Alles auf Erdgas?

  • Zitat von Henning_PV

    Kann man bei Licht auch machen, nur kann es uns relativ egal sein welche Umwandlungen und Emissionen in der Sonne vonstatten gehen, zumindest in den nächsten 500 Millionen Jahren.


    Ganz so unbesorgt würde ich das jetzt nicht sehen wollen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Carrington-Ereignis


    Ich hoffe ja, dass die Übertragungsnetzbetreiber so etwas in ihren Risikoanalysen ein eigenes Kapitel gewidmet haben.
    Wie moderne Elektronik auf so etwas reagiert, auch wenn sie nicht am Stromnetz hängt, kann ich nicht abschätzen.

  • Moin.


    Sonnenflecken... ist ja interessant.. aber lasst uns bitte beim ( imho weitaus interessanteren.. ) Thema bleiben.
    :danke:


    Von den ganzen "worst case" Szenarien was die Versorgunhssicherheit und Erpressbarkeit angeht mal abgesehen sehe ich den immensen Kapitaleinsatz für einen Umstieg auf Gas als _DAS_ den schnellen und massiven Ausbau der EE störende Element.
    Erzähl mir doch keiner das die renditegetriebenen Betreiber die Dinger dann nicht bis zum St.nimmerleinstag weiter betreiben und als "zu Wichtig für den Standort Deutschland" fördern lassen...

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Zitat


    Und letztendlich lassen sich Gaskraftwerke auch besser mit Erneuerbaren Energien kombinieren und man kann später in Gastkraftwerken auch Synthetisches Gas verbrennen, evtl. sogar in Kombination mit fossilen.


    Wäre schön, mal ein Bespiel zu benennen wo das funktioniert oder funktionieren soll! Also ohne Subventionen für dass Gas!
    Oben steht die VLh Zahl, der aktuell kommenden Generation Offshore WKA. Wann bitte soll da ein GuD noch Geld verdienen ?


    Syntetisches Gas für die Strom &/ Wärmeversorgung wird es in D. nicht geben (können) ! Das sollte selbst der BWL Studiengang im ersten Semester ausrechnen können.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von PV-Berlin

    Wäre schön, mal ein Bespiel zu benennen wo das funktioniert oder funktionieren soll! Also ohne Subventionen für dass Gas!
    Oben steht die VLh Zahl, der aktuell kommenden Generation Offshore WKA. Wann bitte soll da ein GuD noch Geld verdienen ?


    Kapazitätsfaktor der genannten Turbine sind 60%. Bleiben noch 40% über. Zumal offshore nicht unseren kompletten Bedarf decken kann. Onshore und PV kommen auf deutlich weniger. Wir brauchen mehr als Batteriespeicher. Zur Not muss in der Dunkelflaute 1-2 Wochenlang eine Alternative da sein.



    Zitat von PV-Berlin

    Syntetisches Gas für die Strom &/ Wärmeversorgung wird es in D. nicht geben (können) ! Das sollte selbst der BWL Studiengang im ersten Semester ausrechnen können.


    In den nächsten 15 Jahren (und vielleicht auch in den nächsten 25 Jahren) wird sich P2G bei uns nicht rechnen. Man würde es ja auch erst für die letzten 20% EE brauchen.


    P2G ist dafür aufjedenfall eine geeignete Möglichkeit, ob es in 15-25 Jahren die beste ist, wird sich zeigen, aber man muss sich die Option offen halten.

  • Hi.


    Über welche Investsummen über welche Zeiträume reden wir da eigentlich bei Gas? Und wie hoch müsste die (staatliche?) Subventionierung sein damit die Kraftwerke in der Zeit wo sie nicht wirklich gebraucht werden nicht wegen zu billiger EE dahinsiechen?


    Wie sieht das im übrigen mit der Liefermenge aus? Ist das nicht auch noch ein Preisproblem, wenn absehbar wird das kurzfristig große Mengen gebraucht werden? Imho ist es für den Kunden immer schlecht wenns schnell gehen muss und man noch dazu keine Auswahl hat... :mrgreen:

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Zitat von KKB68

    Wie sieht das im übrigen mit der Liefermenge aus? Ist das nicht auch noch ein Preisproblem, wenn absehbar wird das kurzfristig große Mengen gebraucht werden?


    Grob ein Viertel des jährlichen Deutschen Verbrauchs sollte in hiesigen Gasspeichern liegen. Das dürfte weniger ein Problem darstellen, vermutlich ist vorher die Pipelinekapazität der begrenzende Faktor.


    Ich meine das wäre im Winter 2012 so gewesen, dass das eine oder andere (betriebliche) Gaskraftwerk runtergeregelt werden musste, weil die Gasleitungen mit dem Heizbedarf deutlich stärker ausgelastet waren als kalkuliert.

  • Zitat

    Kapazitätsfaktor der genannten Turbine sind 60%. Bleiben noch 40% über. Zumal offshore nicht unseren kompletten Bedarf decken kann. Onshore und PV kommen auf deutlich weniger. Wir brauchen mehr als Batteriespeicher. Zur Not muss in der Dunkelflaute 1-2 Wochenlang eine Alternative da sein.


    Wir haben leider nicht konstant Last von 100% über 8.560 h im Jahr, deshalb ist dieses 'Konstrukt' der pro fossilen Lobbyisten hochgradig irreführend. Dazu kommt, das Gas vor allem im Segment Wärme genutzt wird, was man mit Strom aus EE 'vielleicht auch' hinbekommt. Die Größenverhältnisse sind klar? Also können wir 4 bis 5 mal so viel Strom aus EE herstellen, wie der Primär Strommarkt durchschnittliche benötigt ! Denn der Wärmemarkt saugt alles auf! Daher stört es nicht, ob der Stromverbrauch von 30% auf 120% des Durchschnitt steht! Nicht das Jahr betrachten, sondern die 15 min, die zum Handel stehen! *Kontrakte


    Ist es nicht seltsam, das ausgerechnet die größten Player am Strommarkt 'vergessen' haben, wie Strom gehandelt und die Netze gesteuert werden?


    Selbst wenn wir nur Offshore WKA an einem einzigen Ort hätten, so dass jede Flaute sofort wirksam ist, kommen wie viele Bh für das dolle GuD zu stande? ich helfe, es sind weniger als 1.000 Bh gleichbedeutend , mit noch weniger VLh. Und damit ist GuD raus weil? Zu teuer, zu komplex !


    Aber es ist ja viel dramatischer! Es gibt tatsächlich WKA überall in D. (fast überall, bzw. in BW bei den Grünen ein ganz klein wenig! ) Und sogar in Nord.- und Ostsee! Und dann noch PV von Sylt bis Oberbayern ! Ein waschechter Virus die EE Brut!


    Da bleibt laut Studien (nicht meine) was an kümmerlichen Rest über ?(theoretisch maximale aller extremer Dunkelflauten p.A.) ca. 300 h ! was logisch nicht mit 300 VLh gleichzusetzen ist! dabei wurde der Netzverbund unberücksichtigt gelassen, Lastabwurf verworfen und die Wirkung von hohen Preisen ignoriert (Halt theoretisch , halt Wissenschafter , die ich ja gerne alimentiere) .


    Man stelle sich nur vor, in Spanien ist EE Strom Überschuss, oder in Italien, oder Finnland , Polen , Irrland! Dann braucht es schon eine Lupe (Stoppuhr) , um die Lücken zu messen!


    PtG? Niemals! Power zu Materie ja ! *Grundstoffe etc.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von PV-Berlin

    Also ohne Subventionen für dass Gas!


    Von welchen grossartigen "Subventionen für Gas" sprichst du hier bitte?
    Und vor allem, von von wem bezahlten Subventionen?


    Eher nicht von jenen täglich die Gebetsfahnen-Blättchen druckenden, stramm "deutschen", Medien verlegenden Konzernschranzen, deren Blockwarten, stakeholder-junkies und deren Millionenheuschreckengefolgschaft?
    :wink:



    ###


    Jenes, was ich der Vollkostenstudie von Greenpeace-Energy zum Thema "Gassubventionen" entnehme, steht in krassem Kontrast zu jenem was du - wenn ichs richtig verstanden habe - hier repetitiv wiederkäuend unter die Leute zu bringen versuchst:







    https://www.greenpeace-energy.…_wirklich_kostet_lang.pdf


    :wink:

  • Zitat von bimon

    Wir diskutieren ja schon länger u.a. in diversen Threads über die Rolle des Erdgases für die Energiewende. Hier ergeben sich auch hier im Forum die tiefsten Gräben in der Diskussion.


    ...


    Faktisch wird alles auf Erdgas gepolt. Sehr ihr Auswege oder haltet ihr das für den richtigen Weg? Das Thema hat auch abseits von Kohle- und Netz-Thread meines Erachtens nach seine Legitimation.


    Der richtige Weg wäre ein PV-gespeistes akkugepuffertes vielfach redundantes globales Stromnetz, das dann völlig ohne fossile Energieträger auskommen würde. Alles Andere ist eigentlich falsch, wird nur dadurch mehr oder weniger richtig je nachdem als wie isoliert man ein gegebenes Gebiet betrachtet, oder welche finanziellen Risiken man vermeiden möchte. Im Endeffekt würde es natürlich Billiarden Euro einsparen, aber auf dem Weg dahin könnte man kurzfristig sicherlich die ein oder andere Million machen indem man den Leuten einredet, sie könnten drei Cent pro kWh sparen wenn sie schön schmutzig erzeugten Strom kaufen.

  • Nunja
    Wir hätten hier wen, der mehrfach meinte er sei volkswirtschaftlich besonders beschlagen.


    Abseits dessen, dass man volkswirtschaftliches Denken sicher in jedwedere Sternenrichtung deuten und zurechtschustern kann, wärs für so einen Kopf bestimmt ein Leichtes mal so nebenbei vorzurechnen, was derzeit jährlich in D an Russenvergoldungsgulden für nichtthermische Gas-Anwendungen - sprich für den "Russensprit" für die Stromerzeugung durch Gas - ausgegeben wird.


    Dem gegenüberzustellen was - genau das selbe - Gas aus Überschuss PV und Windkraft hergestellt kosten würde, wäre eine nette Zapfenrechnung mit dem noch netteren Output, dass man grob wüsste was man für die Substituierung der tiefverdammten Russengasabhängigkeit (am Stromsektor!) jährlich zu blechen hätte - wenn man denn wollte.


    Mal sehen ob die volkswirtschaftlich beschlagenen dies hier nicht doch noch - nachvollziehbarer und mit belastbaren Daten unterfütterter Weise - aus dem Ärmel zu schütteln im Stande sein werden, oder obs - wie gehabt - bei effekthascherischem Gedröns bleiben wird
    :roll:


    Angesichts des mMn vergleichsweise minimen Gasanteiles in der Stromproduktion warte ich gespannt auf das Ergebnis.

    LiFePO ist anders.

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