Wie fange ich am besten an?


  • also wenn du 15 kWp aufs Dach bekommst, dann hau 15 kWp drauf. Da gibt es keinen Grund für zu warten.


    Rechnen wir einmal gegen:
    10 kWp anlage
    Vorteil: Keine EEG Umlage auf EV. Wenn du Glück hast schaffst du bei deinem Verbrauch ohne Speicher eine Autarkie von 40%. Das heißt du spart ganze 23 €/a an EEG umlage also 460 € in 20 Jahren (bei gleicher EEG Umlage)
    Nachteil: Der Preis pro kwp wird höher sein (vermutlich mehr als 46 €/kWp)


    15 kWp Anlage
    Vorteil: Geringe Investkosten, höherer Cashflow. Außerdem etwas höhere Autarkie (aber vermutlich marginal)




    Da ICH persönlich ziemlich gierig bin und mich echt ärgern würde denn mein Dach nach einem Jahr super läuft aber eben nicht voll ist (also ich nicht das Maximum raushole), würde ich ur 15 kWp Lösung tendieren ;)

  • Hi,


    Zitat von n3m3sis

    Der erste wollte mir irgendwie auf biegen und brechen nen Speicher mit dazu verkaufen...
    Zudem hat der mir auch irgendwie zu wenig Module auf´s Dach gepackt...


    das ist wieder typisch für einen Staubsaugervertreter, der auf PV umgeschult hat. :-?



    Zitat von n3m3sis

    Er meinte, das er bis zu 15kWp auf´s Dach bekommt.


    Super, ein guter Tetris-Spieler. Wenn`s passt, würde ich`s machen.



    Zitat von n3m3sis

    Dem gegenüber steht aber der geringe Stromverbrauch bei uns mir "nur" 2176kWh zu 28,74 Cent/kWh.
    Er schlägt eine Anlage unter 10kWp vor da dann auf den Eigenverbrauch keine Abgabe von 2€ct je kWh anfallen...


    Egal, Du brauchst gar keinen Eigenverbrauch und es lohnt sich trotzdem noch.
    Je mehr Eigenverbrauch, um so größer wird das Sahnehäubchen auf der Sache.


    Sieh`s mal so:
    Du bekommst die Anlage über die EEG-Vergütung innerhalb von 10 - 12 Jahren geschenkt, egal wie groß sie ist.
    Warum ein kleines Geschenk nehmen, wenn man ein großes bekommen kann?

  • Ums klarer zu sagen, dein Eigenverbrauch ist nur dann ein "Abfallprodukt", wenn die Anlage dementsprechend groß ist.
    Ist sie dementsprechend groß, wird sie dir bezahlt! (Einspeisevergütung bezahlt die Anlage, Eigenverbrauch ist Abfallprodukt on top)


    Ist sie nicht groß, schichtetest du lediglich deine Ausgaben um. Anstatt dem Energieversorger, eben das ersparte zum Abzahlen der Anlage. Aber Bezahlen tust DU sie. Deine monatlichen Ausgaben bleiben gleich. Und DAS ist der große Unterschied :wink:


    Also, hau drauf was das Dach her gibt. Du bekommst sie ja dann "kostenlos". Da gibts keine Tricks und hat auch keinen Haken. Das ist so und wird gesetzlich garantiert. Laß dir blos nichts anderes einreden. Einen Speicher nimmst du dann, wenn nicht nur der Verkäufer daran verdient, sondern DU. Und verdient heißt, nach 5 Jahren ist der Speicher durch die Einsparung bezahlt (Differenz Einspeiseverlust zu Bezugsstrom). Nun weißt du auch was der kosten darf. Für alle anderen die daran Mitverdienen wollen, würde ICH nicht in Vorkasse gehen. Warum auch! Du hast das Risiko :idea:

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Zitat von Serin


    Hey,


    Muss man bei diese Berechnung nicht auch die Teuerung des Strombezuges beücksichtigen? In deinem Beispiel wird das ja nicht berücksichtigt. Nicht böse gemeint, ernsthafte Frage :D


    Gruß

  • Hi,


    Zitat von Graysolid

    Muss man bei diese Berechnung nicht auch die Teuerung des Strombezuges beücksichtigen?


    ja, muss berücksichtigt werden. Nur: Wie hoch?


    Die Speicherverkäufer rechnen i.d.R. mit 3% oder mehr. So kann man fast jeden Speicher "schönrechnen".
    Argument dafür sind die Strompreiserhöhungen der letzten Jahre im Durchschnitt. Dabei werden dann als "Beweis" immer die Jahre angeführt, die die größten Strompreiserhöhungen mit sich gebracht hatten.


    Realität ist aber, dass der Nettostrompreis selbst schon seit Jahren fällt und kein Ende abzusehen ist.
    Gestiegen sind dagegen die Begleitkosten, allem voran die künstlich aufgeblasene EEG-Umlage, mit der die Kostenersparnis der Industrie für Strom auf den Kleinverbraucher verteilt wird.
    Daran, dass die EEG-Umlage nicht weiter steigt ist deutlich zu sehen, dass auch damit eigentlich Schluss ist, wenn der Politik nicht wieder irgendwelche Schweinereien zu Lasten der Kleinverbraucher einfällt.


    Eigentlich sollte der Strompreis auf dem Stand von heute bleiben, denn der weitere Ausbau der EE wird wesentliche keine Kostensteigerung mehr zulassen, trotz Ausbau von Offshore, der Netze und der Backupkraftwerke.
    Wenn sich der Strommarkt in etwa 5 - 10 Jahren beruhigt hat, rechne ich nur noch mit Steigerungen im Rahmen der Inflationsrate, die dann nicht mehr von überproportional steigenden Energiepreisen getrieben wird.

  • Naja ich hab es mir einfach gemacht:


    Gesamtstromverbrauch laut n3m3sis -> ca. 2.200 kWh
    Autarkie ohne Speicher -> 40% Angenommen, das ist schon gut -> 2.200 x 0,4 = 880 kWh/a
    darauf dann die EEG Umlage von 40% von 6,8 Ct --> 880 * 6,8 * 0,4 = 23 - 24 €/a

  • Dankeschön für die Auflistung.


    Ich möchte einfach mal mein aktuelles Vorhaben erwähnen.


    18KWp installieren, 03.2018 werden 9KWp angeschlossen und 04.2019 werden 9KWp angeschlossen.


    Eckdaten:
    Gesamtstromverbrauch -> ca. 5.000 kWh
    Autarkie ohne Speicher -> 40% Angenommen, das ist schon gut -> 5.000 x 0,4 = 2000 kWh/a
    darauf dann die EEG Umlage von 40% von 6,8 Ct --> 2000 *6,8 * 0,4 = 55 €/a


    Vergleich:
    9KWp 2018 Vergütung: 12,3Cent (8500KWh*12,3Cent=1045€)
    9KWp 2019 Vergütung: 12,3Cent (8500KWh*12,3Cent=1045€)
    Summe: 2090€


    18KWp 2018 Vergütung: 11,87Cent (17000KWh*11,87Cent=2018€)


    Differenz: 2090€-2018€=72€


    Gesamtunterschied: 72€+55€=127€ pro Jahr



    Ich habe natürlich die Hoffnung, dass ich 2019€ immer noch 12,3Cent pro KWh erhalten. Dafür wäre ich dann aber von der steigenden EEG Umlage befreit.


    Grüße
    Alex