergütung droht....


    Was ist denn der Sinn der dynamischen 70% Regelung?
    Bei 6kWp .... wäre Starr ~4,2kWh möglich.
    In meinen Augen macht die dynamischen 70% Regelung nur Sinn, wenn ich den Verbrauch passend Messe und entsprechend mehr produziere....und nicht nur um möglicherweise 500W PV Leistung mehr vom Dach zu holen dafür dauerhaft 1 bis 2 kW Verbraucher zu schalten.
    Denn dadurch hätte ich ja auch für die Zeit einen höheren Verbrauch, der nicht sein müsste.



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    Gruß Red5FS
    ---
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    SV@fb

  • also nach meiner Erfahrung gibt es da garkeine Möglichkeit daß der Netzbetreiber etwas nicht akzeptieren könnte wenn man ihn nicht mit der Nase draufstößt.
    Ich kreuze bei der Anlagen Anmeldung an daß die Einspeiseleistung am Verknüpfungspunkt auf 70 % reduziert wird, und das wars dann. Da hat auch noch nie jemand wissen wollen wie das gemacht wird.
    Wenn natürlich einer ganz besonders schlau ist und meint daß er für alles was er sich ausdenkt schon in der Planungsphase eine schriftliche Unbedenklichkeitsbestätigung vom Netzbetreiber erhalten müsste, dann führt das halt im Gegenzug dazu daß man sich dort eben auch mit der Sache beschäftigt und dann kommen solche Anforderungen heraus.
    Das Spiel heißt "Warum soll ich mir Sorgen machen, mach du dir Sorgen"


    und das können die Netzbetreiber mindestens auch so gut wie die Anlagenbetreiber. Im Normalfall sogar besser weil sie lebenslange Übung darin haben.


    Also am Besten einen anderen Wahlspruch beachten:
    "Wer lang fragt, geht lang irr"
    Ob tatsächlich ein Risiko für den Verlust der Einspeisevergütung besteht, und wenn ja wie groß das dann wäre, kann ich nicht beurteilen. Bei mir hat noch nie jemand sehen wollen wie das mit den 70 % gemacht wird.


    Aber selbstverständlich hast du damit recht, daß ein Anlagenbetreiber mit dem Einsatz eines zertifizierten Systems auf der sicheren Seite liegt und dadurch irgendwelchen möglichen Auseinandersetzungen mit dem Netzbetreiber möglichst aus dem Weg gehen kann.

  • Hallo Hoke,


    ich setze einen Sinus 85 als S0 Zähler ein, dieser passt zu meinen Hauptanschluss. Der Zähler hat getrennte S0 Anschlüsse, so das ich Bezug und Einspeisung einzeln ermitteln kann. Dies hat Einfluss auf die Darstellung in der Software, da ich so den Eigenverbrauch einzeln darstellen / auswerten kann.


    Deine Ausführung die Anlage soll nach und nach auf weiche 70 % Regelung umgestellt werden, ist für mich unplausibel.
    Entweder harte Regelung. Der WR wird auf eine maximale Leistung eingestellt und regelt dann ab, dies macht normal der Anlagenbauer und benötigt dafür einen CODE (wird dokumentiert, ist nachvollziehbar). Alternativ kann auch ein WR gewählt werden, der maximal 70% der Leistung der PV Module einspeisen kann, oder eine Kombination von beiden.


    Die weiche Regelung bedeutet, das der Eigenverbrauch bei der Abschaltung berücksichtigt wird, und der Abschaltpunkt um den Wert des momentanen Eigenverbrauchs nach oben geschoben wird. Dafür wird eine dynamische Regelung des WR benötigt, .:b. mit dem Home Manager oder Solarlog. Dies entspricht der beschriebenen zusätzlicher Hardware zum steuern des WR.


    Natürlich muss diese dynamische Regelung die Werte für die Einspeisung erhalten und den Bezug erhalten, damit der Abschaltpunkt erechnet werden kann. Du musst also in Abhängigkeit von der Lösung die du verwendest auch das richtige Signal vom Stromzaehler erhalten. Du musst also prüfen, liefert er eine Summe, den Einspeisewert oder den Bezugswert und was benötigt Deine Regeleinheit an Werten.


    Ob sich das alles rechnet, ist ein individuelle Thematik. Ich meine rechnisch wird von bis zu 6% Mehreinspeisung ausgegangen. Selbst wenn ich bei mir in Norddeutschland eher 3 % ansetzte, würde sich das auf eine 20 Jahre Betrachtung lohnen.

    9,18 kW/p auf Wohnhaus, 36 x Simax 255W Module, String A 19 Module, String B 17 Module (Teilschatten), Ausrichtung Azimut +20°, Neigung 40°, SMA STP 9000, OptiTrac deaktiviert, SMA Home Manager, Docker mit Solarview und Sonnenanzeige auf Raspi, Sonnenspeicher 10