Vorstellung Haus mit E-Heizung, Klima und PV

  • Hallo,
    ich möchte Euch unser Haus mit E-Heizung, Klima und PV vorstellen.


    Haus:
    120m² Wohnfläche EG, ca 80m² beheizbar im KG
    Das Haus ist dauernd beheizt, da ich von zu Hause arbeite, und ca. 2/3 der Zeit auch zu Hause bin.
    Die Räume sind auf folgende Temps eingestellt:
    Wz 23-24°, Sz 21,5°, Küche 22,5°, Bad 24°, Vz 25°, Oz 22°, Sr und WC 24°
    Lage in der Süd Steiermark auf 404m Höhe, und HWB55.

    PV Anlage:

    10,92 KW Peak
    Dachneigung 30°
    20 Module a260Wp -57° PVGIS Wert ca. OSO
    22 Module a260Wp 32° PVGIS Wert ca. SSW
    Fronius Symo 8.2 mit Fronius Smartmeter


    Heizung:
    EG 9 Heizkörper von 250-1250W, ca. 40m² elektrische Fubo im Wz, Vz und Bad, eine Steckdose im Wz für Deko Kamin frei.
    KG Endausbau 5 Heizkörper, derzeit in Betrieb 1 Stück 1250W Werkstatt
    Jeder Raum hat einen Thermostat von Salus


    Warmwasser:
    Dimplex DHW 300 mit Eingang für Freigabe WP (ca.500W im Betrieb) und Eingang für Freigabe Heizstab 1,5kW

    Klimaanlage:

    Daikin FCQG35F - RXS35L zentral im Vorzimmer 3,4kW Kühlen 4,2kW Heizen


    Steuerung:
    Die Steuerung des Hauses erfolgt mit einer SPS von Siemens mit insgesamt 144 DI, 128DA, 24AI, 4AA, davon sind ca. 20 Eingänge und 22 Ausgänge für Heizung Klima und WW.
    Die HK werden mit SSR angesteuert.
    Die Kommunikation mit dem Fronius erfolgt per Modbus TCP und RTU Subnet zum Smartmeter.
    Die Bedienoberfläche läuft direkt am Webserver der SPS.


    Funktionen Heizung, WW, Klima:
    Es gibt drei Stellungen für die Heizung:
    1 – PV Automatik
    2 – Zeitautomatik (3 Zeiten pro Tag)
    3 – Dauer Ein


    Jeder Heizkörper ist für jeweils für jede Betriebsart extra aktivierbar
    Die Regelung erfolgt Raumbezogen über Thermostaten (auf die SPS – Analogsensoren sind auch vorhanden, aber die Bedienung mit den Thermostaten ist unseres Erachtens einfacher). Die Oberflächentemp. jedes Hk ist einstellbar, und jeder HK ist per Hand schaltbar.
    Die OT wird über die ED gesteuert, und wenn die OT nicht auf Maximum ist, was praktisch immer der Fall ist (60°), wird die ED annähernd durchschnittlich über die HK verteilt, was eine Spitzenleistungs Beschränkung ergibt.
    Die SW Regelung der PV Automatik ist so programmiert, das die HK mit einer frei wählbaren Priorität angesteuert werden. Die zur Verfügung stehende Energie wird auch auf den nächsten HK gelegt,wenn die Leistung vom Priorisierten zu hoch ist. Der minimale Einschaltzyklus beträgt 6 Sekunden, ausgeschaltet wird alle 2 Sekunden.


    Die Klimaanlage kann bei jeder Betriebsart mit einer frei einstellbaren Start PV Leistung einbezogen werden, die Nachlaufzeit ist in einem Bereich von 30-120 Minuten wählbar. Handbetrieb ist natürlich auch hier möglich.


    Die WW Wärmepumpe hat fixe Start Parameter und bei genügend Überschuss wird der Heizstab aktiviert. Wenn bis 10:00 nicht genügend PV Leistung da ist und die untere Boilertemp unter 45° ist, schaltet sich die WP auch so ein. Hand Betrieb ist auch hier möglich.


    Anbei ein Optimum Diagramm vom 29.01.2018
    um 16:00 ca. 26° im Wz, Thermostat auf 24° eingestellt, es geht schon einiges an Energie in den Keller Heizkörper





    Ein etwas zerpflückteres Diagramm vom 25.01.2018




    Ein nicht so gutes vom 01.02.2018



    Natürlich gibts auch 0er Tage, wobei der max Verbrauch pro Tag bei Zeitautomatik um die 60kWh war.


    Ertrag / Verbrauch / Kosten: 1 Jahr von 20.2.2017 – 18.02.2018
    Erzeugung: 13676,1 kWh
    Netzeinspeisung: 7853,08 kWh
    Eigenbverbrauch: 5823,02 kWh
    Netzbezug: 4413,07 kWh
    Gesamtverbrauch: 10236,09 kWh
    Davon:
    Heizung: 3898,44 kWh
    WW Wärmepumpe: 864,79 kWh (Laufzeit VD
    Klima: 529,88 kWh
    Grundlast: ca. Rechnung 2628kWh (Switch, Router, Server, SPS, div. Netzteile etc. ca. 300W rund um die Uhr)


    Auf den Punkt gebracht haben wir von Februar 2017 bis Februar 2018 Stromkosten von ca. €57,- pro Monat.


    Herstellungskosten der Heizung: SPS (CPU, Netzteile und Anteilig Ein und Ausgänge), SSR, Hk, Elo-Fubos, Automaten, Elektro Material, grob ca. 9.000-10.000€
    Arbeit und Programmierung: Eigenleistung


    Ich bin recht zufrieden mit dem Ergebnis. Meine grob Schätzung hat sich zwischen 50-100€ pro Monat bewegt. Wenn man bedenkt, dass wir noch Ausgeheizt haben, und die Klima zum Entfeuchten auch gelaufen ist, ist das ein aus meiner Sicht recht akzeptabler Wert. Allerdings war es im ersten Jahr praktisch nie viel kälter als 0°C.


    Optimierungspotential sehe ich noch in der Restenergie Nutzung durch eine linear geregelte Ansteuerung einer Fubo oder des WW Heizstabes. Mal schauen ob ich das noch mache.


    Die WNW Seite ist noch frei, und würde auch 22 Module vertragen. Allerdings ist ja gerade in den Zeiten des hohen Bedarfs dort wenig zu erwarten. Und einen Akku hätte ich auch gerne, aber ich bräuchte einen, der sich von der SPS genau ansteuern läßt. Am besten TCP oder Analog mit 0-10V.

  • Hallo JoGi,


    erstmal Respekt für Dein Projekt - vor allem für die erhebliche Eigenleistung.


    Falls das Haus Bestand war und Du auf Gegebenheiten Rücksicht nehmen musstest, wenn dann auch noch die erwähnte Klima eine Heizfunktion mit COP > 1 hat, dann kann ich Deine Entscheidung für eine direktelektrische Heizung nachvollziehen.

    Wenn das allerdings ein Neubau war, dann verstehe ich Deine Entscheidung überhaupt nicht und halte sie sogar für eine Verschwendung von investiertem Geld und guten Solarstrom.
    Beim Neubau musstest Du eh einen Fussbodenestrich einbringen und Wandoberflächen herstellen. Der Aufpreis (im Endeffekt nur viele hundert Meter Mehrschicht-Verbundrohr, dessen Verlegung ist im Neubau völlig problemlos selber machbar) für großzügige, wasserführende Heizflächen in Form von Fußboden- / Wandheizung wäre unerheblich gewesen. Dann hättest Du mit einer günstigen, japanischen Monoblock Luft-Luft-Wärmepumpe Warmwasser und Heizwärme mit COP von ca. 4 herstellen können.
    Die jetzige BWWP entfällt, stattdessen hättest Du einen VIEL billigeren Hygienespeicher für das Warmwasser hingestellt.
    Die jetzige Klima entfällt, über die WP kannst Du auch über die Heizflächen kühlen.
    Ein angedachter Stromspeicher entfällt, über eine Tagesanhebung der Raumtemperatur speicherst Du im tonnenschweren Estrich und über ein Hochheizen des 300 l Hygienespeichers bis zur Kochgrenze (dann aber mit Heizstab ...) zur Erhöhung des PV-Eigenverbrauchs.


    Die 57,- € monatlicher Strompreis, incl. Heizung und Warmwasser sind aus Sicht des durchschnittlichen Hauseigentümers ohne PV und mit fossiler Heizung unvorstellbar billig.
    Für jemanden mit einer 10 kWp PV auf dem Dach eines Neubaus allerdings unterirdisch.
    Die teilweise sehr hohen Raumtemperaturen haben daran sicher auch ihren Anteil - vielleicht sind sie ein Ausgleich für niedrige Wandtemperaturen eines schlecht isolierten Altbaus. Da würde ich mich dann mit Kritik, wegen völlig unbekannter und zum Teil unabänderlicher Gegebenheiten, zurückhalten.


    GJ

  • Hallo GehJott,


    danke für Deine Kritik.


    Zitat von GehJott

    Falls das Haus Bestand war und Du auf Gegebenheiten Rücksicht nehmen musstest, wenn dann auch noch die erwähnte Klima eine Heizfunktion mit COP > 1 hat, dann kann ich Deine Entscheidung für eine direktelektrische Heizung nachvollziehen.

    Wenn das allerdings ein Neubau war, dann verstehe ich Deine Entscheidung überhaupt nicht und halte sie sogar für eine Verschwendung von investiertem Geld und guten Solarstrom.


    Es ist ein Neubau.
    Ja, das hier Strom verschwendet wird ist Tatsache. Beim Geld sehe ich es etwas differenzierter.


    Dazu muß ich anmerken, dass ich ja Elektriker gelernt hab, also einen Bezug zu dem Zeugs hab, und keinen zu Wasser.
    Dann war für mich Bedingung, dass sich jeder der Räume (Sr und WC mal ausgenommen) extra regeln lassen muß!, und nicht schnecken langsam wärmer wird, wenn ich es warm haben will.
    Wir sind da eher Individualisten.
    Weiters wollte meine Frau keine Fubo in der Küche, und keine im Ost und Schlafzimmer. Also wäre es auf Wasserführende Hk hinausgelaufen (Wandheizung geht da teilweise auch nicht), je mit einem elektrischen Ventil, und einer Regelung dazu.
    Dann noch die WP und das ganze andere Zeugs wie Verteiler etc.
    Da ich das nicht gerne selber mache, hätte ich das für 200m² beheizbare Fläche auf min. ca. 25.000€ geschätzt?
    Hinzu kommt die Wartung, die sich bei mir auf den Tausch der Steuerungskomponenten beschränkt. Wenn halt mal etwas kaputt ist. Kein Wasser aufüllen, Entlüften etc, (Hab schon zwei Häuser gehabt).
    Wenn ich jetzt rechne, das einem meiner Nachbarn etwas Geld übrigbleibt, und solls ein Hunderter Differenz im Monat sein, so wird es auf längere Zeit kein so schlechter Weg sein, der über 30-40 Jahre gerechnet wenn man von etwa konstanter Strompreissteigerung ausgeht, mit dem Reinvest bei Wassergeführten Heizungen, vielleicht sogar ein Null Summenspiel ist? Aber da darf natürlich jeder seine eigene Rechnung machen, und meine anzweifeln. Das das passiert, war mir beim posten in dem Forum schon klar, und ist ja auch teilweise verständlich. :lol: Wollte einfach mal die Werte mit E-Heizung hier zeigen. (mit Unterstützung von einer etwas intelligenteren Regelung)


    Grundsätzlich könnten wir das Haus fast nur mit der Klima (EG) heizen. Machen wir aber nicht, da die Hk Wärme angenehmer ist. Die Klima hat beim Heizen einen COP um die 4 soweit ich mich erinnere, und die hätte heuer zu 100% gereicht.


    Ich persönlich empfinde Niedertemp Hk, wenn man mit 60° noch davon sprechen kann (runterstellen möglich), am angenehmsten. Mit Abstand die Fubo, dann erst Warmluft. Aber auch das ist Geschmackssache!


    Zitat von GehJott

    Die teilweise sehr hohen Raumtemperaturen haben daran sicher auch ihren Anteil - vielleicht sind sie ein Ausgleich für niedrige Wandtemperaturen eines schlecht isolierten Altbaus. Da würde ich mich dann mit Kritik, wegen völlig unbekannter und zum Teil unabänderlicher Gegebenheiten, zurückhalten.GJ


    Nein, wie oben beschrieben es ist ein Neubau.

  • JoGi1965,


    ich kann Deinen Ausführungen absolut folgen.
    Mit den letzten Infos von Dir wird Einiges klarer - auch Eure persönlichen Präferenzen.
    Generell sieht man ja, dass Du Dir da Gedanken gemacht hast und im Ergebnis mit der Lösung zufrieden bist.
    Da der Heizenergieverbrauch von ca. 4.000 kWh/a auch wirklich korrekt ist, ist der "Schaden" durch die direktelektrische Heizung übersichtlich, gemäß "Viel Ersparnis von Wenig" ...


    Deine Herangehensweise, also die Beschäftigung mit dem Thema und echte Eigenverantwortlichkeit ist mir viel lieber, als Bauherren, die mit Buzzwords rumschmeissen und tatsächlich nur meinen, dass sie eine effiziente Heizung hätten.


    Weil Du anscheinend vom Fach bist und ich für den Heizstab in einem Hygienespeicher noch eine Ansteuerung (perspektivisch: einen Bilanzpunktregler) basteln muss:
    wie hast Du die Steuerung Deiner HKs genau realisiert?
    Ich nehme an Vollwellenpaketsteuerung, hast Du hier einen Algorhythmus vorgesehen, um nett zum Netz zu sein? Stichwort "Bresenham" in diesem Forenbeitrag: https://www.mikrocontroller.net/topic/335692.
    Oder hier: https://www.mikrocontroller.net/topic/154529

  • Zitat von GehJott

    Weil Du anscheinend vom Fach bist und ich für den Heizstab in einem Hygienespeicher noch eine Ansteuerung (perspektivisch: einen Bilanzpunktregler) basteln muss:
    wie hast Du die Steuerung Deiner HKs genau realisiert?
    Ich nehme an Vollwellenpaketsteuerung, hast Du hier einen Algorhythmus vorgesehen, um nett zum Netz zu sein? Stichwort "Bresenham" in diesem Forenbeitrag: https://www.mikrocontroller.net/topic/335692.


    Also ich bin nett zum Netz, da ich bis jetzt keinen Phasenanschnitt verwende, und meine SSR bei Nulldurchgang schalten. Wenn es nicht sein muß, veranstalte ich kein Netzgewitter.
    Abgesehen vom Thermostat, der dann eingreift wenn er will, hab ich in den Heizungseinstellungen eine Zykluszeit für die Oberflächentemperatur Regelung vorgesehen. Die Zykluszeit läßt sich von 3-10 Minuten einstellen, und in diese Zeit, wird die notwendige Einschaltzeit für die zu erreichende OT gelegt. Zeitversetzt für die HK, mit einer an die ED angepassten Verschiebung, was auch eine gleichmäßigere Netzlast ergibt.


    Für das was Du möchtest brauchst Du, soweit ich das richtig verstehe, ein Smartmeter mit programmierbarem Ausgang, oder sowas ähnliches.


    https://de.aliexpress.com/item…surement/32585508020.html


    Da ich sehr viele dieser Ausgänge (22) brauche, setze ich dafür eben die SPS in Kopplung mit dem Smartmeter ein. Die SPS liest die Daten vom Smartmeter, und Aufgrund dieser Informationen werden die Hk ansteuert. Bei mir wird auch die Klima und die WW Wärmepumpe, im PV Betrieb, sowie der Heizstab in der WW WP so geregelt. Auch eine Ladestation fürs Auto ist vorgesehen, bei der diese Werte von Nutzen sind. Bei der SPS ist das dann ja leicht, da über die Oberfläche die Werte vorgegeben werden können.


    PV Betrieb funktioniert bei mir so:
    WW WP hat Vorang (div Bedingungen - mehr als 450 Watt verfügbar oder mehr als 850W Produktion usw.), wenn gestartet lauft der Verdichter für eine Ladung
    Klima, wenn aktiviert, wird sie vorgereiht
    Hk in vorgebbarer Reihenfolge,
    jetzt erst der Heizstab von der WW WP, wobei der in diesem Jahr trotz einem "verfügbaren" Level von 2kW 300 Stunden freigegeben war. (div. Bedingungen wegen der Heizung sind noch drinnen)


    zB. Bedingungen für Klima




    Heizung




    Heizung Einstellungen

  • Zitat von JoGi1965

    Abgesehen vom Thermostat, der dann eingreift wenn er will, hab ich in den Heizungseinstellungen eine Zykluszeit für die Oberflächentemperatur Regelung vorgesehen. Die Zykluszeit läßt sich von 3-10 Minuten einstellen, und in diese Zeit, wird die notwendige Einschaltzeit für die zu erreichende OT gelegt. Zeitversetzt für die HK, mit einer an die ED angepassten Verschiebung, was auch eine gleichmäßigere Netzlast ergibt.


    Wenn ich das richtig verstehe, dann sind bei Dir die HK also über ein Zeitintervall von 3-10 Minuten über ihre ED leistungsgesteuert.
    Dieses Zeitintervall liegt weit oberhalb des Zeitintervalls, in dem ein elektronischer Stromzähler die Leistung aufintegriert und über die Phasen saldiert. Ich kenne dieses Intervall nicht, meine aber, mal was von einer Sekunde gelesen zu haben.


    Wenn Deine Vorgehensweise bei einem trägen Heizkörper für eine Leistungsregelung mit Sicherheit funktioniert, so hat sie doch klare abrechnungstechnische Nachteile:


    Wenn Du beispielsweise bei dem 1.250 W-Heizkörper für eine OT von 60 °C nur 1.000 W brauchst, dann habe ich es so verstanden, dass er innerhalb eines festen Zeitintervalls von 10 Minuten für 8 Minuten eingeschaltet wird und für 2 Minuten ausgeschaltet bleibt.
    Hast Du während dieses Intervalls von 10 Minuten einen PV-Überschuss von beispielsweise 500 W, dann beziehst Du aus dem Netz für 8 Minuten 750 W, entspricht 100 Wh.
    Mit einer Wellenpaketsteuerung (die btw. auch im Nulldurchgang schaltet) und einem Bresenham-Algorhythmus mit 2%iger Quantisierung der Leistung verbrauchst Du in den gesamten 10 Minuten 1.000 W. Bei 500 W PV-Überschuss ziehst Du für 10 Minuten 500 W aus dem Netz, entspricht 83 Wh.


    17% weniger Kosten für exakt die gleiche Wärmeenergie zur exakt gleichen Zeit.

  • Ok, das hab ich oben nicht genau genug erklärt.
    Grundlage dafür, dass ein Hk sich im PV Betrieb überhaupt einschaltet, ist das genug PV "Überschuß" vorhanden ist. Das übersteuert sebstverständlich auch die Puls Pause Zeit, sowie alles andere. Somit brauche ich für max. 2 sec.( das ist die Zykluszeit für die Abschalt Rechnung) Strom aus dem Netz, wenn weniger Überschuß als die Rechnung und Messung ergeben, da ist (zB Herd ein oder Wolke vor Sonne).
    Zusätzlich ist noch eine Hysterese drinnen, + - 50 Watt (Schaltzyklen) und ein Zusatz Überschuß von mehr als 50 Watt, um einen Netztbezug generell zu vermeiden. Das funktioniert auch ganz gut. Den Bresenham-Algorhythmus kannte ich nicht, werd ich mir mal anschauen.
    Leider ist die Praxis mit den Mess- und Schaltzyklen nicht so schnell wie meine Simulation, denn es gibt keine Einzelstrom Erfassung. Der Hk hat zusätzlich (noch) eine eigene Elektronik, die erst nach ca. 3-4sek. den Hk freigibt (deswegen 6 sek. Zyklus für die Rechnung "Ein", da erst dann sicher im SM die Stromaufnahme registriert wird. Ausserdem ist es möglich das die Hk eigene Ütemp zuschlägt, und dadurch muß ich immer rückmessen und kann nicht nur rechnen. Wenn ich mal Zeit hab, werde ich die internen Hk Elektroniken ausbauen. Dann läßt sich das ganze um einiges schneller, besser und genauer Regeln, und der Algorithmus wird um einiges einfacher. Jetzt ist er recht aufwendig. Eigene Ein und Aus Zyklen und Logiken und durch Priorisierung und entsprechende Vorreihung von kleineren Lasten nicht mehr leicht zu durchblicken.. Trotz Schleifen sind es wohl ein paar hundert Codezeilen in der SPS für den PV Betrieb.


    Derzeit verschenke ich nur etwas selbst produzierte Energie. Deswegen oben der Hinweis auf eine Restenergie Nutzung mit wenigstens ein Heizkreis mit Phasenanschnitt. Dann wäre auch die Überschuß Einspeisung bei genug Heizlast annähernd 0. So verliere ich ein paar kWh pro Heiztag an eigenem Strom an die Einspeisung.

  • Interessantes Konzept, hast du mal durchgerechnet bzw. einen Kostenvoranschlag geben lassen wie viel eine wasserführende Heizung mehr gekostet hätte? Wenn die Angaben so stimmen mit 10.000 Euro Kosten (dank Eigenleistung) und 4.000 kWh Verbrauch (gut dieser Winter war mild) dann ist das schon fast unschlagbar billig, selbst über Jahrzehnte gerechnet, bei gleichzeitig hohem Komfort und geringer Fehleranfälligkeit und Wartung.


    Will mir übrigens die gleiche Dimplex Warmwasser-Wärmepumpe kaufen und ebenfalls mit der PV-Anlage verknüpfen. Bist du mit dem Gerät zufrieden?

  • Zitat von CaptainPicard

    Interessantes Konzept, hast du mal durchgerechnet bzw. einen Kostenvoranschlag geben lassen wie viel eine wasserführende Heizung mehr gekostet hätte?


    Ich habs selber grob durchgerechnet, aber kein Angebot eingeholt. 2015 mit den damaligen Wärmepumpen, und bin bei 30 Jahren auf annähernd 0 gekommen. Aber so eine Rechnung ist halt sehr Dehnbar und man muß die Hausgröße beachten, da bei mehr Fläche sich das Verhältnis schnell mal zu ungunsten der E-Heizung verschieben kann, und natürlich viel Fläche am Dach erforderlich ist.


    Zitat von CaptainPicard

    Wenn die Angaben so stimmen mit 10.000 Euro Kosten (dank Eigenleistung) und 4.000 kWh Verbrauch (gut dieser Winter war mild) dann ist das schon fast unschlagbar billig, selbst über Jahrzehnte gerechnet, bei gleichzeitig hohem Komfort und geringer Fehleranfälligkeit und Wartung.


    Uns war der Teil vom Komfort wichtig, das man schneller Warm hat wenn man will, und eine Einzelraumregelung. Das läßt sich natürlich auch anders lösen. Und eines stimmt, was auch immer ist, in ein paar Minuten lauft alles wieder, wenn ich oder einer meiner technisch versierten Nachbarn da ist. (SPS liegen schon fast alle Ersatzteile auf Lager und im Keller sind die gleichen Hk wie im EG zum Tauschen bei Bedarf - Stromversorgungsausfall ausgenommen - den gibts auch)
    Weiters glaube ich auch, dass der Winter mild war. Ich hab 2 oder 3 Tage mit knapp 0 Ertrag, und die Klima läuft manchmal auf PV Automatik zum Heizen mit (meistens wenn wir nicht zu Hause sind). Das muß man auch reinrechnen in den Verbrauch. Ich denke das etwas mehr als die Hälfte des Verbrauchs im Winter war. Habs leider nicht genau genug notiert. Die Einzelzähler laufen nicht in die SPS. Kommt vielleicht noch wenn ich eine Daten Aufzeichung mach.


    Wenn man viel mit PV Automatik heizt, ist es auch nicht ganz so gleichmäßig warm wie bei einer dauernden Heizung (dafür meistens etwas wärmer), aber ein Dreh genügt.
    Und der Programmieraufwand ist vom Professionisten vermutlich nicht bezahlbar, für eine Einzellösung. Das darf man beim Vergleich nicht vergessen. Aber durch den Eigenbau und Prog. wirds für uns tatsächlich recht günstig. (Macht ja meistens Spaß, ausser das javascript Zeugs) Leider weiß ich nicht wieviel der "PV Betrieb" bringt. Man kann das ja auch ohne SPS machen, nur mit Thermostaten. Selbst dann bleibt es Bezahlbar.


    Zitat von CaptainPicard

    Will mir übrigens die gleiche Dimplex Warmwasser-Wärmepumpe kaufen und ebenfalls mit der PV-Anlage verknüpfen. Bist du mit dem Gerät zufrieden?


    Ja, kann nichts negatives bemerken. Macht was sie soll. Einzig der Heizstab taugt mir nicht so ganz, weil er erstens nur 1500W hat, und zweitens seine Grenztemp erreicht, sodass er obwohl Ein, halt manchmal keinen Saft aufnimmt. Und die Ansteuerung für die externe Heizstabfreigabe war nicht gut beschrieben, soweit ich mich erinnere. Ich wollte ihn wegen der GW nicht direkt anschließen.


    Preis Leistung ist aber unschlagbar, meiner Meinung nach. Die meisten anderen hatten auch keine gut Beschriebene externe Ansteuerung (Freigabe) für BEIDE Komponenten, oder gar nicht die Möglichkeit.


    Sie hat auch ein Rohr wo ich die externen Sensoren zum Messen drinnen hab. (Mitte und Oben)


    Oben hat die Laufzeit gefehlt:
    1799 Stunden Ventilator
    1738 Stunden Kompressor oder wie man halt dazu sagt
    302 Stunden Heizstab
    Das zeigt, das sicher wesentlich mehr als die Hälfte des Energie Bedarfs der WP aus eigener Produktion stammt.

  • Das erste vollständige Jahr 31.12.2018 - 31.12.2019 mit E-Heizung ist um.

    Unsere Verbrauchswerte in kW/h:


    E-Werk Zähler

    Bezug: 4749,4

    Einspeisung: 7503,2


    Fronius SM

    Bezug: 4706,97

    Einspeisung: 7468,58

    Produktion: 11981,67 (mehr als 1000kW/h weniger als Teil 2017)


    Interne Zähler

    E-Heizung: 4000,87

    Klima: 609,1 - Aufteilung ist ca. 50% Kühlen/Heizen

    WWWPumpe: 750,39 - Verdichter ca. 1500h, Heizstab ca. 670h


    Gesamtverbrauch: 9220,06, davon 4610,09 für Heizen und Kühlen, ca. 49% des Verbrauches wurden selbst erzeugt.

    ca. 1300kW/h vom Netzbezug entfallen auf 24h EDV (Server/Switch/IPCams/USV (ohne Router und PCs))

    ca. 650kW/h vom Netzbezug sind restliche Elektronik Grundlast vom Haus.


    Tempwerte:

    Wohnzimmer meistens zwischen 23°-24°, Bad 23°, Küche 22,5°, SZ 20-21°, Vorraum 23°-24°, Ostzimmer 23°


    Die E-Heizung ist im ganzen Oktober ohne Netzbezug auskommen.


    Der Heizstab des Boilers wird derzeit bei genügend Überschuss aktiviert, und jede Woche auch für die Desinfektion verwendet. Leider erlaubt mir die WWWP im original Zustand keinen Eingriff in die Desinfektion, aber das nächste SW Projekt ist eine optimalere Einstellung der Temp. Werte (Tagesbezogen) und eine bessere Heizstab Nutzung. Wird zwar nicht viel weniger Bezug bringen, aber etwas mehr Einspeisung.

    Weiters ist zu erwähnen, das bei PV Überschuss auch Teilbereiche des Kellers mitgeheizt werden. Genaue Werte gibt es nicht, und das es nie richtig lange Kalt war.